Rumä­ni­en 2018: Good­bye

01. Humans – Good­bye (Auf Wie­der­se­hen)

In zwei Sät­zen: Wie soll ich zu die­sem Song nur irgend­was sagen, wo doch mein Gehirn zum Schutz vor dem Tod durch Lan­ge­wei­le spä­tes­tens nach fünf Sekun­den mei­ne Auf­merk­sam­keit auto­ma­tisch abschal­tet und das bord­in­ter­ne Not­fall-Unter­hal­tungs­pro­gramm hoch­fährt? Wäh­rend die­se her­be Blon­di­ne also hei­ser vor sich hin­krächzt, lau­fen vor mei­nem inne­ren Auge Bil­der von Atom­kraft­werks-Kata­stro­phen, Tsu­na­mis, Mar­kus-Söder-Anspra­chen und Mas­sen­ka­ram­bo­la­gen: alles erhol­sa­mer als die­ses unsäg­li­che Gewin­sel.

Insze­nie­rung: Als wäre das Lied allei­ne nicht schon grau­en­haft genug, erhö­hen die Rumä­nen mit­hil­fe von Schau­fens­ter­pup­pen und Frei­tag-der-Drei­zehn­te-Gesichts­mas­ken den Gru­sel­fak­tor noch. Kein Wun­der, dass die männ­li­chen Band­mit­glie­der (die im offi­zi­el­len Video­clip zum Song genau so gelang­weilt drein­schau­en, wie der Zuschau­er sich fühlt) ihre Buxen der­ar­tig voll haben, dass sie bis auf Knie­hö­he durch­hän­gen.

aufrechtgehn.de-Erstwertung: 0 Punk­te. Mein Rang 13 in die­sem Semi.

Final­chan­cen: Das augen­fäl­li­ge Sta­ging erfüllt zumin­dest den Zweck, ziem­lich erfolg­reich von dem schlim­men Lied abzu­len­ken. Nach den Pro­ben am Diens­tag erhielt es (also: das Sta­ging, nicht das Lied) ziem­lich viel Lob von den Schwur­na­lis­ten vor Ort, so dass ein Final­ein­zug nun nicht mehr völ­lig aus­ge­schlos­sen erschei­ne. Ich glau­be da aber wei­ter­hin nicht dran, denn die Num­mer lang­weilt und ver­stört glei­cher­ma­ßen. Bor­der­line-Qua­li­fi­kant, ich tip­pe: Platz 11.

Ergeb­nis: nicht qua­li­fi­ziert.

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