Oceana

Zu den bekann­tes­ten Namen des 2014er Vor­ent­schei­dungs-Line-Ups gehör­te zwei­fel­los die deut­sche Soul­stim­me Oceana. Und das weit über das Hei­mat­land hin­aus: mit ihrer Debüt­sin­gle ‘Cry Cry’ gelang ihr 2009 ein Num­mer-Eins-Hit in sechs euro­päi­schen Län­dern, dar­un­ter Rumä­ni­en und Russ­land, wäh­rend es bei uns nur für Rang 52 reich­te. Im Jahr dar­auf nahm Frau Mahl­mann (so Oceanas bür­ger­li­cher Nach­na­me) gemein­sam mit Unser Star für Oslo-Schmu­se­bar­de Leon Tay­lor für Hes­sen am Bun­des­vi­si­on Song Con­test teil, erreich­te mit ‘Far away’ aber nur den 12. Platz. Mehr Erfolg hat­te sie im Nach­bar­land: beim Sopot-Fes­ti­val in Polen erhielt sie 2009 den Publi­kums­preis, noch grö­ße­re Bekannt­schaft erlang­te sie mit ihrer Teil­nah­me an der dor­ti­gen Aus­ga­be der TV-Show Let’s Dance.

 

Diese Popu­la­ri­tät gab auch den Aus­schlag, sie mit dem Titel­song zur eben­dort (sowie in der Ukrai­ne) statt­fin­den­den Fuß­ball-EM 2012 zu betrau­en: ‘End­less Sum­mer’ bal­ler­te uns dem­entspre­chend auf allen Kanä­len in Dau­er­schlei­fe ent­ge­gen und warf einen schö­nen Top-Ten-Hit ab, Oceanas bis­lang größ­ter Erfolg. Laut ARD lebt die Sän­ge­rin mitt­ler­wei­le schwer­punkt­mä­ßig in Los Ange­les, wo sie auch die bei­den für USFD vor­ge­se­he­nen Bei­trä­ge ‘Thank you’ und ‘All Night’ auf­nahm – bei­des sehr net­te Songs für die anre­gen­de Hin­ter­grund­be­schal­lung in der Cock­tail­bar, von denen jedoch lei­der nicht das Min­des­te in den Gehör­gän­gen hän­gen bleibt. Jeden­falls in mei­nen. Und anschei­nend auch nicht in denen der meis­ten ande­ren Zuschau­er: mit dem höhe­punkt­frei vor sich hin plät­schern­den ‘Thank you’ schied Frau Mahl­mann im Vor­ent­scheid bereits in der ers­ten Run­de wie­der aus. Da half auch das extrem ost­eu­ro­pa­taug­li­che Out­fit mit sil­ber­nen Fick-mich-Stie­feln und knap­pen Stan­gen­tanz-Body (in dem sie eine sehr gute Figur mach­te!) nicht wei­ter. Ich ver­mu­te aller­dings ohne­hin, dass Oceana weni­ger auf Sieg denn auf Platz spiel­te und haupt­säch­lich die pro­mi­nen­te Prä­sen­ta­ti­ons­ge­le­gen­heit nut­zen woll­te. Was auch völ­lig in Ord­nung geht, schließ­lich gab sie uns dafür unter­halt­sa­me drei Minu­ten zurück. Ger­ne wie­der!

<– Marie­Ma­rie

San­tia­no –>

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