In seiner jüngst erschienenen Autobiografie “My Life, my Way” gibt der bislang eher als christliche Klemmschwester aufgefallene, zweimalige britische Eurovisionsvertreter Cliff Richard erstaunliche schwulenpolitische Statements ab: “Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind ein gutes Beispiel dafür, wie die Welt sich weiterentwickelt hat. Ich glaube, dass die Kirche das erkennen und einlenken sollte,” so zitiert die Zeitschrift gab den 67jährigen Poptitanen in ihrer Oktoberausgabe. Er selbst bleibt jedoch beim bisherigen Eiertanz: zwar spricht er auch erstmals über seine Beziehung zu seinem langjährigen “Lebensgefährten” John McElynn (einem ehemaligen Priester), doch ein eindeutiges Bekenntnis kommt ihm weiterhin nicht über die Lippen.
http://youtu.be/bPoCRH2-ws4
He just doesn’t have the Heart to tell us
“Ich habe diese ewigen Spekulationen um meine Sexualität satt. Das geht niemanden etwas an. Und ich glaube, meine Fans interessiert das auch nicht,” schreibt der von der Queen für seine Verdienste um die britische Popmusik zum Ritter geschlagene Sänger in seinem Buch und legt so auch gleich die Motivation für sein Versteckspiel offen: die Sorge um sinkende Plattenumsätze nämlich. Gleichzeitig erzählt er über seine langjährige Beziehung zum ehemaligen Priester John McElynn: “Wir haben eine enge Freundschaft. Er ist mein Lebensgefährte geworden, und das ist großartig, denn ich möchte nicht alleine leben.” Klingt nicht unbedingt nach einer asexuellen Männerfreundschaft, aber auch nicht nach einem unzweideutigen Coming Out. Aber das brauchte bei anderen englischen Popstars wie George Michael, Freddie Mercury oder Elton John ja auch seine Zeit…
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