Ivy Quainoo

Neben Schlagerbooms und Volksmusikscheunen sind Castingshows aktuell so ziemlich die einzigen Präsentationsflächen für Popmusik im deutschen Fernsehen, und so nimmt es nicht weiter Wunder, dass der Großteil der Vorentscheidungsteilnehmer/innen schon mal erfolgreich an einem dieser Formate teilnahm. So wie Ivy Quainoo, die 2012 die erste Staffel von The Voice of Germany gewann. Die Hauptstadtpflanze, deren Eltern ghanaische Wurzeln haben, wuchs auf hartem Pflaster auf, in Neukölln nämlich, wo sie eine gewisse Durchsetzungsstärke gelernt haben dürfte. Sie veröffentlichte nach ihrem The-Voice-Sieg kurz hintereinander zwei Alben und mehrere Singles mit, wie das bei Castingshow-Kindern so üblich ist, stetig nachlassendem kommerziellen Erfolg. Derzeit arbeitet sie an ihrem Comeback: im November 2017 ging sie auf eine kleine Tournee und stellte ihre neue Single ‚My own Terms‘ vor: ein sehr feines, so sphärisches wie druckvolles Stück Radiopop, das vor allem vom Charisma seiner Interpretin lebt. Ob das auch ihr Lied für Lissabon ist?

Ivy singt das Hohelied der Eigenständigkeit (Repertoirebeispiel).

< Xavier Darcy

> Michael Schulte

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