Ser­bi­en 2018: Nova Deca

03. San­ja Ilić + Bal­ka­ni­ka – Nova Deca (Neue Kin­der)

In zwei Sät­zen: Das Band­pro­jekt Bal­ka­ni­ka löst sehr klug ein, was ihr Name ver­spricht: ‘Nova Deca’ lie­fert in sorg­sam zusam­men­ge­schraub­ten Ver­satz­stü­cken alles ab, was der Lieb­ha­ber von Bal­kan­bal­la­den erwar­tet. Näm­lich fle­hen­de Flö­ten­tö­ne, jam­mern­de Kla­ge­wei­ber, zwin­gen­de Per­cus­sions, eine sehn­suchts­vol­le Melo­die und einen Front­mann, der aus­sieht, als sei er haupt­be­ruf­lich Chef einer inter­na­tio­na­len Waf­fen­schie­ber­ban­de.

Insze­nie­rung: Band­lea­der und Kom­po­nist San­ja Ilić muss­te sei­nen Büh­nen­platz hin­ter dem Key­board zuguns­ten einer drit­ten Chor­sän­ge­rin räu­men, was die Per­for­mance sowohl stimm­lich wie visu­ell ein biss­chen run­der macht. Der zau­sel­bär­ti­ge Flö­ten­schlumpf ist aber noch dabei und trägt eben­so zum Charme der Num­mer bei wie die etwas strin­gen­te­re Cho­reo­gra­fie. Wirkt alles immer noch ein wenig kon­stru­iert, aber man nimmt ja, was man krie­gen kann.

aufrechtgehn.de-Erstwertung: 10 Punk­te. Mein Rang 2 in die­sem Semi.

Final­chan­cen: Min­des­tens ein Bei­trag vom Bal­kan schafft es ja immer. War­um also nicht der am typischs­ten klin­gen­de? Die Ser­ben haben den ihri­gen sehr geschickt auf sei­ne Punk­te­taug­lich­keit hin zusam­men­ge­baut, das soll­te funk­tio­nie­ren. Oh, und lob­preis­te ich schon den beein­dru­cken­den Voll­bart von Front­mann Mla­den Lukić? Allei­ne der ist schon ein paar Anru­fe wert! Ich sage: das kommt rein.

Ergeb­nis: qua­li­fi­ziert.

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