Natia Todua: My own Way

Die Künst­le­rin:

In der geor­gi­schen Haupt­stadt Tbi­li­si kam sie zur Welt, die aktu­el­le Gewin­ne­rin der Cas­ting­show The Voice of Ger­ma­ny. Die 21jährige, die zur­zeit für ein Jahr als Au-Pair-Mäd­chen bei einer Fami­lie in Bruch­sal lebt, setz­te sich im Fina­le am 18. Dezem­ber 2017 mit über 50% der Zuschau­er­stim­men über­zeu­gend durch. Dort stach sie neben ihrer spek­ta­ku­lä­ren Dre­ad­lock-Fri­sur und dem aus­ge­spro­chen kraft­vol­len Zie­gen­tim­bre ihrer Stim­me vor allem durch eine gewis­se Eigen­wil­lig­keit her­vor: “Ich hat­te bei jeder Pro­be Angst, weil sie unse­rem Plan nie gefolgt ist”, sag­te ihr Coach Samu Haber (Sun­ri­se Ave­nue) laut Spie­gel. “Sie hat immer etwas Neu­es gemacht. Am Ende haben wir nur gesagt: ‘Lass sie ein­fach ihr Ding durch­zie­hen’.” Hat funk­tio­niert. Ob Natia Toduas TV-gemach­te Popu­la­ri­tät bis zum 22. Febru­ar 2018 hält, wo der deut­sche Vor­ent­scheid statt­fin­det, muss sich hin­ge­gen erst zei­gen: bekannt­lich ist die Halb­werts­zeit der The-Voice-Misch­po­ke meist sehr kurz bemes­sen.

Ob sie uns ver­zau­bern kann? (Reper­toire­bei­spiel).

Der Euro­vi­si­ons­bei­trag:

Todua, die noch über gar kein eige­nes Song-Mate­ri­al ver­fügt und unter Hoch­druck an ihrer ers­ten Sin­gle arbei­tet, tour­te im Anschluss an den Cas­ting­show-Sieg auch erst mal gemein­sam mit ihren The-Voice-Kolleg/innen durch die Lan­de, wes­we­gen sie am NDR-Song­wri­ting-Camp im Janu­ar 2018 nicht per­sön­lich teil­neh­men konn­te. Den­noch ent­stand genau dort ihr pas­send beti­tel­ter Vor­ent­schei­dungs­bei­trag ‘My own Way’: vier inter­na­tio­na­le Kom­po­nis­ten schus­ter­ten das Lied in tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­stütz­ter Abspra­che mit der Inter­pre­tin zusam­men; die Betei­li­gung der nie­der­län­di­schen Dance-Exper­tin Loren Nine Geerts ließ die lei­se Hoff­nung auf ein Uptem­po­stück kei­men. Und tat­säch­lich ver­fügt das Lied über einen ganz ordent­li­chen Schub und klingt ziem­lich eupho­risch. Es kann mit einem star­ken Refrain und Nati­as beson­de­re Stim­me punk­ten. Schon in der Stu­dio­fas­sung scheint durch, dass die Sän­ge­rin an ihren Song zu glau­ben scheint, was mehr ist, als was man über die letz­ten deut­schen Bei­trä­ge sagen kann.

Das Lied:

< Micha­el Schul­te

> Ryk

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