Finn Martin: Change

Schon wieder Berlin (der Geburts- und Wohnort von Finn Martin), schon wieder Elektro, wenn auch diesmal in deutlich homöopathischen Dosen: da schien sich ein roter Faden durch die Vorentscheidung 2013 zu ziehen. Der Singer-Songwriter kann Erfahrungen mit Auftritten vor großem Publikum vorweisen: 2006 spielte er beim Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft vor mehr als einer Million Menschen am Brandenburger Tor, wie uns der NDR informierte. Außerdem war der 28jährige schon als Aufwärmer für Pink im Einsatz, aber auch schon für Glasperlenspiel. Sein Beitrag ‚Change‘ erwies sich als nett gemachtes, mitsingfreundliches Folkpopstück. Erinnerte so ein bisschen an Tom Dice auf Red Bull: anhörbar, aber harmlos.

Nein, die tolle Kulisse macht den Song auch nicht interessanter

Erschwerend hinzu kamen die meinungeresken Weltfriedensplatitüden des Songtextes und das penetrante Grinsen sowie die wirklich schlimme Frisur des Berliner Barden, für den es im Englischen den passenden, wenn auch ein wenig bösen Begriff „slappable“ gibt. Dankenswerterweise lenkte beim Liveauftritt der beunterhemdete Drummer ein wenig von dem optischen Desaster ab. Nach einem neunten Rang im Gesamtklassement und einer einwöchigen Stippvisite auf Rang 89 der Verkaufscharts dürfte es für unseren Finn jetzt wieder heißen: tingeln, was das Zeug hält. Als Anheizer für irgendjemand. Oder als Pausenact beim Regionalligaspiel.

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