ESC 2016: erstes Semi

esc2016logo218 Länder kämpften 2016 in der ersten Qualifikationsrunde am Dienstag um einen der zehn Startplätze im samstäglichen Finale. Darunter befanden sich vier mit einer bis dato hundertprozentigen Qualifikationsrate, nämlich Aserbaidschan, Bosnien, Griechenland sowie Russland, das mit Sergey Lazarev einen seiner größten Stars schickte und als Sieg-Aspirant zumindest dieser Vorrunde, wenn nicht gar des ganzen Wettbewerbs galt. Mit Armenien und Island kamen zwei weitere wettbewerbsstarke Länder hinzu, die seit der Einführung der Semis nur jeweils einmal scheiterten. Auch Estland, Finnland, Moldawien und Ungarn konnten sich seit 2008 in deutlich mehr als der Hälfte ihrer Teilnahmen qualifizieren. Womit die zur Verfügung stehenden Slots schon belegt gewesen wären, weswegen diese Qualifikationsrunde unter Fans als das Blutbad-Semi galt. Ein schlechtes Omen also für Österreich und die Niederlande, die auf unsere Nachbarschaftshilfe verzichten mussten, da der NDR sich im Vorfeld ausbedungen hatte, dass Deutschland im zweiten Semifinale mitvotiert. In dieser Runde stimmten neben den 18 Teilnehmerländern auch Frankreich, Spanien und Schweden mit ab. Mit Greta Salomé (→ IS 2012), Deen (→ BA 2004) und Ira Losco (→ MT 2002) gingen gleich drei Rückkehrer/innen an den Start. Die schwangere Malteserin, die einen Ruf zu verlieren hatte (Platz 2), tauschte sogar eigens den im Vorentscheid gewählten Song aus, weil er ihr zu schwach erschien. Ihr aktueller Beitrag ‚Walking on Water‘ schien zumindest den für die Startreihenfolge zuständigen SVT-Verantwortlichen Christer Björkman (SE 1992) dermaßen zu überzeugen, dass er ihm den punkteträchtigen letzten Startplatz in diesem Semi zuschusterte.

Die Playlist mit allen Vorschauvideos des ersten Semis 2016

Die ersten Probendurchläufe offenbarten dann stimmliche Schwächen bei den Sängerinnen aus Moldawien und Aserbaidschan, Barbara-Dex-würdige Kleiderfehlgriffe aus Finnland und Kroatien sowie ein neues Niveau der eurovisionären Technik-Messlatte bei den Beiträgen Russlands und Armeniens.

Die Probenvideos des ersten Semifinales 2016

Im Semi selbst konnten sich die Beiträge aus Malta und den Niederlanden dann sehr überraschend doch durchsetzen, während die fantastischen Gesamtkunstwerke aus Griechenland und dem nach dreijähriger Pause erstmalig zurückgekehrten Bosnien, die beide auf ihre Weise das derzeitige Flüchtlingselend thematisierten, unfassbarerweise scheiterten. Schande über Europa! Skandale über das Onlinestreaming der russischen Juryabstimmung und das Herzeigen der Flagge des umstrittenen Bergkarabach durch die armenische Vertreterin Iveta Mukuchyan überschatteten das vom schwedischen Sender hervorragend vorbereitete und moderierte Event.

Die Livedarbietungen des ersten Semifinales 2016

aufrechtgehn.de-Wertung und Vorhersage für das 1. Semifinale 2016

Eurovision Song Contest 2016 - Erstes Semifinale. Dienstag, 10. Mai 2016, aus dem Globen in Stockholm, Schweden. 18 Teilnehmer, Moderation: Petra Mede + Måns Zelmerlöw. (Stand der Vorhersage: 05.05.2016)
#LandInterpretTitela: Platza: TippErgebnis
01FISandhja KuivalainenSing it away111515
02GRArgoUtopian Land010916
03MDLidia IsacFalling Stars131717
04HUFreddiePioneer050304
05HRNina KraljićLighthouse151110
06NLDouwe Bob PosthumaSlow down180805
07AMIveta MukuchyanLoveWave140202
08SMSerhat HacıpaşalıoğluI didn't know041612
09RUSergey LazarevYou are the only One020101
10CZGabriela GunčíkováI stand080409
11CYMinus OneAlter Ego070508
12ATZoë StraubLoin d'ici060707
13EEJüri PootsmannPlay091418
14AZSəmra RəhimliMiracle161006
15MEHighwayThe real Thing121813
16ISGreta Salóme StefánsdóttirHear them calling101314
17BADeen + Dalal Midhat TalakićLjubav je030611
18MTIra LoscoWalk on Water171203

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