Mol­da­wi­en 2018: My lucky Day

Vor Lis­sa­bon gehen wir aber bit­te mal mit ein wenig Essig­was­ser und einem Lap­pen über das mobi­le Spie­gel­ka­bi­nett!

07. DoRe­Dos – My lucky Day (Mein Glücks­tag)

In zwei Sät­zen: Ein dezent bal­ka­ni­sier­ter, super­cam­per Dis­co-Trash-Schla­ger aus der Feder des rus­si­schen Ralph Sie­gel, eine mit mili­tä­ri­schem Drill exe­ku­tier­te, offen­sicht­lich mona­te­lang ein­ge­üb­te Syn­chrontanz­dar­bie­tung sowie das nied­lichs­te sin­gen­de Bär­chen, das beim Grand Prix jemals auf der Büh­ne stand: Russ­land zieht mit sei­nem unter trans­nis­tri­scher Tarn­flag­ge segeln­den Zweit­bei­trag wirk­lich alle Regis­ter. I like a lot!

Insze­nie­rung: So lang­sam läuft das klei­ne Mol­da­wi­en den Ukrai­nern den Rang als füh­ren­de Nati­on in Sachen ESC-Büh­nen­show ab! Die Tanz­schrit­te von Do, Re und Dos sit­zen so sicher wie eh und je, die rol­len­den Spie­gel vom Vor­ent­scheid wur­den jedoch gegen eine gigan­ti­sche Kal­lax-Schrank­wand und drei Dop­pel­gän­ger aus­ge­tauscht, die den Spaß­bei­trag mit aller­lei lus­ti­gem Slap­stick visu­ell wei­ter auf­pep­pen. Ganz gro­ßes Grand-Prix-Kino!

aufrechtgehn.de-Erstwertung: 12 Punk­te. Mei­ne Sie­ger in die­sem Semi (und, was das Bär­chen betrifft, mein künf­ti­ger Ehe­mann, auch wenn er das noch nicht weiß).

Final­chan­cen: Mit der bei den Pro­ben in Lis­sa­bon gezeig­ten Insze­nie­rung, die sehr geschickt sub­ti­le Anlei­hen bei ‘My Num­ber One’ (GR 2005) und ‘Sha­dy Lady’ (UA 2008) nimmt und die Men­schen in Ost­eu­ro­pa genau so anspricht wie die im Wes­ten, ist der mol­da­wi­sche Bei­trag vom siche­ren Fina­lis­ten (und Publi­kums­sie­ger die­ser Run­de) zum nicht mehr län­ger aus­zu­schlie­ßen­den Thron­an­wär­ter auf­ge­stie­gen. Fan­tastic!

Ergeb­nis: qua­li­fi­ziert.

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