ESC 2015: zwei­tes Semi

2015 logo 2Wie bereits im Vor­jahr muss­te das zwei­te Semi­fi­na­le 2015 am Don­ners­tag in einem mathe­ma­ti­schen Oxy­morom als das mit der unge­ra­den Teil­neh­mer­zahl her­hal­ten: 17 Län­der kämpf­ten hier um einen der zehn Final­plät­ze am Sams­tag. Bedau­er­li­cher­wei­se trenn­te das Los­glück die bei­den sin­gen­den Krie­ge­rin­nen aus Geor­gi­en (1. Semi) und Mal­ta auf ver­schie­de­ne Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den auf, so dass es zu kei­nem direk­ten Duell kam. Im don­ners­täg­li­chen Semi durf­ten auch wir mit­stim­men (Live­über­tra­gung auf Phoe­nix, Eins­Plus und Eins­Fes­ti­val), dane­ben Ita­li­en, Groß­bri­tan­ni­en und sei­ne ehe­ma­li­ge Sträf­lings­ko­lo­nie Aus­tra­li­en (sowie natür­lich die 17 Teil­neh­mer­län­der). Die Start­rei­hen­fol­ge wur­de auch hier nach dra­ma­tur­gi­schen Gesichts­punk­ten fest­ge­legt, aller­dings ent­schied man sich beim ORF aus schie­rer Mate­ri­al­not zu einer sie­ben Songs lan­gen Bal­la­den­bal­lung in der ers­ten Hälf­te des Semis – stim­mungs­auf­hel­len­de Sub­stan­zen und hohe Dosen kof­fe­in­hal­ti­ger Geträn­ke waren dem Zuschau­er hier drin­gend ange­ra­ten!

Für Hart-im-Neh­men-Sei­er: alle Songs in vol­ler Län­ge (Start­rei­hen­fol­ge)

Homo­so­li­da­risch zeig­te sich das litaui­sche Hete­ro-San­ge­s­pär­chen Moni­ka Lin­ky­te und Vai­das Baumi­la, die beim hei­mi­schen Vor­ent­scheid zunächst solo ange­tre­ten waren, auf­grund der stim­men­den Che­mie zwi­schen bei­den dann vom Sen­der für die Euro­vi­si­on aber qua­si zwangs­ver­hei­ra­tet wur­den. Sie unter­bra­chen ihr pos­sier­li­ches Lie­bes­lied­chen ‘This Time’ mit­ten­drin für einen kur­zen (trotz des offen­sicht­li­chen Sta­gings sogar ver­hält­nis­mä­ßig authen­ti­schen) Kuss, wäh­rend sich ihre Backings gleich­zei­tig zu zwei jeweils gleich­ge­schlecht­li­chen Pär­chen zusam­men­fan­den und eben­falls die Lip­pen zur inti­men Lie­bes­be­kun­dung schürz­ten. Sehr schö­ne Idee! Wie schon im ers­ten Semi fand sich auch am Don­ners­tag ein Act mit Han­di­cap-Hin­ter­grund: die seit einem Auto­un­fall im Roll­stuhl sit­zen­de Polin Moni­ka Kuszyńs­ka nutz­te im Gegen­satz zu den coo­len fin­ni­schen Punks durch das stän­di­ge Ein­spie­len von Film­auf­nah­men, die sie im noch geh­fä­hi­gen Zustand zeig­ten, aber scham­los den Mit­leids­bo­nus aus und konn­te ihre uner­träg­lich seicht-süß­li­che Kitsch­bal­la­de ‘In the Name of Love’ trotz kräch­zen­den Gesangs sicher ins Fina­le ret­ten.

Für Voll­wert­köst­ler: das kom­plet­te zwei­te Semi­fi­na­le am Stück

> Bericht von den Pro­ben fürs zwei­te Semi

> Und so war das zwei­te Semi

ESC 2. Semi­fi­na­le 2015

Euro­vi­si­on Song Con­test 2015 – Zwei­tes Semi­fi­na­le. Don­ners­tag, 21. Mai 2015, aus der Stadt­hal­le in Wien, Öster­reich. 17 Teil­neh­mer, Mode­ra­ti­on: Mir­jam Weich­sel­braun, Ali­ce Tum­ler und Ara­bel­la Kies­bau­er.
#LKInter­pretTitelPkt
gs
Pl
gs
Rkg
TV
Pl
TV
1LTMoni­ka Lin­ky­tė + Vai­das Baumi­laThis Time0670709806
2IEMol­ly Ster­lingPlay­ing with Num­bers0351201416
3SMAni­ta Simon­ci­ni + Miche­le Per­ni­o­laChain of Lights0111601615
4MENen­ad ‘Knez’ Kneže­vićAdio0570905809
5MTAmber Bon­dinWar­ri­or0431103212
6NOMør­land + Debrah Scar­lettA Mons­ter like me1230410405
7PTLeo­nor And­ra­deHá um Mar que nos sepe­ra0191402413
8CZMar­ta Jan­do­vá + Václav ‘Noid’ Bár­taHope never dies0331305110
9ILNadav GuedjGol­den Boy1510315702
10LVAmi­na­ta Sava­do­goLove injec­ted1550211603
11AZElnur Husey­n­ovHour of the Wolf0531003711
12ISMaría Ólafs­dót­tirUnbro­ken0141502114
13SEMåns ZelmerlöwHeroes2170119501
14CHMéla­nie RéneTime to shi­ne0041700617
15CYGian­nis Kara­gi­an­nisOne Thing I should have done0870608008
16SIMar­aa­yaHere for you0920509507
17PLMoni­ka Kuszyńs­kaIn the Name of Love0570811404

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