ESC 2018: Fina­le

Wie gewohnt tra­fen im Fina­le des Euro­vi­si­on Song Con­test am Sams­tag, dem 12. Mai 2018, 26 Lie­der auf­ein­an­der: jeweils die zehn Best­plat­zier­ten aus den bei­den Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den vom Diens­tag und Don­ners­tag, die beson­ders pri­vi­le­gier­ten Big Five (Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, Ita­li­en, Spa­ni­en und Deutsch­land), für wel­che sich die selbst­ge­wähl­te Son­der­rol­le seit der Ein­füh­rung der Semis jedoch eher als Han­di­cap her­aus­ge­stellt hat, sowie Por­tu­gal als Gast­ge­ber­land. Hier wer­den jedes Jahr die Kar­ten noch ein­mal neu gemischt, gel­ten im Fina­le doch erfah­rungs­ge­mäß ande­re Geset­ze als in den bei­den Semis, ins­be­son­de­re was das Abstim­mungs­ver­hal­ten der Zuschauer/innen beim Tel­e­vo­ting angeht.

Für Eili­ge: alle 26 Final­lie­der in der Start­rei­hen­fol­ge als Schnell­durch­lauf.

Denn das Fina­le zieht stets ein deut­lich grö­ße­res Publi­kum an, das sich dem­entspre­chend auch demo­gra­fisch anders zusam­men­setzt als bei den Semi-Abstim­mun­gen, wo die Hard­core-Fans meist mehr oder min­der unter sich sind. Die Geschmä­cker sind hier oft­mals ande­re, und da im Fina­le auch die bereits aus­ge­schie­de­nen Natio­nen mit­stim­men dür­fen, lässt sich das Dia­spor­a­vo­ting schwe­rer berech­nen als in den Semis. Auf­grund des ungleich grö­ße­ren Teil­neh­mer­fel­des spielt außer­dem die Rei­hen­fol­ge eine deut­lich wich­ti­ge­re Rol­le: die ers­ten fünf bis sechs Star­ter haben meis­tens die Arsch­kar­te gezo­gen, an sie erin­nert sich gegen Ende des Abends kaum noch jemand. Wer das Glück hat­te, in die zwei­te Hälf­te gelost und von den Show-Machern mit einem der letz­ten Start­plät­ze ver­sorgt zu wer­den, muss hin­ge­gen schon sehr viel falsch machen, um nicht gut abzu­schnei­den.

Die Chan­cen der gro­ßen Sechs

Kurz­be­schrei­bun­gen, alle Video­clips und eine Ein­schät­zung der Chan­cen der sechs direkt gesetz­ten Fina­lis­ten gibt es in Start­rei­hen­fol­ge → hier.

Lei­der war die Glück­göt­tin For­tu­na den fixen Fina­lis­ten nicht hold: bis auf Ita­li­en lan­de­ten alle (ein­schließ­lich Micha­el Schul­te) in der ungleich schwie­ri­ge­ren ers­ten Hälf­te, in wel­cher sich zu allem Über­fluss auch die schwä­che­ren Lie­dern aus den bei­den Semis geschlos­sen ver­sam­meln. Viel­leicht lässt man die­sen Quatsch mit der Zulo­sung der Hälf­ten künf­tig end­lich, wenn er die Bemü­hun­gen um einen guten Sen­de­fluss so evi­dent kon­ter­ka­riert! Jeden­falls war den Zuschauer/innen am Sams­tag emp­foh­len, vor Show­be­ginn zu stim­mungs­auf­hel­len­den Dro­gen zu grei­fen, um das ers­te Drit­tel der Sen­dung ohne Tief­schlaf­an­fäl­le zu über­ste­hen. Dran­blei­ben lohn­te sich aber: so gut wie alle Knal­ler, und davon gab es in die­sem Jahr eini­ge, fan­den sich in der zwei­ten Hälf­te des Star­ter­fel­des. Leid tat es mir um mei­nen per­sön­li­chen Her­zens­sie­ger Madame Mon­sieur aus Frank­reich: ihre Plat­zie­rung exakt in der Mit­te des Fel­des kam einem Begräb­nis des fan­tas­ti­schen, aber fra­gi­len Titels gleich. Beim Rin­gen um den Sieg, der sich, wie von mir vor­her­ge­sagt, zwi­schen ‘Toy’ und ‘Fue­go’ ent­schied, leg­te sich die EBU vor­ab fest: mit Start­platz 25 bekam Ele­ni Fou­rei­ra den abso­lu­ten Pimp Slot, wäh­rend Net­ta es direkt nach dem star­ken Dark Hor­se Ungarn ein biss­chen schwe­rer hat­te. Um so erfreu­li­cher, dass sie es den­noch schaff­te.

Vor­her­sa­ge für das Fina­le

Nur für den Spaß hier die (kom­plett aus der Luft gegrif­fe­ne und kei­ner­lei Wett­quo­ten berück­sich­ti­gen­de) aufrechtgehn.de-Vor­her­sa­ge für das ESC-Fina­le 2018:

But befo­re you lea­ve / let me show you Tel Aviv: nach wie vor tip­pe ich auf einen Sieg der fabel­haf­ten Net­ta (IL).

  1. Isra­el
  2. Schwe­den
  3. Zypern
  4. Ita­li­en
  5. Litau­en
  6. Däne­mark
  7. Mol­da­wi­en
  8. Ungarn
  9. Irland
  10. Ukrai­ne
  11. Ser­bi­en
  12. Tsche­chi­en
  13. Deutsch­land
  14. Frank­reich
  15. Aus­tra­li­en
  16. Bul­ga­ri­en
  17. Nie­der­lan­de
  18. Spa­ni­en
  19. Alba­ni­en
  20. Por­tu­gal
  21. Nor­we­gen
  22. Est­land
  23. Finn­land
  24. Öster­reich
  25. Slo­we­ni­en
  26. Groß­bri­tan­ni­en

Das ESC-Fina­le 2018: von Peli­ka­nen und Kame­len.

ESC 2018, Fina­le

Fina­le des Euro­vi­si­on Song Con­test 2018, Sams­tag, der 12. Mai 2018, 21 Uhr, aus dem Pavil­hão Atlân­ti­co in Lis­sa­bon, Por­tu­gal. 26 Teilnehmer/innen. Mode­ra­ti­on: Filo­me­na Caut­e­la, Síl­via Alber­to, Cata­ri­na Furta­do und Danie­la Ruah.
#LKInter­pretTitelPkt
gs
Pl
gs
Pkt
TV
Pl
TV
01UAMélo­vinUnder the Lad­der1301711907
02ESAma­ia Rome­ro Arbi­zu + Alfred Gar­cía Cas­til­loTu Can­ción0612301824
03SILea SirkHva­la, ne!0642202321
04LTIeva Zasim­aus­kaitėWhen we’re old1811209110
05ATCesár Sam­psonNobo­dy but you3420307113
06EEEli­na Netša­je­vaLa For­za2450810209
07NOAlex­an­der RybakThat’s how you wri­te a Song1441508411
08PTCláu­dio Pas­co­alO Jar­dim0392601825
09UKSuRieStorm0482402520
10RSSan­ja Ilić + Bal­ka­ni­kaNova Deca1131907512
11DEMicha­el Schul­teYou let me walk alo­ne3400413606
12ALEugent Bush­pe­paMall1841105818
13FRMadame Mon­sieurMer­cy1731305917
14CZMiko­las JosefLie to me2810621504
15DKRas­mus­senHig­her Ground2260918805
16AUJes­si­ca Mau­boyWe got Love0992000926
17FISaa­ra Aal­toMons­ters0462502322
18BGEquinoxBones1661406614
19MDDoRe­DosMy lucky Day2091011508
20SEBen­ja­min Ingros­soDance you off2740702123
21HUAWSViszlát Nyár0932106515
22ILNet­ta Bar­zi­laiToy5290131701
23NLWay­lonOut­law in ‘em1211803219
24IERyan O’ShaugnessyToge­ther1361606216
25CYEle­ni Fou­rei­raFue­go4360225302
26ITErmal Meta + Fabri­zio MoroNon mi ave­te fat­to nien­te3080524903

< 2. Semi 2018

ESC 2018 >