Ryk: You and I

Der Künstler:

Der Singer-Songwriter Rick Jurthe verwirrt das Publikum gerne durch verschiedene Künstlernamen: bis Anfang 2017 spielte er mit dem Duo Foxos elegisch-elektronische Balladen ein, unter seinem Geburtsnamen versuchte er es beim diesjährigen sanmarinesischen Internet-Vorentscheid 1in360. Bei Unser Lied für Lissabon hingegen, wo er zeitgleich antrat und es sogar in die Endrunde schaffte, nennt er sich Ryk. Immer aber haucht er mit einer im positiven Sinne tief unter die Haut gehenden, zerbrechlichen Wimmerstimme melancholisch verträumte Lieder, die fraglos die passende musikalische Untermalung für deprimierende, regenverhangene Wintertage bilden, jedoch kaum geeignet erscheinen als Wettbewerbsbeitrag in Europas größtem Pop-Spektakel. Ryk, der auch schon Filmmusik oder das musikalische Begleitprogramm zur Athletik-Show Feuerwerk der Turnkunst komponierte, bespielte bereits etliche Nachwuchsfestivals. Im September 2017 veröffentlichte er seinen aktuellsten Song mit dem Titel ‚You and I‘. Der brachte es auf nur wenig mehr als 3 Minuten, was ihn, so die Fan-Spekulationen, als ESC-Beitrag prädestinierte.

Der Eurovisionsbeitrag:

Und genau das bewahrheitete sich: obwohl in der NDR, so jedenfalls lassen sich diverse (wenngleich niemals personenbezogene) Äußerungen von Thomas Schreiber zum Stand des Verfahrens interpretieren, bis zum Schluss mit Ryk hart um einen etwas marktgängigeren Titel rang, entschied sich der eigenwillige Künstler „letztendlich“ doch, auf sein „Herz“ zu hören, wie er auf Facebook erklärte, und mit einer „orchestralen“ Neubearbeitung von ‚You and I‘ anzutreten. Woraufhin er zuallererst einmal die bisherige, bereits auf Youtube veröffentlichte Fassung depublizierte: etwas, dass ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Mittlerweile ist die ESC-Version draußen, und sie erweist sich als genau so schnarchnasig wie die Originalfassung.

Das Lied:

< Natia Todua

> VoXXclub

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