WechÂselÂvolÂle ZeiÂten durchÂlebÂte unÂterÂdesÂsen Grand-Prix-Deutschland: auf HöÂhenÂflüÂge mit RaabÂschem Pop folgÂten AbÂstürÂze mit SieÂgelÂscher SeÂnioÂrenÂdisÂco; auf starÂgeÂspickÂte VorÂentÂscheiÂdunÂgen folgÂten ResÂteÂverÂwerÂtungsÂramÂpen der MuÂsikÂinÂdusÂtrie und glamouröse ReÂtro-GaÂlas, die man leiÂder so lange verÂlänÂgerÂte, bis sie fad schmeckÂten. A proÂpos fad: auf die BlaÂmaÂge von BelÂgrad mit den No AnÂgels reÂagierÂte die ARD zuÂnächst kopfÂlos und dann mit KaÂpiÂtuÂlaÂtiÂon: man überÂgab die FeÂderÂfühÂrung an SteÂfan Raab. Und der fand, gleich beim ersÂten VerÂsuch, mit der tolÂlen Lena MeyÂer-LandÂrut unÂseÂre neue EuÂroÂviÂsiÂonsÂköÂniÂgin. Die mit ‘SaÂtelÂliÂte’ aus dem Stand, ohne spekÂtaÂkuÂläÂre Show, GimÂmicks oder TrickÂkleid, geÂwann. Nur mit ihrer frisch-freÂchen AusÂstrahÂlung und einem einÂgänÂgiÂgen, gut produzierten PopÂsong. Mit StaatsÂehÂren wurde sie in HanÂnoÂver empÂfanÂgen, das Erste schob SonÂderÂsenÂdung um SondersenÂdung ins ProÂgramm (das gab es 1982 bei NiÂcoÂle nicht) und das Land befand sich im kolÂlekÂtiÂven GlücksÂrausch. Dass ich das noch erÂleÂben durfÂte!
Leck mich am Arsch, war das geil!
2011 dann glänzÂte DeutschÂland als AusÂrichÂter, in dem es die HerausforderunÂgen der Show an OrÂgaÂniÂsaÂtiÂon, AusÂstatÂtung und RahÂmenÂproÂgramm ernst nahm, sich bei der PräÂsenÂtaÂtiÂon aber herrlich entÂspannt und selbstÂiroÂnisch zeigÂte. Nicht zuÂletzt durch SteÂfan Raabs unschlagbaren ErÂöffÂnungsÂact mit den 42 Lenas und die granÂdioÂse MoÂderaÂtiÂon Anke EnÂgelÂkes, die mit wenigen, aber wohl gewählten Worten der Solidarität während der deutschen Punktevergabe des im semidiktatorisch regierten Aserbaidschan ausgetragenen 2012er Contests die Würde auch dieses politisch umstrittenen Jahrgangs zu retten wußte. Die Rückkehr des Wettbewerbs zu moderat zeitgeistiger Popmusik, an der schwedische Komponisten weit über deren Landesgrenzen einen immer größeren Anteil haben, schlägt sich unterdessen sowohl in hohen Chartnotierungen der Grand-Prix-Beiträge als auch in einer breiten medialen Beachtung des Contests und stabil hohen Zuschauerzahlen nieder. Gerade in Zeiten der Eurokrise eine gute Nachricht für die immens teure TV-Show.
“Europe is watching you”: Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker!
Und nun bliÂcken wir geÂbannt in die ZuÂkunft und schauÂen, was uns der ConÂtest noch an FreuÂde, Ärger, Spaß, DisÂkusÂsiÂon, VerÂgnüÂgen, Leid, an ErÂgreiÂfenÂdem, LusÂtiÂgem, LangÂweiÂliÂgem, UnÂterÂhaltÂsaÂmem, SchöÂnem – schlichtÂweg: an UnÂterÂhalÂtung brinÂgen wird! Ich hoffe, unÂseÂre kleiÂne Reise durch die EuÂroÂviÂsiÂonsÂjahrÂzehnÂte hat Ihnen ein bissÂchen Spaß geÂmacht und beÂdanÂke mich, dass Sie dabei waren und bis hierÂhin durchÂgeÂhalÂten haben. Falls Sie Lust auf mehr beÂkomÂmen haben sollÂten: ausÂführÂliÂche ArÂtiÂkel zu jedem einÂzelÂnen EuÂroÂviÂsiÂonsÂjahr, soÂwohl zum Grand Prix als auch zur deutÂschen VorÂentÂscheiÂdung, finden Sie hier unter den jeweiligen Logos verborgen. In der historischen Abteilung finden sich auch ViÂdeÂos mit zahlÂloÂsen, wunÂderÂschöÂnen wie wunÂderÂschön schreckÂliÂchen ConÂtestÂperÂlen. Wenn Sie mögen, schauÂen Sie einÂmal rein. Es würde mich freuÂen!










