ESC 2013 Malmö

2013sDer 58. Jahrgang des Eurovision Song Contests fand nach dem Sieg der Schwedin Loreen absurderweise nicht in der schwedischen Hauptstadt Stockholm statt, sondern in einem Vorort der dänischen Metropole Kopenhagen; in der direkt gegenüber auf der anderen Seite des Øresund liegenden südschwedischen Provinzstadt Malmö nämlich. Praktisch für die angereisten Fans: vom Kopenhagener Flughafen und der City aus konnte man die knapp 12.000 Besucher fassende Malmö Arena, wo der Wettbewerb und die beiden Qualifikationsrunden am 14., 16. und 18. Mai 2013 ausgetragen wurden, direkt mit der S-Bahn erreichen. Mit der Entscheidung für die kleinere, deutlich günstigere Halle wollte der schwedische Sender SVT wohl in der Hauptsache Kosten sparen. Dennoch lobten viele der Fans, die das Spektakel vor Ort verfolgten, den Jahrgang für seine Intimität und Nähe: ganz Malmö schien im Eurovisionsfieber zu sein. Schon einmal, 1992, fand der Eurovision Song Contest in der 300.000-Einwohner-Stadt statt: damals gewann die von Moderatorin Petra Mede scherzhaft als „Drag Queen“ bezeichnete Irin Linda Martin (‚Why me?‘). Christer Björkman, der seinerzeitige schwedische Teilnehmer und Vorletzter im Juryvoting, leitete das 2013er SVT-Organisationskomitee.

Er ist an allem schuld: der Björkman

Dabei standen die Zeichen für den ESC 2013 im Vorfeld eher auf Sturm: der von den Schweden angestoßene Wegfall der Startplatzauslosung sorgte bei den Fans ebenso für wütende Proteste wie die Entscheidung, im traditionell für die OGAE-Clubs reservierten Innenraum nur noch Stehplätze anzubieten. Und das zum astronomischen Preis von knapp 350 Euro für das Fan-Ticket-Paket! Auch für die Teilnehmerländer stiegen die Gebühren, und so hagelte es im Zeichen der Eurokrise reihum Absagen: stiegen zunächst chronisch erfolglose Länder wie Portugal, Polen und die Slowakei aus, so folgten große Player wie Bosnien und die Türkei, letztere wohl eher aus Verärgerung über die Jurys, die das Land seit ihrer Wiedereinführung konsequent nach unten voten. Immerhin 39 Länder waren schließlich dabei, und so reichte es gerade noch für zwei Semis. Am Ende brachte der Jahrgang dann leider einen der gleichwohl vorhersehbarsten wie langweiligsten Gewinnertitel der Contestgeschichte hervor, dessen Sieg wegen des von der EBU nicht veröffentlichten Splitvotings nicht unumstritten blieb: ob ‚Only Teardrops‘ bei den Jurys und den Zuschauer/innen gleichermaßen ankam (was wahrscheinlich ist) oder es sich doch um den ersten Verlegenheitssieg der Contestgeschichte handelte, wissen wir bis heute nicht.

Der Flötenschlumpf fängt an: Prinzessin Strähnenhaar und ihre Little Drummer Boys gewannen erwartungsgemäß (DK)

> Unser Song für Malmö

> Erstes Semi 2013

> Zweites Semi 2013

> Finale 2013

LandInterpretTitel
ALAdrian Lulgjuraj + Bledar SejkoIdentitet
AMDoriansLonely Planet
ATNatália KellyShine
AZFarid MamedovHold me
BERoberto BellarosaLove kills
BGElitsa Todorova + Stoyan YankoulovSamo Shampioni
BYAlyona LanskayaSolayoh
CHTakasaYou and me
CYDespina OlympiouAn me thimase
DECascadaGlorious
DKEmmelie de ForestOnly Teardrops
EEBirgit ÕigemeelEt uus saaks alguse
ESEl Sueño de MorfeoContigo hasta el Final
FIKrista SiegfridsMarry me
FRAmandine BourgeoisL'Enfer et moi
GESopho Gelovani + Nodiko TatishviliWaterfall
GRKoza Mostra + Agathonas IakovidisAlcohol is free
HRKlapa s MoraMižerja
HUByeAlexKedvesem
IERyan DoleyOnly Love survives
ILMoran MazorRak bishvilo
ISEyþór Ingi GunnlaugssonÉg á líf
ITMarco MengoniL'Essenziale
LTAndrius PojavisSomething
LVPeRHere we go
MDAliona MoonO Mie
MEWho see? + Nina ŽižićIgranka
MKEsma Redžepova + Vlatko Lozanoski-Lozano Pred da se razdeni
MTGianluca BezzinaTomorrow
NLAnouk TeuuweBirds
NOMargaret BergerI feed you my Love
ROCezar OuatuIt's my Life
RSMoje 3Ljubav je svuda
RUDina GaripovaWhat if
SERobin StjernbergYou
SIHannah ManciniStraight into Love
SMValentina MonettaChrisalide
UAZlata OgnevichGravity
UKBonnie TylerBelieve in me

Oder was denkst Du?