ESC 2015: erstes Semi

2015 logo 1Wie schon im Vorjahr fochten es auch heuer lediglich 16 Länder gegeneinander aus im Kampf um einen der zehn Finalslots der ersten Qualifikationsrunde. Trotz des scheinbaren numerischen Vorteils gegenüber der → zweiten Runde am Donnerstag war das dienstägliche Semi das härtere, traten hier doch gleich sieben Länder mit starker Qualifikationsbilanz (75% oder mehr Erfolgsquote seit Einführung der Semis) an. Neben den 16 Teilnehmernationen waren auch die Zuschauer/innen in Frankreich, Spanien, Wildcard-Inhaber Australien und im Gastgeberland Österreich abstimmungsberechtigt. Die ARD übertrug live auf gleich drei ihrer Spartenkanäle, nämlich dem Parlamentsfernsehen Phoenix, dem mittlerweile eingestellten EinsPlus (mit Gebärdendolmetscher) und EinsFestival (jetzt One, mit Facebook-Splitscreen). Die Startreihenfolge wurde nach dramaturgischen Gesichtspunkten ausgewählt, um die Zuschauer mit strategisch platzierten Pop-Perlen zwischendrin immer wieder aufzuwecken, wenn der massiv vertretene Midtemposeich seine einschläfernde Wirkung entfaltet hatte.

Die volle Dröhnung: alle 16 Songs in voller Länge, in Startreihenfolge

Der ausrichtende ORF gab sich erkennbar Mühe, die hoch professionell und mit Herzblut aufgezogene Veranstaltung durch die Einbindung der stets präsenten Conchita Wurst (die in Wien selbst die Stadtbahn-Haltestelle „Stadthalle“ ansagte), der schwarzen Moderatorin Arabella Kiesbauer und der Bewerbung als „Green Event“ mit Ökostrom-Versorgung als gesellschaftspolitisch relevant zu positionieren. Leider machten ihnen die erzkonservativen und, ich kann es nicht anders sagen, völlig verblödeten Juroren dabei einen dicken Strich durch die Rechnung, in dem sie die finnischen Punks PKN, eine Band aus mental gehandicappten Männern, mit ihrem erfrischend un-mainstreamigen und mit weniger als 90 Sekunden gnadenvoll kurzen Song mit aller Gewalt auf den letzten Platz in diesem Semifinale heruntervoteten und somit vor den Samstagszuschauern versteckten. Die – wie stets – geschmackssichereren und verantwortungsbewussteren Zuschauer/innen hätten sie ins Finale durchgewunken und so ein Zeichen der Inklusion gesetzt.

Für Genießer natürlich nur am Stück und nicht in Scheiben: das komplette erste Semifinale in voller Länge

> Bericht von den Proben (einschließlich Wertung und Vorhersage)

> Und so war das erste Semi

ESC 1. Semifinale 2015

Eurovision Song Contest 2015 - Erstes Semifinale. Dienstag, 19. Mai 2015, aus der Stadthalle in Wien, Österreich. 16 Teilnehmer, Moderation: Mirjam Weichselbraun, Alice Tumler und Arabella Kiesbauer.
#LKInterpretTitelPkt
gs
Pl
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Pkt
TV
Pl
TV
1MDEduard RomanyutaI want your Love0411104812
2AMGenealogyFace the Shadow0770709006
3BELoïc NottetRhythm inside1490212403
4NLTrijntje OosterhuisWalk along0331402314
5FIPertti Kurikan NimipäivätAina mun pitää0131605510
6GRMaría-Elena KyriákouOne last Breath0810606109
7EEElina Born + Stig RästaGoodbye to Yesterday1050313602
8MKDaniel KajmakoskiAutumn Leaves0281502216
9RSBojana StamenovBeauty never lies0630908607
10HUBoglárka 'Boggie' CsemerWars for Nothing0670805011
11BYUzari + MaimunaTime0391203213
12RUPolina GagarinaA Million Voices1820115101
13DKAnti Social MediaThe Way you are0331302315
14ALElhaida DaniI'm alive0621006608
15ROVoltajDe la capat (All over again)0890509605
16GENina SublattiWarrior0980409704

< Unser Song für Österreich

> Zweites Semifinale 2015

> Finale 2015

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