Por­tu­gal 2018: O Jar­dim

Ein Power­puff­girl und das Miche­lin­mäd­chen beim por­tu­gie­si­schen FdC.

08. Cláu­dia Pas­co­al – O Jar­dim (Im Gar­ten)

In zwei Sät­zen: Eine fra­gil dahin­ge­hauch­te Ode an die ver­stor­be­ne Groß­mutter (offi­zi­ell) bzw. Liebs­te, natür­lich in Lan­des­spra­che: beflü­gelt durch Sal­va­dors Sen­sa­ti­ons­er­folg, geben uns die dies­jäh­ri­gen Gast­ge­ber eine vol­le Packung ihrer lan­des­ty­pi­schen kul­tu­rel­len Spe­zia­li­tät, der kar­gen Fad­heit. Eine klu­ge Wahl: das bewahrt das klam­me Land vor einem Dop­pel­sieg, lässt es aber in berech­tig­tem natio­na­len Stolz erstrah­len.

Ein μ pep­pi­ger als die Live-Ver­si­on: die Stu­dio­fas­sung von ‘O Jar­dim’.

Insze­nie­rung: Kein Bar­ho­cker, kei­ne Zwang­ja­cke: im Gegen­satz zum por­tu­gie­si­schen Fes­ti­val da Cançaõ steht die Kom­po­nis­tin und Zweit­stim­me Isau­ra nun bis zu ihrem Ein­satz im Refrain im Dun­keln. Auch sonst gibt es kei­ne Ablen­kungs­ef­fek­te von der – je nach Geschmack – stil­len Schön­heit oder töd­li­chen Lan­ge­wei­le des Heim­bei­trags.

aufrechtgehn.de-Erstwertung: ♥ 1 von 5 Her­zen.

Vor­her­sa­ge: Platz 20. Zwei Her­zen schla­gen, ach, in mei­ner Brust: natür­lich ist da nichts als pure Lie­be, Sym­pa­thie und Respekt für die scheue Cláu­dia und ihre herz­er­grei­fen­de Femmage. Ande­rer­seits fan­ge ich offen gestan­den nach 15 Sekun­den an, mich zu lang­wei­len. Dan­kens­wer­ter­wei­se gibt es ein paar Men­schen mit stär­ker aus­ge­präg­ter Geduld, die sich für die kar­ge Schön­heit die­ses Lie­des öff­nen kön­nen, und die meis­ten von ihnen sit­zen ver­mut­lich in den Län­der­ju­rys. Das soll­te die Gast­ge­ber davor bewah­ren, es den Mak­e­Makes nach­zu­tun.

Ergeb­nis: Tat es nicht. Platz 26.

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