1950 gründete sich die Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Europas, die European Broadcasting Union (EBU). Neben der technischen Zusammenarbeit der (seinerzeit noch ausschließlich) staatlichen TV-Anstalten und der Unterhaltung eines gemeinsamen Nachrichtenpools stellte die Popularisierung des neuen Mediums Fernsehen einer der Hauptaufgaben der EBU dar. Denn noch zum Ende dieses Jahrzehntes besaßen, heute kaum noch vorstellbar, weniger als 10% aller Haushalte überhaupt eine Flimmerkiste.
Technisch haperte es, aber Welthits brachte der Grand Prix schon hervor! (IT 1958)
Der Schweizer Marcel Bezençon hatte die Idee: ein Gesangswettbewerb nach dem Vorbild des italienischen San-Remo-Festivals, bei dem nach offizieller Lesart Komponisten gegeneinander antraten, in Wahrheit aber natürlich unter dem Deckmäntelchen der europäischen Einigung Sänger um die Ehre des eigenen Landes kämpften, sollte ab 1956 erstmalig die unterhaltungswilligen Massen anlocken. Was dann auch zunehmend funktionierte. Allerdings legten die TV-Verantwortlichen der Anfangsjahre sehr viel Wert auf “anspruchsvolle” Kost. Was vor allem bedeutete, alle amerikanischen Pop-Einflüsse außen vor zu lassen. Festliche Roben, Tanzverbot und getragene Balladen: daraus bestand das Programm des Eurovision Song Contest in den Fünfzigern.
![]() Die Winselstute Deutsche Vorentscheidung 1956 | ![]() Das Jahr des Anfangs Eurovision Song Contest 1956 |
![]() Das Fräulein vom Amt Deutsche Vorentscheidung 1957 | ![]() Das Jahr der Zunge Eurovision Song Contest 1957 |
![]() Die DJane Deutsche Vorentscheidung 1958 | ![]() 1958: Das Jahr des Déjà vu Eurovision Song Contest 1958 |
![]() 1959: Das Jahr der Revuen Eurovision Song Contest 1959 |







