Das Gezeich­ne­te Ich

Einen win­zi­gen Bezug zum Euro­vi­si­on Song Con­test konn­te der unter dem aus einem Gedicht stam­men­den Pseud­onym Das Gezeich­ne­te Ich auf­tre­ten­de Ber­li­ner Künst­ler mit der haar­scharf auf der Gren­ze zwi­schen inter­es­sant und ner­vig spie­len­den hohen Stim­me vor­wei­sen, der laut NDR schon im Vor­pro­gramm der Pet Shop Boys sowie von Ich+Ich und a-ha spiel­te: 2010 ver­trat er Bran­den­burg bei Ste­fan Raabs natio­na­lem Grand-Prix-Rip-Off Bun­des­vi­si­on Song Con­test und beleg­te mit ‘Du, es und ich’ den fünf­ten Platz (sowie Rang 49 in den Sin­glecharts). Im Febru­ar 2014 kam sein zwei­tes Album ‘Hin­ter allen Din­gen’ raus. Die Vor­ab­sin­gle ‘Weil Du da bist’ stell­te zugleich sei­nen Vor­ent­schei­dungs­bei­trag dar. DGIs Plat­ten­fir­ma bewarb das Stück (ver­mut­lich unter Sub­stanz­ein­fluss) wie folgt: “Die sehn­süch­ti­ge Grund­me­lo­die trifft auf eine unsterb­li­che Eupho­rie im Refrain – und dann glückt das eigent­li­che Meis­ter­werk: Alles ver­schmilzt zu einem herr­li­chen Pop­song, ohne in die Bana­li­tät abzu­drif­ten”.

Zum The­ma Eupho­rie fra­gen Sie bes­ser Lore­en, aber sonst ganz nett! ‘Weil Du da bist’

Beim Vor­ent­scheid 2014 selbst glück­te das Meis­ter­werk dann lei­der nicht: Hen­ry François Fun­ke, wie DGI laut Wiki­pe­dia mit bür­ger­li­chem Namen heißt, ver­geig­te sei­nen Live­auf­tritt kläg­lich und schied bereits in der ers­ten Run­de aus. Nicht nur, dass er bei der hohen Tönen jaul­te wie ein getre­te­nes Hünd­chen – er schau­te auch so in die Kame­ras und stand, wenn er nicht gera­de an der Jugend­haus-Vari­an­te von Udo Jür­gens’ glä­ser­nem Flü­gel saß, in einer der­art gekrümm­ten Hal­tung auf der Büh­ne, als lei­de er unter Diar­rhö. Das war nicht schön mit­an­zu­schau­en – nach die­sem Auf­tritt dürf­te er sein Pseud­onym wohl umbe­nannt haben in Das vom Leben Gezeich­ne­te Ich – und noch weni­ger schön mit­an­zu­hö­ren.

Elai­za –>

3 Gedanken zu “Das Gezeich­ne­te Ich

  1. Also wenn das sein ers­ter Song ist, fin­de ich den gar nicht mal schlecht. Eigent­lich ganz gut.

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