Mrs. Greenbird

Seit ihrem Sieg in der Castingshow X-Factor im November 2012 gehörte das Kölner Folkduo Mrs. Greenbird zu den von Grand-Prix-Fans Jahr für Jahr gebetsmühlenartig für die deutsche Vorentscheidung Herbeigewünschten. Nachdem ihr 2014 veröffentlichtes Nachfolgewerk zum eigenbetitelten Nummer-Eins-Debütalbum, ‚Postcards‘, nicht mehr ganz so sensationell einschlug wie der vergoldete Erstling (mehr als ein mauer Rang 47 in den Album-Charts war bislang nicht drin), war es nun soweit: mit ‚Shine, Shine, Shine‘, der aktuellen Singleauskoppelung, wollten die Beiden die Karriere via Eurovisionsteilnahme wieder auffrischen. Auch der überraschende Erfolg des niederländischen Countryduos The Common Linnets (NL 2014), mit denen Mrs. Greenbird unter anderem die Vorliebe für ornithologische Namensgebung teilen, könnte ein Ansporn gewesen sein, es mit der lieblich plätschernden Folkballade zu versuchen.

Ein Uh-huh-huh ist genau so gut wie ein La-la-la: Mrs. Greenbird

Und da es auf Songs mit dem Wort ‚Shine‘ im Titel beim Eurovision Song Contest mittlerweile Mengenrabatt gibt, hatten die Nordrhein-Westfalen noch ein zweites Lied vorbereitet, das dann aber nicht mehr zum Einsatz kam. Denn überraschend war für das Duo bereits nach der ersten Runde Schluss. Möglicherweise lag es an der unglücklichen Klamottenwahl, die davon Zeugnis ablegte, dass sie es im Altkleidercontainer vor der örtlichen Waldorfschule versucht hatten: kribbelbuntes Zeug, das so in den Augen weh tat, dass man kaum mehr auf den Song achtete. Wer sich den Song daher blind anhörte, fühlte sich vielleicht doch einen Tick zu sehr an die Holländer erinnert. Aus der Karriereauffrischung dürfte nun also eher nichts werden.

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2 Gedanken zu “Mrs. Greenbird

  1. Tja, das ist würde wohl international wie ein viel zu offensichtlicher Common Linnets-Klon wirken, um beim ECS irgendeinen Blumentopf zu gewinnen.

  2. Zum Gähhhnen ödeee, aber sehr gute Wahl im Bezug darauf mit Shine Shine Shine dann 90% zu 10% der Anrufer auf einen Song zu bekommen 😉
    Bei Fahrenhaidt findet ich den zweiten Song „Mother Earth“ auch nicht schlecht vorallem der Titel vermittelt so eine Botschaft mt der man in Europa auch punkten könnte. Ich will jetzt endlich die Songs vom Kümmert hörennnn! Ob da was dabei ist oder ob wir uns mit dem ein Song schlechter wie der andere den schlechtesten raus fischen müssen.

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