Mon­te­ne­gro 2018: Inje

16. Van­ja Rado­va­no­vić – Inje (Rau­reif)

In zwei Sät­zen: Von der eins­ti­gen euro­vi­sio­nä­ren Inno­va­ti­ons­kraft Maze­do­ni­ens ist heu­er nicht viel zu ver­spü­ren: der Hotel­pa­ge Van­ja, der für sei­ne Ohren hof­fent­lich den Segel­flug­schein besitzt, kommt uns mit einer vor­schrifts­mä­ßig kon­stru­ier­ten, klas­si­schen Bal­kan­bal­la­de. Und die ist, wie alle Bal­kan­bal­la­den, natür­lich schmacht­schön – aber man hat das alles schon mal ein­drück­li­cher gehört.

Van­ja im Win­ter­wald: der Video­clip.

Insze­nie­rung: Auch die ESC-Cho­reo­gra­fie folgt dem Lehr­buch für Bal­kan­bal­la­den. Van­ja steht inmit­ten von vier weiß­ge­klei­de­ten Wal­kü­ren, die spar­sa­me, aber dra­ma­ti­sche Hand­be­we­gun­gen voll­füh­ren, ein wenig umher­schrei­ten und sich gegen­sei­tig an die Schul­ter fas­sen. Und nein, das ist kein Euphe­mis­mus im Wendehals’schen Sin­ne. Van­jas Wes­te scheint aus der Moje-3-Mode­schu­le zu stam­men: ein wei­te­rer Anwär­ter für den Bar­ba­ra-Dex-Award.

Modisch mutig: Van­ja in tür­ki­ser Luft­pols­ter­fo­lie.

aufrechtgehn.de-Erstwertung: 6 Punk­te. Mein Rang 5 in die­sem Semi.

Final­chan­cen: Nope, nicht die gerings­te Chan­ce für den schmäch­ti­gen Schwarz­ge­birgler. Die Stim­men der Bal­kan­bal­la­den­freun­de sam­melt Ser­bi­en bereits ein.

Ergeb­nis: nicht qua­li­fi­ziert.

< 15 Schwe­den

17 Slo­we­ni­en >