Weit über fünfzig Jahre existiert er nun schon, der Eurovision Song Contest. Etliche Metamorphosen durchlebte er in dieser Zeit, vom festlich-getragenen Staatsakt der gediegenen Unterhaltung über eine leider all zu kurze Hochphase als Königsmacher des Pop bis hin zum Trash-Event mit Musik, die niemand mehr hören wollte und Acts, die niemand mehr sehen wollte. Und, dank der tatkräftigen Hilfe von Guildo Horn und mutigen, unter Federführung von Jürgen Meier-Beer vom NDR durchgesetzten Reformen, wieder zurück zur jährlichen Leistungsschau der paneuropäischen Populärkultur in all ihren Ausprägungen. Geliebt, gehasst, belächelt, oft missverstanden – und mit aller Leidenschaft (und Leidensbereitschaft) verfolgt von einem Heer glühender Fans. So wie ich einer bin. Vertrauen Sie sich mir also ruhig an für eine kurze, und wie ich hoffe, unterhaltsame Reise durch die Jahrzehnte.