Mobilée: Little Sister

Das Duisburger Sextett vereint laut NDR-Beschreibung „traditionellen Folk mit leichtem, modernen Pop“. Zum Einsatz kommen dabei so hübsch verspielte Instrumente wie die Mandoline, die Ukulele und das Banjo. Ihr Beitrag ‚Little Sister‘ gefiel mir beim ersten Hören als beschwingt-fröhliche Radionummer, die ich sogar in der Unplugged-Fassung noch mehr mochte als im fertigen Remix. Selbige akustische Version sorgte allerdings im Vorfeld für Aufregung: schon im Mai 2012 stellte die Band nämlich die Demofassung der allerdings erst seit Ende November erhältlichen Single in der TV-Sendung NachtFahrt auf dem Kabelsender iM1 vor, bei buchstabengetreuer Auslegung ein Verstoß gegen die Vorveröffentlichungsregel.

Little Sister war auch Titelsong im Film ‚Die Vampirschwestern‘

Doch der NDR als einer der Hauptzahlersender konnte die EBU überzeugen, dass sich die Band damit keinen Wettbewerbsvorteil verschaffen würde. Und so zählten Mobilée für mich zu den ernsthaften Anwärtern auf das Ticket nach Malmö. Zumal bei der Country-Affinität der Deutschen, die allerdings international nicht unbedingt im gleichen Maße geteilt wird. Doch dann kam der Live-Auftritt in Hannover, bei dem Frontfrau Caroline Wolter nicht nur aussah, als habe sie gerade Lena Meyer-Landrut verspeist, sondern auch so klang. Ob es sich nun um ein technisches Problem handelte, das dafür sorgte, dass man ihre Stimme kaum hörte, oder ob sie tatsächlich einfach keine hatte: man konnte den Fellen der Band förmlich beim Davonschwimmen zusehen.

Klassisch verkackt: live war’s eine Katastrophe

So verwundert am vorletzten Platz eigentlich nur, dass es nicht der letzte war (was aber ihrem Mittelfeldergebnis im Internetvoting geschuldet ist, und diese Abstimmung fand ja schon vor dem desaströsen Liveauftritt statt). Konsequenterweise floppte auch die Single.

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