ESC 2014: Zwei­tes Semi

2014sublogo1Noch leich­ter als die Kolleg/innen der bal­la­den­schwan­ge­ren → ers­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de am Diens­tag hat­ten es die Teilnehmer/innen des musi­ka­lisch deut­lich flot­te­ren (und inhalt­lich deut­lich ent­spann­te­ren) zwei­ten 2014er Semis am Don­ners­tag. Hier kon­kur­rier­ten näm­lich gar nur 15 Songs – bis auf Polens Hym­ne an die Schön­heit der sla­wi­schen Frau­en alle aus­schließ­lich auf Eng­lisch gesun­gen – um die zehn Plät­ze für den Sams­tag, die Chan­ce auf einen Final­ein­zug lag so bei sagen­haf­ten 66,67%. Däne­marks Nach­bar Nor­we­gen erhielt aus logis­ti­schen Grün­den einen fixen Platz in die­sem Semi, um näm­lich eine Kol­li­si­on mit den eben­falls besu­cher­star­ken Schwe­den zu ver­mei­den und die Hal­le mög­lichst gleich­mä­ßig aus­zu­las­ten. Isra­el durf­te wegen eines natio­na­len Fei­er­tags am Diens­tag erneut in die­ser Run­de star­ten. Alle ande­ren Kon­kur­ren­ten wur­den zuge­lost. Mit­ab­stim­men durf­ten neben ihnen auch Spa­ni­en, Frank­reich und – auf eige­nen Wunsch – Deutsch­land. Was bedeu­te­te, dass wir, wäre es nach dem Wil­len der Zuschauer/innen gegan­gen, unse­re vol­len Dou­ze Points an die fabel­haf­te Con­chi­ta Wurst (AT) hät­ten geben kön­nen, wie es sich gehört hät­te. Wenn uns nicht die (um mei­nen hei­li­gen Zorn in die mir mil­dest mög­li­chen Wor­te zu klei­den:) beschis­se­ne homo- und trans­pho­be Drecks­ju­ry einen Strich durch die Rech­nung gemacht hät­te und Deutsch­land so inter­na­tio­nal als eines der gesell­schaft­lich rück­stän­digs­ten Län­der West­eu­ro­pas prä­sen­tier­te. Um mit Zlat­ko (→ Vor­ent­scheid 2001) zu spre­chen: “Dan­ke, ihr Fotz­köp­pe”!

Elec­tri­fy my Hole”: Mal­ta ver­such­te es kin­ky

> Bericht von den ers­ten Pro­ben

> Bericht von den zwei­ten Pro­ben

Für Kon­tro­ver­sen in die­ser Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de sorg­te nicht nur die öster­rei­chi­sche Frau mit Bart, son­dern auch der zwei­spra­chi­ge pol­ni­sche Bei­trag ‘Sla­vic Girls’. Bei die­sem bewusst und in über­zo­gen sati­ri­scher Wei­se mit natio­na­len Kli­schees spie­len­den Song han­del­te es sich um einen der kom­mer­zi­ell erfolg­reichs­ten Hits der euro­vi­sio­nä­ren Neu­zeit, der im Vor­feld die­ses Grand Prixs auf dem gesam­ten Bal­kan die Charts und die Funk- und Fern­seh­wel­len domi­nier­te. Die in die­sem Semi abstim­mungs­be­rech­tig­ten sla­wi­schen Brü­der­na­tio­nen ver­stan­den die der mit prall geschürz­ten But­ter­mäg­den auf­war­ten­den Live-Insze­nie­rung des Bei­trags inne­woh­nen­de Iro­nie und wähl­ten die fabel­haf­te Num­mer selbst­ver­ständ­lich und völ­lig zu Recht wei­ter ins Fina­le. Wo sie dann lei­der auf hoch­gra­dig igno­ran­te, sno­bis­tisch-ver­klemm­te west­eu­ro­päi­sche Juro­ren traf, die kei­ner­lei Spaß ver­stan­den und in vor­sätz­lich falsch aus­ge­leg­ter poli­ti­scher Kor­rekt­heit die völ­lig unan­ge­brach­te Sexis­mus­kar­te zogen. Sie wer­te­ten den beim Publi­kum erfolg­rei­chen Bei­trag mit aller Gewalt ab und ver­wei­ger­ten damit den Polen exakt die Akzep­tanz, die sie doch gleich­zei­tig für die groß­ar­ti­ge Con­chi­ta ein­for­der­ten. Wun­dert sich immer noch jemand, war­um ich die Jurys aus vol­lem Her­zen has­se?

Für Sprin­ger: die Live­auf­trit­te des zwei­ten Semis 2014

> Und so war das zwei­te Semi

ESC 2. Semi­fi­na­le 2014

Euro­vi­si­on Song Con­test 2014 – Zwei­tes Semi­fi­na­le. Don­ners­tag, 8. Mai 2014, aus den B&W-Hallerne in Kopen­ha­gen, Däne­mark. 15 Teil­neh­mer, Mode­ra­ti­on: Lise Røn­ne, Niko­laj Kop­pel und Pilou Asbæk.
#LKInter­pretTitelPkt
gs
Pl
gs
Rkg
TV
Pl
TV
01MTFire­lightCom­ing home0630901614
02ILMei Fein­goldSame Heart0191402113
03NOCarl Espen Thorb­jørn­senSilent Storm0770604608
04GEThe Shin + Mari­ko Ebralid­zeThree Minu­tes to Earth0151501515
05PLDona­tan & CleoMy Sło­wia­nie0700811302
06ATCon­chi­ta WurstRise like a Phoe­nix1690114901
07LTVili­ja Matačiū­naitėAtten­ti­on0361103711
08FISof­ten­gi­neSome­thing bet­ter0970305207
09IECan-linn + Casey SmithHeart­beat0351204010
10BYTeoChees­e­ca­ke0870507206
11MKTija­na Dapče­vićTo the Sky0331302612
12CHSebal­terHun­ter of Stars0920409704
13GRFre­aky For­tu­ne + Ris­ky­KiddRise up0740708805
14SITin­ka­ra KovačRound and round0521004409
15ROPau­la Seling + Ovi­diu Cernăuţea­nuMira­cle1250211203

< Unser Song für Däne­mark

< Ers­tes Semi­fi­na­le 2014

> Fina­le 2014

 

Oder was denkst Du?