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	<description>Liebevoll bösartige Betrachtungen über den Eurovision Song Contest.</description>
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		<title>Türkei: Love my back (TR 2012)</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 19:14:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Heute Abend präsentierte der türkische Vertreter Can (gesprochen Jan Dschan) Bonomo erstmals seinen (selbst geschriebenen) Beitrag für Baku. &#8216;Love me back&#8217; heißt der, ist also auf Englisch. Und ein Mischmasch aus balkanisch-orientalischen Klängen, fröhlichen &#8220;Na na na&#8221;s und einer etwas &#8230; <a href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/02/tuerkei-love-my-back-tr-2012/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute Abend präsentierte der türkische <a title="Can Bonomo für die Türkei" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/01/can-bonomo-fuer-die-tuerkei/">Vertreter</a> <strong>Can</strong> (gesprochen <del>Jan</del> Dschan) <strong>Bonomo</strong> erstmals seinen (selbst geschriebenen) Beitrag für Baku. <em>&#8216;Love me back&#8217;</em> heißt der, ist also auf Englisch. Und ein Mischmasch aus balkanisch-orientalischen Klängen, fröhlichen <em>&#8220;Na na na&#8221;</em>s und einer etwas wirren, hektischen Melodie. Vorgetragen von einem fröhlichen, ein bisschen aufgezogen wirkenden Charmebolzen, der davon singt, zurückgeliebt werden zu wollen, wenn er schon sein Schlachtschiff versenkt. Da brauchst Du Dir in Baku ganz sicher keine Sorgen drum zu machen, Can! Ob die schräge Nummer nicht ein bisschen zu off produziert ist, um beim breiten Publikum wirklich anzukommen, ist noch die Frage. Keine Frage hingegen, dass ich das türkische Fernsehen nach dem letztjährigen, eher altbackenen Sicherheits-Rock für diesen vergleichsweise frischen und mutigen Beitrag mal wieder auf das Höchste loben muss!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/37257811" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe><br />
<em>Dreh Dich im Kreisel der Zeit: der knuffige Can</em></p>
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		<title>Isch möschte das nicht! (GE 2012)</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 18:08:19 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Georgien]]></category>

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		<description><![CDATA[Georgien hat heute den Begriff &#8220;Comedybeitrag&#8221; neu definiert. Das bislang hauptsächlich für seine Sophos bekannte Kaukasusland schickt einen mit hängenden Hosenträgern, Stripperfliege und Micky-Maus-Handschuhen bekleideten Grottenolm nach Baku, der von sich behauptet: &#8216;I&#8217;m a Jocker&#8217;. Ja, ganz recht, mit &#8220;ck&#8221;. &#8230; <a href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/02/isch-moeschte-das-nicht-ge-2012/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Georgien hat heute den Begriff <em>&#8220;Comedybeitrag&#8221;</em> neu definiert. Das bislang hauptsächlich für seine <strong>Sopho</strong>s bekannte Kaukasusland schickt einen mit hängenden Hosenträgern, Stripperfliege und Micky-Maus-Handschuhen bekleideten Grottenolm nach Baku, der von sich behauptet: <em>&#8216;I&#8217;m a Jocker&#8217;</em>. Ja, ganz recht, mit <em>&#8220;ck&#8221;</em>. <sup>[<a href="#isch-moeschte-das-nicht-ge-2012-n-1" class="footnoted" id="to-isch-moeschte-das-nicht-ge-2012-n-1">1</a>]</sup>Er reimt das mit vielen anderen Zuschreibungen wie <em>&#8220;Rocker&#8221;</em>, aber auch <em>&#8220;Stalker&#8221;</em>, und genau so sieht er auch aus. Man kann diese Nummer mit Worten nicht beschreiben, sondern muss sie mit eigenen Augen sehen, um einen Eindruck ihrer völligen Unfasslichkeit zu gewinnen. Daher hier, auf eigene Gefahr und ohne weitere einleitenden Worte: <strong>Anri Jokhadze</strong>!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/37059231" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe><br />
<em>Horst Schlämmer ist ein Sexgott gegen ihn: Anri</em></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-4371"></span>Der Sieg des unglaublich schlechten Komikers passt wie die Faust aufs Auge der georgischen Eurovisionsvorentscheidung, die in weiten Teilen den Eindruck einer Offenen Bühne erweckte, bei der jeder auftreten durfte, der an diesem Sonntagnachmittag den Weg in das wohnzimmergroße Studio fand. Anris Konkurrenz bestand fast ausschließlich aus Hardrockbands unterschiedlicher stilistischer Ausrichtung und Güte, von denen die reine Mädelskappelle <strong>Vanilla Cage</strong> (was für ein selten dämlicher Name!) mit dem brettharten <em>&#8216;Breaking the Cage&#8217;</em> vor allem dank eines sehr beeindruckenden Gitarrensolos am meisten überzeugen konnte. Oh, und einer dieser nervtötenden religiösen Fundamentalisten mit überschäumendem Sendungsbewußtsein, wie man sie als Pest des Äthers aus den Offenen Kanälen kennt, durfte zwischendurch singend die Georgier zu mehr Gottesfurcht auffordern.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://youtu.be/x2NB0rKsttg">
<div class="lyte hidef" id="WYL_x2NB0rKsttg" style="width:640px;height:360px;"><noscript><a href="http://youtu.be/x2NB0rKsttg"><img src="http://img.youtube.com/vi/x2NB0rKsttg/0.jpg" alt="" width="640" height="340" /><br />Dieses Video auf YouTube ansehen</a> Embedded with WP YouTube Lyte.</noscript><script type="text/javascript"><!-- 
 (function(){var d=document;var w=window;if(w.addEventListener){w.addEventListener('load', insert, false)}else{w.onload=insert};setTimeout(insert, 1000);function insert(){if(!d.getElementById('lytescr')){lytescr=d.createElement('script');lytescr.async=true;lytescr.id='lytescr';lytescr.src='http://www.aufrechtgehn.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyte/lyte-min.js?wylver=1.0.0';h=d.getElementsByTagName('script')[0];h.parentNode.insertBefore(lytescr, h)}};}()) 
 --></script></div>
<div class="lL"></div>
<p></a><br />
<em>Mit dieser russlandfreundlichen Nummer versuchte Anri es bereits 2009, während des Kaukasuskriegs</em></p>
<p style="text-align: justify;">Was für ein, wie er in seinem Song behauptet, <em>&#8220;Womanizer&#8221;</em> unser Anri ist, stellte er bei der Siegerreprise zur Schau, als die für das Pausenprogramm angereiste aserbaidschanische Eurovisionsvertreterin <strong>Sabina Babayeva</strong> sich seiner animalischen Anziehungskraft nicht länger zu erwehren vermochte und zu ihm auf die Bühne stürzte. Womöglich wollte die Lippenoptimierte, die zuvor noch Aretha Franklins <em>&#8216;Natural Woman&#8217;</em> massakrierte, aber auch nur ihrer Freude darüber Ausdruck verleihen, dass mit dem Georgier nun jemand noch Schlechteres als sie auf den Grand-Prix-Brettern stehen wird. Auch wenn es Anri sicher nicht ins Finale schafft. Wir können uns jedenfalls schon mal auf Clipgold für die nächsten 20 Jahre freuen!</p>
<p style="text-align: justify;">Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.</p>

<ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="isch-moeschte-das-nicht-ge-2012-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong> Dem <a title="Urban Dictionary: Jocker" href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=jocker" target="_blank">Urban Dictionary</a> zufolge ist ein &#8220;Jocker&#8221; ein schwuler Top (dominanter, ausschließlich aktiver Part beim Sex). Verratet das aber nicht der EBU, die zensieren den georgischen Beitrag sonst wieder! <a class="note-return" href="#to-isch-moeschte-das-nicht-ge-2012-n-1">&#x21A9;</a></li></ol>
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		<title>Auf ewig&#8230; und drei Tage (IT 2012)</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 01:11:06 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Italien]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer Marathonsendung, die sämtliche Klischees über den Sprechdurchfall der Italiener aufs Schönste bestätigte, verkündeten die eigens für diese Aufgabe aus Baku eingeflogenen Ell &#38; Nikki tief in der Nacht innerhalb weniger Sekunden die römische Gesandte für den ESC 2012: &#8230; <a href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/02/auf-ewig-und-drei-tage-it-2012/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nach einer Marathonsendung, die sämtliche Klischees über den Sprechdurchfall der Italiener aufs Schönste bestätigte, verkündeten die eigens für diese Aufgabe aus Baku eingeflogenen <strong>Ell &amp; Nikki</strong> tief in der Nacht innerhalb weniger Sekunden die römische Gesandte für den ESC 2012: es ist <strong>Nina Zilli</strong>. Die 1980 als Maria Chiara Fraschetta Geborene und teilweise in Irland Aufgewachsene stammt diesmal nicht, wie ihr Vorgänger <strong>Raphael Gualazzi</strong>, aus der Nachwuchssektion des <em>San Remo Festival</em>s, sondern gehört zu den Finalistinnen der Kategorie &#8220;echte Stars&#8221;. Wo sie zwar nicht unter die besten Sechs kam, aber im Gegensatz zur San-Remo-Siegerin <strong>Emma Marone</strong> Interesse an einer Teilnahme an dem im Land der Dolce Vita trotz großzügigster Punktespenden der Eurovisionsjuroren so wenig geliebten Eurosong bekundete. Und es ist keine schlechte Wahl: Nina sieht hinreißend aus, trägt ihre spektakuläre Frisur mit Grandezza und liefert ihr wunderbar dramatisches, streicherumschmeicheltes <em>&#8216;Per sempre&#8217;</em> mit einer Attitüde ab, von der sich selbst eine <strong>Vicky Leandros</strong> noch ein Scheibchen abschneiden könnte. Lediglich der letzte Refrain flacht nach der stakkatoartigen Bridge etwas ab. Da der Song aber für Baku ohnehin noch leicht gekürzt werden muss, kann man das sicher noch mit aufräumen.</p>
<p><a href="http://youtu.be/2zH9kcZzIJw">
<div class="lyte hidef" id="WYL_2zH9kcZzIJw" style="width:640px;height:360px;"><noscript><a href="http://youtu.be/2zH9kcZzIJw"><img src="http://img.youtube.com/vi/2zH9kcZzIJw/0.jpg" alt="" width="640" height="340" /><br />Dieses Video auf YouTube ansehen</a> Embedded with WP YouTube Lyte.</noscript><script type="text/javascript"><!-- 
 (function(){var d=document;var w=window;if(w.addEventListener){w.addEventListener('load', insert, false)}else{w.onload=insert};setTimeout(insert, 1000);function insert(){if(!d.getElementById('lytescr')){lytescr=d.createElement('script');lytescr.async=true;lytescr.id='lytescr';lytescr.src='http://www.aufrechtgehn.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyte/lyte-min.js?wylver=1.0.0';h=d.getElementsByTagName('script')[0];h.parentNode.insertBefore(lytescr, h)}};}()) 
 --></script></div>
<div class="lL"></div>
<p></a><br />
<em>Nina Zilli: was für eine Frau!</em></p>

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		<item>
		<title>Falten im Wind (HR 2012)</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 23:25:55 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Kroatien]]></category>

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		<description><![CDATA[Umrahmt von einer festlichen Gala, in der sämtliche Eurovisionsgrößen des Balkans in wechselnden Paarungen die größten Klassiker in teils frappierenden Bearbeitungen zum Besten gaben, präsentierte das kroatische Fernsehen heute Abend, leider im Vollplayback, erstmalig den Wettbewerbsbeitrag &#8216;Nebo&#8217; (&#8216;Himmel&#8217;) von Nina Badrić. &#8230; <a href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/02/falten-im-wind-hr-2012/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Umrahmt von einer festlichen Gala, in der sämtliche Eurovisionsgrößen des Balkans in wechselnden Paarungen die größten Klassiker in teils frappierenden Bearbeitungen zum Besten gaben, präsentierte das kroatische Fernsehen heute Abend, leider im Vollplayback, erstmalig den Wettbewerbsbeitrag <em>&#8216;Nebo&#8217;</em> (<em>&#8216;Himmel&#8217;</em>) von <strong>Nina Badrić</strong>. Keine all zu gute Idee: die bereits auf ihrem im Herbst 2011 erschienenen Album enthaltene, semirockige Midtempoballade kackt dagegen nämlich ziemlich ab. Zwar ist dem Song ein gewisse Dramatik durchaus zueigen. Und auch der Auftritt Ninas mit einer im Sturm der Windmaschine flatternden Schleppe (in weiß, wohl um unschöne Erinnerungen an die <strong>No Angels</strong> zu vermeiden) könnte nicht grandprixesker sein. Dennoch fehlt der Nummer letzten Endes das von mir doch so geschätzte, für Balkanbeiträge unverzichtbare Pathos. Verschenkte Chance, schade!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/37028311" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe><br />
<em>Pullt eine Carola: Nina, gefangen im Sturmwind</em></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Großmutter, warum hast Du so große Augen? (LV 2012)</title>
		<link>http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/02/grossmutter-warum-hast-du-so-grosse-augen-lv-2012/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 22:51:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aufrechtgehn</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lettland]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein, subtil geht anders. Sie, die sie in einem weit entfernten 1980 geboren sei, das Jahr, als der Ire Johnny Logan gewann, habe da ein &#8216;Schönes Lied&#8217;, von dem sie hoffe, dass sie damit siegreich sei, einen großen, europaweiten Hit &#8230; <a href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/02/grossmutter-warum-hast-du-so-grosse-augen-lv-2012/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nein, subtil geht anders. Sie, die sie in einem weit entfernten <a title="Was ist schon ein Jahr? (ESC 1980)" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2011/07/was-ist-schon-ein-jahr-esc-1980/">1980</a> geboren sei, das Jahr, als der Ire <strong>Johnny Logan</strong> gewann, habe da ein <em>&#8216;Schönes Lied&#8217;</em>, von dem sie hoffe, dass sie damit siegreich sei, einen großen, europaweiten Hit lande und überall im Fernsehen und Radio laufe. Sagt die lettische Vertreterin <strong>Anmary</strong> nicht in einem Interview, sondern singt sie. In ihrem Beitrag <em>&#8216;Beautiful Song&#8217;</em>. Das ganze in <em>Diggiloo</em>-Goldstiefelchen, mit Napoleon-Hut und im Blümchenwiesen-Trickkleid. Und vorgetragen mit den am weitesten aufgerissenen Kuhaugen seit Sue Ellen aus Dallas (ein Fall für einen RTL2-Bericht über die Gefahren von Schönheits-OPs?). Einen schamloseren Grand-Prix-Song hat es in der Geschichte noch nicht gegeben, und es ist auch schwer vorstellbar, wie man die Nummer noch toppen könnte. Und natürlich ist das alles total großartig!</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/37027308" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe><br />
<em>Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden: Anmary</em></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-4353"></span>Anmary alias Linda Amantova setzte sich im Superfinale der <em>Eirodziesma</em> im reinen Publikumsvoting gegen die unklaren Favoriten<sup>[<a href="#grossmutter-warum-hast-du-so-grosse-augen-lv-2012-n-1" class="footnoted" id="to-grossmutter-warum-hast-du-so-grosse-augen-lv-2012-n-1">1</a>]</sup> <strong>Mad Show Boys</strong> durch, die mit <em>&#8216;Musical Thief&#8217;</em> eine nicht minder lustige, ebenso selbstreferentielle Nummer über das beliebte Thema des Plagiierens brachten &#8211; verkleidet als Pet Shop Boys, Marylin Manson und andere Popstars. Bedingt durch die chaotische Moderation des äußerst knuffigen Valters Frîdensberg (<strong>Walters &amp; Kazaa</strong>, <a title="Undercover (ESC Finale 2005)" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2011/07/undercover-esc-finale-2005/">LV 2005</a>) bekam sie ihren Sieg erst gar nicht mit und mußte mehrfach auf die Bühne gerufen werden. Wo man die noch sichtlich Verwirrte zunächst mit etwas Goldglitter überhäufte, um sie vor ihrer Siegerreprise aber wieder runterzuscheuchen, denn zuvor musste noch schnell ein im Sendeablauf offensichtlich vergessenes aserbaidschanisches Ballett seine &#8211; an dieser Stelle komplett sinnlose - Pauseneinlage durchziehen. Was immerhin nur halb so peinlich wirkte wie die vor der Verkündung des Endergebnisses von einem PR-Schergen persönlich verlesene, wichtige Botschaft des Sponsors Turkish Airlines (<em>&#8220;Wir sind bekannt für unseren perfekten, perfekten Service&#8221;</em>).</p>
<p style="text-align: justify;">Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.</p>

<ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="grossmutter-warum-hast-du-so-grosse-augen-lv-2012-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong> In ihrem Semifinale noch die eindeutigen Juryfavoriten, lagen die Mad Show Boys im Finale bei der Juryabstimmung ziemlich weit hinten. Bei den gleichen Juroren, wohlgemerkt. <a class="note-return" href="#to-grossmutter-warum-hast-du-so-grosse-augen-lv-2012-n-1">&#x21A9;</a></li></ol>
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		</item>
		<item>
		<title>Let&#8217;s get happy and let&#8217;s be gay! (UA 2012)</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 14:40:43 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Unsere Lieblinge]]></category>
		<category><![CDATA[Ralph Siegel]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8216;Be my Guest&#8217;: mit dieser &#8211; ursprünglich für die Besucher der diesjährigen Fußball-EM geschriebenen &#8211; Einladung will die Ukraine 2012 auch die Eurovisionsfans zu sich locken. Und da man in Ruslanaland aus eigener, leidvoller Erfahrung mit sich zu Tode langweilenden weiblichen &#8230; <a href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/02/lets-be-gay-ua-2012/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>&#8216;Be my Guest&#8217;</em>: mit dieser &#8211; ursprünglich für die Besucher der diesjährigen Fußball-EM geschriebenen &#8211; Einladung will die Ukraine 2012 auch die Eurovisionsfans zu sich locken. Und da man in <strong>Ruslana</strong>land aus eigener, leidvoller Erfahrung mit sich zu Tode langweilenden weiblichen Prostituierten im Euroclub zu Kiew während der Eurovisionswoche von <a title="Undercover (ESC Finale 2005)" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2011/07/undercover-esc-finale-2005/">2005</a> genau weiß, aus welcher Zielgruppe diese sich rekurrieren, handelt es sich bei der Nummer musikalisch um eine klassische Neunzigerjahre-CSD-Hymne. Vorgetragen zu allem Überfluß von einer Sängerin namens <strong>Gaytana</strong>. Und begleitet von vier hinreißend fitten Tänzern in speziell an den strategischen Stellen hauteng anliegenden Motorrad-Leder-Kombis. Mit anderen Worten: ein feuchter schwuler Traum! Wäre da bloß nicht die entsetzliche (oder genauer: nicht vorhandene) Stimme der Interpretin, die alles kaputt macht und gegen die <strong>Stella Mwangi</strong> klingt wie die Callas.</p>
<p style="text-align: justify;"><iframe src="http://player.vimeo.com/video/37012728" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe><br />
<em>Schwuler geht&#8217;s nimmer: Gaytana &amp; die Tanzsportabteilung von <a title="Schwule Motorradfahrer Frankfurt" href="http://www.vollesrohr.de/" target="_blank">Volles Rohr</a></em></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-4344"></span>Die Wahl Gaytanas ist der ukrainischen Jury zu verdanken. Sie manipulierte die Zweite im SMS-Voting dank voller Punktzahl an der Publikumsfavoritin und ehemaligen Kindereurovisionsteilnehmerin <strong>Renata</strong> vorbei, die für ihre von <strong>Alyosha</strong> (<a title="The Ant is near! (UA 2010)" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2010/03/the-ant-is-near-ua-2010/">UA 2010</a>) geschriebene und dementsprechend entsetzlich depremierende, wenn auch fehlerfrei gesungene Ballade <em>&#8216;Love in Sunlight Rays&#8217;</em> ganze sechs von 21 maximal möglichen Punkten erhielt. Womöglich, um erneuten, auch durch die merkwürdige Sendezeit des Vorentscheids an einem Samstagvormittag genährten Vorwürfen der Manipulation des SMS-Votings durch Callcenter den Wind aus den Segeln zu nehmen. Renata führte dort nämlich schon sehr lange, bevor sie das Mikrofon erstmals ergriff, mit mehreren tausend SMSen Abstand. So manipulierte die Jury eben zurück, in diesem Fall glücklicherweise. Selbst wenn dabei meine beiden Lieblinge auf der Strecke blieben: der letztlich leider nur zweitplatzierte, internationale Fan-Favorit <strong>Max Barskitsch</strong> und seine extrem butchen Backingsänger mit dem großartigen Discokracher <em>&#8216;Dance&#8217;</em> und die ukrainische Version der Andrews Sisters mit dem sensationellen <em>&#8216;Lepestok&#8217;</em>.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://youtu.be/GrdiPtXbYYU">
<div class="lyte hidef" id="WYL_GrdiPtXbYYU" style="width:640px;height:360px;"><noscript><a href="http://youtu.be/GrdiPtXbYYU"><img src="http://img.youtube.com/vi/GrdiPtXbYYU/0.jpg" alt="" width="640" height="340" /><br />Dieses Video auf YouTube ansehen</a> Embedded with WP YouTube Lyte.</noscript><script type="text/javascript"><!-- 
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<div class="lL"></div>
<p></a><br />
<em>Sakis Rouvas, gekreuzt mit Deen: das sind Max &amp; seine Mannen</em></p>
<p style="text-align: justify;">Gerade <strong>Olya Polyakowa</strong>, die mit ihrem fantastischen Mix aus <em>&#8216;We no speak Americano&#8217;</em> und <em>&#8216;Bei mir bist Du schön&#8217;</em> den diesjährigen <em>&#8216;Kukushka&#8217;</em>-Award gewinnt, wäre meine absolute Siegerin der Herzen gewesen. Aber das kennt man ja schon von den Ukrainern, dass sie die besten Perlen vor die Säue werfen und lieber depressiven Balladendross wählen. Aufgefüllt wurde die mit 21 Titeln üppig bestückte, diesmal dankenswerterweise nicht von stundenlangem Jurygelaber ins Unendliche gezogene Sendung von zahlreichen völlig unfähigen Vokalakrobaten (gut, die Unfähigste von ihnen gewann ja sogar). Das ging mit <strong>Olga Schanis</strong> an der ersten Position schon los, die stellenweise sang, als stäche sie gerade jemand ab, gefolgt von einem noch schlechteren Bübchen namens <strong>Vitali Galay</strong>, dessen Aufgabe es wohl war, die Erwartungen der Zuschauer zu senken. Bemerkenswert auch wieder der, wie soll ich es ausdrücken: kreative Umgang mit der englischen Sprache, ob bei <em>&#8216;I close to you&#8217;</em>, <em>&#8216;My Heart is sorrowing&#8217;</em> oder eben Renatas <em>&#8216;Love in Sunlight Rays&#8217;</em>.</p>
<p><a href="http://youtu.be/-5EImcui8zU">
<div class="lyte hidef" id="WYL_-5EImcui8zU" style="width:640px;height:360px;"><noscript><a href="http://youtu.be/-5EImcui8zU"><img src="http://img.youtube.com/vi/-5EImcui8zU/0.jpg" alt="" width="640" height="340" /><br />Dieses Video auf YouTube ansehen</a> Embedded with WP YouTube Lyte.</noscript><script type="text/javascript"><!-- 
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<div class="lL"></div>
<p></a><em><br />
Ich will die selben Drogen wie Olya! Sofort!</em></p>
<p style="text-align: justify;">Der Knüller: auch Ralph Siegel hatte ein Eisen im Feuer! <strong>Oksana Nesterenko</strong> knödelte das ganz offensichtlich für Ralphies Ehefrau Kriemhild geschriebene Popera-Stück <em>&#8216;Mondo Blue&#8217;</em> auf einen erstaunlichen dritten Platz. Passt verdammt noch mal gut auf, was ihr da tut, Ukrainer! Ihr werdet den nie wieder los! Zu den Rückkehrern aus dem Vorjahr zählte der immer noch wie ein siebzehnjähriger Bahnhofsstricher aussehende <strong>Eduard Romanyuta</strong>, der für seinen todlangweiligen Beitrag SMS-Voten ohne Ende einsackte. Alles ehemalige Kunden? <strong>Zlata Ovgenic</strong>, die im Vorjahr so schnöde um den Sieg Betrogene, war hingegen nur im kurzweiligen Pausenprogramm zu Gast, in welchem außerdem <strong>Anggun</strong> erneut playback und <strong>Sinplus</strong> live sangen. Alles in allem eine fantastische Show mit &#8211; wie immer &#8211; verschenkten Chancen, der üblichen Manipulation und einem gar nicht mal so schlechten Siegersong. Wenn die Ukrainer jetzt noch einen Weg finden, Gaytana gegen eine andere Sängerin auszutauschen, könnte das was werden! Oder?</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://youtu.be/dhngfivdqv0">
<div class="lyte hidef" id="WYL_dhngfivdqv0" style="width:640px;height:360px;"><noscript><a href="http://youtu.be/dhngfivdqv0"><img src="http://img.youtube.com/vi/dhngfivdqv0/0.jpg" alt="" width="640" height="340" /><br />Dieses Video auf YouTube ansehen</a> Embedded with WP YouTube Lyte.</noscript><script type="text/javascript"><!-- 
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<div class="lL"></div>
<p></a><br />
<em>Beim Komponieren wohl zuviel  Monda-Monda-min genascht, Ralph?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>USFB: Kein Schwein schaut mir zu</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 13:44:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aufrechtgehn</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Vorentscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zwanzigzehner]]></category>
		<category><![CDATA[Diese Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Raab]]></category>

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		<description><![CDATA[Stell Dir vor, es ist Eurovisionsvorentscheidung, und keiner schaut zu. So war es beim gestrigen Finale von Unser Star für Baku: lediglich 2,19 Millionen Zuschauer sahen den von Anfang an erwarteten Sieg von Roman Lob. Das ist die schlechteste Quote &#8230; <a href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/02/usfb-kein-schwein-schaut-mir-zu/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4130" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-4130" title="Logo Unser Star für Baku" src="http://www.aufrechtgehn.de/wp-content/uploads/2012/01/2012usfb1.jpg" alt="Logo Unser Star für Baku" width="200" height="150" /><p class="wp-caption-text">Star: die Blitztabelle</p></div>
<p style="text-align: justify;">Stell Dir vor, es ist Eurovisionsvorentscheidung, und keiner schaut zu. So war es beim gestrigen Finale von <em>Unser Star für Baku</em>: lediglich 2,19 Millionen Zuschauer <a title="DWDL: Auch das Bakufinale konnte nichts mehr retten" href="http://www.dwdl.de/zahlenzentrale/34872/auch_das_bakufinale_konnte_nichts_mehr_reien/" target="_blank">sahen</a> den von Anfang an erwarteten Sieg von <strong>Roman Lob</strong>. Das ist die schlechteste Quote der letzten <a title="Prinz ESC Blog: die wenigsten Zuschauer aller Zeiten" href="http://blog.prinz.de/grand-prix/esc-vorentscheid-im-tv-erreicht-das-unser-star-fur-baku-finale-die-wenigsten-zuschauer-aller-zeiten/#more-46276" target="_blank">zwanzig Jahre</a> und weniger als die Hälfte des Publikums von <em>Unser Star für Oslo</em> <a title="Krass fett (DE 2010)" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2010/03/krass-fett-de-2010/" target="_blank">2010</a>. Selbst die desaströse Vorentscheidung von <a title="Lauf und versteck Dich (DVE 2005)" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2011/07/lauf-und-versteck-dich-dve-2005/" target="_blank">2005</a>, als das Castingsternchen <strong>Gracia Baur</strong> gegen zwei von Siegel geschickte Castingsternchen gewann, hatte anderthalb mal so viel Zuschauer. Von den durch <strong>Guildo Horn</strong> eingeleiteten <a title="Die Zeit voll Harmonie und Glück (DVE 1998)" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2011/07/die-zeit-voll-harmonie-und-glueck-dve-1998/" target="_blank">Glanzzeiten</a> um die Jahrtausendwende, als jeweils so um die 8 Millionen Menschen einschalteten, ist <em>USFB</em> jedenfalls meilenweit entfernt. Hat also das Raab&#8217;sche Castingshowformat als Vorentscheidungskonzept ausgedient?</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://youtu.be/Y4pqdwOYFxE">
<div class="lyte hidef" id="WYL_Y4pqdwOYFxE" style="width:640px;height:360px;"><noscript><a href="http://youtu.be/Y4pqdwOYFxE"><img src="http://img.youtube.com/vi/Y4pqdwOYFxE/0.jpg" alt="" width="640" height="340" /><br />Dieses Video auf YouTube ansehen</a> Embedded with WP YouTube Lyte.</noscript><script type="text/javascript"><!-- 
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<div class="lL"></div>
<p></a><br />
<em>Einschaltquotenkönigin: Michelle erreichte 8,69 Millionen Zuschauer</em></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-4308"></span>Erst zwei Jahre ist es her, dass Raab mit dem von ihm bereits <a title="Als hätte man uns die Sonne genomm’ (DVE 2004)" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2011/07/als-hatte-man-uns-die-sonne-genomm-dve-2004/" target="_blank">2004</a>, noch unter dem Rubrum <em>SSDSGPS</em>, getesteten Format eine hohe mediale Aufmerksamkeit erzeugte und die selbst gestellte <em>&#8220;Aufgabe von nationaler Bedeutung&#8221;</em> mit Bravour erfüllte, in dem er Deutschland mit <strong>Lena Meyer-Landrut</strong> nach 28 Jahren endlich wieder eine Eurovisionssiegerin schenkte. Seinerzeit punktete seine Castingshow gegenüber der auf Krawall und dem Bedienen voyeuristischer Gelüste auf niedrigstem Niveau basierenden Konkurrenz von Dieter Bohlen noch mit einem Alleinstellungsmerkmal: der sorgsame Umgang mit den Kandidaten und das Indenvordergrundstellen der musikalischen Komponente sorgte zwar auch schon für gelegentliche Langeweile und Kritik am Kuschelkurs des <em>&#8220;bonbonfarben illumierten <a title="USFO: ein “bonbonfarben illuminierter Waldorfkindergarten”" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2010/03/usfo-ein-bonbonfarben-illuminierter-waldorfkindergarten/" target="_blank">Waldorfkindergarten</a>&#8220;</em>s, machte das Zuschauen aber für jeden, der sich nicht gerne an der öffentlichen Bloßstellung von Menschen im Fernsehen delektiert, zum Vergnügen. Und da, wie bereits Helmut Kohl treffend feststellte, <em>&#8220;entscheidend ist, was hinten rauskommt&#8221;</em>: mit LML förderte die Show einen echten Star zutage, der Deutschland zumindest für ein halbes Jahr in mehr oder minder kollektive Verzückung versetzte.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://youtu.be/KqZprvpWlcE">
<div class="lyte hidef" id="WYL_KqZprvpWlcE" style="width:640px;height:360px;"><noscript><a href="http://youtu.be/KqZprvpWlcE"><img src="http://img.youtube.com/vi/KqZprvpWlcE/0.jpg" alt="" width="640" height="340" /><br />Dieses Video auf YouTube ansehen</a> Embedded with WP YouTube Lyte.</noscript><script type="text/javascript"><!-- 
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<div class="lL"></div>
<p></a><br />
<em>Unsere Eurovisionskönigin: LML</em></p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem Raab <a title="Reruns are a risky Business (DVE 2011)" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2011/08/dve-2011/" target="_blank">2011</a> sein Format mit einer extrem zähen, neunstündigen Dauerwerbesendung für Lenas neues Album selbst demontierte, entschied er sich in diesem Jahr zum endgültigen Verrat seiner Idee. Mit der sich als Zufallsgenerator entpuppenden <a title="Unser Star für Baku: die Blitztabelle!" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/01/unser-star-fuer-baku-die-blitztabelle/" target="_blank">Blitztabelle</a> führte auch er ein gnadenloses Bloßstellungselement in die Show ein. Es tat körperlich weh, das spür- und sehbare Unbehagen der <em>USFB</em>-Kandidaten aushalten zu müssen, wenn diese sich kollektiv auf der Bühne vor laufenden Kameras dem Sympathievoting der Zuschauer beziehungsweise den bestenfalls an Roulette erinnernden Entscheidungen über Ausscheiden oder Weiterkommen stellen mussten. Das hatte etwas von der Grausamkeit der spanischen Inquisition. Dazu kam der aktuelle Castingshowoverkill mit Formaten auf allen Kanälen, die im Gegenzug den eher menschlichen Umgang miteinander, wie Raab ihn ursprünglich als Einziger zelebriert hatte, teilweise aufgriffen (man denke an das erfolgreichere, zeitgleich laufende <em>Voice of Germany</em>). Verstärkt duch eine gleich bleibende, in allen Sendungen gleichermaßen peinlich lobhudelnde Kuscheljury, den immergleichen, zu Tode nervenden Einspielern und weitestgehend austauschbaren Kandidaten blieb so nichts als ins Unendliche ausgewalzte Ödnis.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://youtu.be/yJxf1ql-31U">
<div class="lyte hidef" id="WYL_yJxf1ql-31U" style="width:640px;height:360px;"><noscript><a href="http://youtu.be/yJxf1ql-31U"><img src="http://img.youtube.com/vi/yJxf1ql-31U/0.jpg" alt="" width="640" height="340" /><br />Dieses Video auf YouTube ansehen</a> Embedded with WP YouTube Lyte.</noscript><script type="text/javascript"><!-- 
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 --></script></div>
<div class="lL"></div>
<p></a><br />
<em>Blockflöte des Todes (BuViSoCo 2010): so was hätte ich gerne mal!</em></p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich macht es auch der so unfaire wie unvermeidliche Vergleich mit Lena Meyer-Landrut schwer, an den Glanz der ersten Staffel auch nur ansatzweise heranreichen zu wollen. Und noch bleibt abzuwarten, ob der äußerst kuschlige Roman Lob mit <em>&#8216;Standing still&#8217;</em> nicht doch noch einen veritablen Verkaufshit und eine achtbare Platzierung in Baku zu erreichen vermag, was die Agonie von <em>USFB</em> im kollektiven Gedächtnis sicher wieder ein wenig abmilderte. Dessenungeachtet zeigen die Zuschauerzahlen aber, dass Raabs Format nicht mehr zu überzeugen vermag. Da die in Unterhaltungsdingen bekanntermaßen völlig planlose ARD sicherlich gerne am Kölner Macher festhalten mag, würde ich mir wünschen, dass ab nächstem Jahr stattdessen der <em>Bundesvision Song Contest</em> als Vorentscheidungsformat dienen sollte. Oder?</p>
<p style="text-align: justify;">Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Kein Lob dem Grand Prix</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 11:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aufrechtgehn</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zwanzigzehner]]></category>
		<category><![CDATA[Diese Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht nur die miserablen Einschaltquoten von Unser Star für Baku werfen derzeit einen bedrückenden Schatten auf die deutsche Eurovisionsteilnahme. Auch hinsichtlich der desolaten Menschenrechtslage im Austragungsland Aserbaidschan und dem Umstand, dass für den Grand Prix im Zusammenhang mit der geplanten &#8230; <a href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/02/kein-lob-fuer-den-esc/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-4160" title="Eurovision Song Contest 2012 Logo" src="http://www.aufrechtgehn.de/wp-content/uploads/2012/01/2012sub2.jpg" alt="Eurovision Song Contest 2012 Logo" width="200" height="150" />Nicht nur die miserablen <a title="USFB: Kein Schwein schaut mir zu" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/02/usfb-kein-schwein-schaut-mir-zu/">Einschaltquoten</a> von <em>Unser Star für Baku</em> werfen derzeit einen bedrückenden Schatten auf die deutsche Eurovisionsteilnahme. Auch hinsichtlich der desolaten <a title="Der ESC bringt den Menschen keine Freude!" href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/02/der-esc-bringt-den-menschen-keine-freude/" target="_blank">Menschenrechtslage</a> im Austragungsland Aserbaidschan und dem Umstand, dass für den Grand Prix im Zusammenhang mit der geplanten Aufhübschung Bakus alteingessene Bewohner unter einer brutalen Vertreibung leiden, gibt es derzeit Feuer aus allen Rohren. So gingen beispielsweise die direkt im Anschluss an die gestrige Finalshow sendenden <em>Tagesthemen</em> gar nicht auf den Sieg von Roman ein. Stattdessen zeigten sie ein längeres Feature über die Unterdrückung der Opposition im Erdölstaat am Kaspischen Meer. Ähnlich verfuhr bereits letzte Woche das Politmagazin <em>Kontraste</em>, das im Anschluß an das Viertelfinale in der ARD mit <a title="Stefan Niggemeier: Kontraste über Baku" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/kontraste-ueber-baku/" target="_blank">Schrifttafeln</a> auf die Mißstände hinwies. Und am Mittwoch zeigte das Medienmagazin <em>Zapp</em> des NDR (und damit des für den deutschen Eurovisionsbeitrag verantwortlichen Senders) ein sehr gutes Feature, das sich kritisch mit der Teilnahme am Spektakel im Mai auseinandersetzte. Selbst der arme, sichtlich überforderte <strong>Roman Lob</strong> musste sich auf der Siegerpressekonferenz im Anschluß an <em>USFB</em> mit Fragen nach den Menschenrechten im Kaukasus auseinander setzen.</p>
<p><a href="http://youtu.be/E16EjBnLWe0">
<div class="lyte hidef" id="WYL_E16EjBnLWe0" style="width:640px;height:360px;"><noscript><a href="http://youtu.be/E16EjBnLWe0"><img src="http://img.youtube.com/vi/E16EjBnLWe0/0.jpg" alt="" width="640" height="340" /><br />Dieses Video auf YouTube ansehen</a> Embedded with WP YouTube Lyte.</noscript><script type="text/javascript"><!-- 
 (function(){var d=document;var w=window;if(w.addEventListener){w.addEventListener('load', insert, false)}else{w.onload=insert};setTimeout(insert, 1000);function insert(){if(!d.getElementById('lytescr')){lytescr=d.createElement('script');lytescr.async=true;lytescr.id='lytescr';lytescr.src='http://www.aufrechtgehn.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyte/lyte-min.js?wylver=1.0.0';h=d.getElementsByTagName('script')[0];h.parentNode.insertBefore(lytescr, h)}};}()) 
 --></script></div>
<div class="lL"></div>
<p></a><br />
<em>Zapp-Bericht vom 15.02.2012</em></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-4297"></span>Dabei gießt ausgerechnet der deutsche Eurovisionschef Thomas Schreiber, um mal beim Hauptexportgut des Gastgeberlandes zu bleiben, Öl ins Feuer, wenn er sagt: <em>&#8220;Sollte Weißrussland gewinnen, würde ich innerhalb der ARD die Frage stellen, ob Deutschland sich am Eurovision Song Contest in der Diktatur Weißrussland beteiligen solle.&#8221;</em> Wie schizophren ist das denn bitte? Lukaschenko ist pfui, aber Aliyew hui? Dabei ist das Thema ja gar nicht so sehr die Teilnahme als solches. Denn dafür ist es ohnehin schon viel zu spät: wollte man innerhalb der EBU jeden Handschlag mit halbseidenen Regenten vermeiden, hätte man von vorne herein Länder wie Weißrussland, Aserbaidschan oder das von Berlusconi regierte Italien von der Teilnahme am paneuropäischen Gesangswettstreit ausschließen müssen. Darf ein Land beim ESC mitmachen, hat es aber auch das Recht, im Falle seines Triumphes den Gastgeber spielen zu dürfen. Alles andere ist ein Fall von Doppelmoral. Das heißt aber nicht, dass man nicht mit einer kritischen Haltung hinfahren und sich über die Lage vor Ort informieren sollte. Genau das fordern ja auch aserbaidschanische Menschenrechtler: kommt, sprecht mit uns und berichtet.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://youtu.be/QofFYRVMuGM">
<div class="lyte hidef" id="WYL_QofFYRVMuGM" style="width:640px;height:360px;"><noscript><a href="http://youtu.be/QofFYRVMuGM"><img src="http://img.youtube.com/vi/QofFYRVMuGM/0.jpg" alt="" width="640" height="340" /><br />Dieses Video auf YouTube ansehen</a> Embedded with WP YouTube Lyte.</noscript><script type="text/javascript"><!-- 
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 --></script></div>
<div class="lL"></div>
<p></a><br />
<em>1969: die spanische Franco-Diktatur präsentiert sich als &#8220;anders&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Schlimm ist nur, was die sich in ihrer üblichen Feigheit auf die nicht haltbare Position des <em>&#8220;Unpolitischen&#8221;</em> zurückziehende EBU betreibt, die sich in ihrem panischen Bestreben, um keinen Preis die Wirklichkeit in ihr glamouröses Spektakel einbrechen zu lassen, zum Komplizen des Unterdrückungsregimes macht. Beispielsweise, in dem Jørgen Franck von der EBU zu den nächtlichen <a title="Kölner Stadtanzeiger: Zwangsräumungen für den ESC" href="http://www.ksta.de/html/artikel/1328863626903.shtml" target="_blank">Zwangsräumungen</a> von Anwohnern behauptet: <em>&#8220;Sie stehen in Zusammenhang mit Baumaßnahmen für eine Autobahn nach Baku. Wir können keinen Zusammenhang mit dem Song Contest erkennen.&#8221;</em> Und die Generalsekretärin Ingrid Deltenre noch einen draufsetzt: <em>&#8220;Es ist natürlich keine angenehme Situation für die Bewohner und ich fühle mit ihnen. Aber eine Stadt muss sich entwickeln. Das ist das, was dort passiert. Wie auch in vielen anderen Städten.&#8221;</em> Das ist, mit Verlaub, zynisch.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://youtu.be/ECyeUYsU14E">
<div class="lyte hidef" id="WYL_ECyeUYsU14E" style="width:640px;height:360px;"><noscript><a href="http://youtu.be/ECyeUYsU14E"><img src="http://img.youtube.com/vi/ECyeUYsU14E/0.jpg" alt="" width="640" height="340" /><br />Dieses Video auf YouTube ansehen</a> Embedded with WP YouTube Lyte.</noscript><script type="text/javascript"><!-- 
 (function(){var d=document;var w=window;if(w.addEventListener){w.addEventListener('load', insert, false)}else{w.onload=insert};setTimeout(insert, 1000);function insert(){if(!d.getElementById('lytescr')){lytescr=d.createElement('script');lytescr.async=true;lytescr.id='lytescr';lytescr.src='http://www.aufrechtgehn.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyte/lyte-min.js?wylver=1.0.0';h=d.getElementsByTagName('script')[0];h.parentNode.insertBefore(lytescr, h)}};}()) 
 --></script></div>
<div class="lL"></div>
<p></a><br />
<em>Der einzige Tipp der EBU an die betroffenen Bewohner</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ich hätte ja mit der Vogel-Strauß-Politik der Veranstalter gar nicht so ein Problem, wenn sie dazu stehen würden. Sollen sie doch einfach offen zugeben, dass sie auf die politische Situation im Lande scheißen und einfach nur in aller Ruhe ihre Show durchziehen wollen. Das ist ja eine völlig legitime Haltung. Man darf halt nur nicht im selben Atemzug versuchen, sich zum edlen Menschen und Verteidiger westlicher Grundwerte aufschwingen zu wollen und zu behaupten, der ESC sei <em>&#8220;eine Kraft für das Gute&#8221;</em> und <em>&#8220;stehe für Veränderung&#8221;</em>. Zumal, wenn man, wie Thomas Schreiber, gleichzeitig den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung dafür kritisiert, dass der die deutschen Teilnehmer darum bittet, sich zu informieren und vor Ort für die Meinungsfreiheit zu werben. Das ist, mit Verlaub, schäbig.</p>

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		<item>
		<title>Ein Lob dem Grand Prix (DE 2012)</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 22:06:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aufrechtgehn</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Vorentscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zwanzigzehner]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach quälend langen und größtenteils langweiligen acht Sendungen ist es endlich vollbracht: Roman Lob fährt für Deutschland nach Baku. Der 21jährige mit dem Holzfällerhemd und dem sanften Dackelblick, eigentlich von der ersten Sendung an der klare Favorit, setzte sich soeben mit &#8230; <a href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/02/ein-lob-dem-grand-prix-de-2012/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4300" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-4300" title="Roman Lob, DE 2012" src="http://www.aufrechtgehn.de/wp-content/uploads/2012/02/2012DEromanlob.jpg" alt="Roman Lob, DE 2012" width="200" height="150" /><p class="wp-caption-text">Der Tätowierte</p></div>
<p style="text-align: justify;">Nach quälend langen und größtenteils langweiligen acht Sendungen ist es endlich vollbracht: <strong>Roman Lob</strong> fährt für Deutschland nach Baku. Der 21jährige mit dem Holzfällerhemd und dem sanften Dackelblick, eigentlich von der ersten Sendung an der klare Favorit, setzte sich soeben mit 50,7% erstaunlich knapp gegen seine Konkurrentin <strong>Ornella de Santis</strong> durch, die mit <em>&#8216;Quietly&#8217;</em> eine elfenhaft kitschige Disney-Ballade ablieferte, die bei ihr dann aber doch ein wenig quietschig wirkte und außerdem nicht richtig aus dem Quark kam. Romans <em>&#8216;Standing still&#8217;</em> sorgte hingegen schon bei der ersten Performance für stehende Ovationen beim Kölner Saalpublikum. Und das nicht völlig zu Unrecht: gerade bei dem soften Liedauftakt des von dem eher aus dem Jazz kommenden, britischen Singer-Songwriter Jamie Cullum verfassten Songs konnte Roman seine Stärken voll ausspielen und mich sofort verzaubern. Der etwas plodderige Refrain hingegen lässt mich kalt, was aber auch an der eher als koffeinfrei zu bezeichnenden Live-Darbietung durch die schreckliche Rentnerband Heavytones liegen könnte. Ich hoffe und bete nun, dass die Studiofassung um ein vielfaches härter und rockiger daherkommt und noch ordentlich E-Gitarren und Schlagzeug in den finalen Remix gepackt werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><iframe src="http://player.vimeo.com/video/36923607" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe><br />
<em>Das kommt mir dänisch vor! Roman Lob</em></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-4299"></span>Weitere Beobachtungen vom heutigen <em>USFB</em>-Finale:</p>
<ul>
<li>
<div style="text-align: justify;">Als sehr wohltuend empfand ich die weitestgehende Abwesenheit der Blitztabelle. Ohne sie wirkte die Sendung viel menschlicher. Als man sie dann zu den Finalauftritten wieder einblendete, kamen auch die verblödeten Zwischenapplause an völlig unpassenden Stellen wieder zurück, jedesmal wenn die Tabellenführung wechselte. Das zerstörte völlig die Stimmung. Bitte beim nächsten mal nicht mehr!</div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;">Hätte ProSieben das Finale präsentiert, das, anders als die ARD, sich an den Anrufen eine goldene Nase verdient, wäre ich hinsichtlich des eingeblendeten Gleichstands mit jeweils um die 50% von einer bewußten Zuschauertäuschung überzeugt gewesen.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;"><em>&#8216;Quietly&#8217;</em> wirkte im zweiten Durchgang sehr viel schöner und berührender. Was daran lag, dass die Musik vom Band kam und so der Song vor den bräsigen Heavytones gerettet wurde. Auch hier gilt, wie bei der Blitztabelle: bitte nie wieder!</div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;">Die eindeutig schlechteste Sängerin des Abends war Alina Süggeler von Frida Gold. Warum durfte die bitte noch mal in die Jury? Okay, immerhin war ihr Gefühlsgesülze nicht ein Achtel so peinlich wie das von Thomas D, vor dem ich im Verlauf dieser Sendereihe jeglichen Respekt verloren habe. Nicht, weil er sich als <em>&#8220;Weichei&#8221;</em> zeigte, sondern wegen seiner durchfallartigen, anschleimerischen Dauerlobhudelei. Da ist mir ja der Raab noch lieber, der wenigstens kein Geheimnis draus machte, Roman haben zu wollen.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;">Welche Verbrechen muss ein Mensch begangen haben, um mit so einem miesen Job bestraft zu werden wie der Promotion der furchtbaren ARD-Popwellen und ihrer komplett unlustigen Comedy-Aktionen rund um <em>USFB</em>?</div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;">Ein Lob hingegen an die Senderegie, dass zwischendurch die bereits feststehenden Beiträge der anderen Länder gezeigt wurden. Und sich die Jury mit überheblicher Häme hierüber einigermaßen zurückhielt, was angesichts des ja nicht unbedingt knallermäßigen deutschen Beitrags auch mehr als angemessen erscheint. Oder?</div>
</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Oh, und weil sich die entsprechenden Suchanfragen gerade häufen: in einem <em>Stern</em>-<a title="stern: Roman Lob hat das Ding nicht in der Tasche" href="http://www.stern.de/lifestyle/leute/unser-star-fuer-baku-finalist-roman-lob-ich-hab-das-ding-noch-lange-nicht-in-der-tasche-1787168.html" target="_blank">Interview</a> versicherte der Industriemechaniker glaubhaft, eine Freundin zu haben. Er ist also vermutlich <em>nicht</em> schwul&#8230; <img src='http://www.aufrechtgehn.de/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.</p>
<p>&nbsp;</p>

]]></content:encoded>
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		<title>Ticketverkauf startet am 28. Februar 2012</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 20:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aufrechtgehn</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zwanzigzehner]]></category>
		<category><![CDATA[Diese Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie die offiziellen Eurovisionsseiten der EBU und der ARD heute übereinstimmend vermelden, beginnt der Kartenvorverkauf für den Eurovision Song Contest 2012 am Dienstag, dem 28. Februar. Weitere Details wie Uhrzeit, Bezugsquelle und Preise sind noch nicht bekannt &#8211; lediglich, dass &#8230; <a href="http://www.aufrechtgehn.de/index.php/2012/02/ticketverkauf-startet-am-28-februar-2012/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-4160" title="Eurovision Song Contest 2012 Logo" src="http://www.aufrechtgehn.de/wp-content/uploads/2012/01/2012sub2.jpg" alt="Eurovision Song Contest 2012 Logo" width="200" height="150" />Wie die offiziellen Eurovisionsseiten der <a title="Eurovision.tv" href="http://www.eurovision.tv" target="_blank">EBU</a> und der <a title="Eurovision.de" href="http://www.eurovision.de" target="_blank">ARD</a> heute übereinstimmend vermelden, beginnt der Kartenvorverkauf für den Eurovision Song Contest 2012 am Dienstag, dem 28. Februar. Weitere Details wie Uhrzeit, Bezugsquelle und Preise sind noch nicht bekannt &#8211; lediglich, dass der Verkauf wiederum online abgewickelt wird. Wer also trotz der desolaten <a title="amnesty: Deine Stimme für Baku" href="http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action/public/?action_KEY=8393&amp;d=1" target="_blank">Menschenrechtslage</a> in Aserbaidschan nach Baku möchte, sollte sich diesen Tag besser frei nehmen, denn: <em>&#8220;die Tickets sind in aller Regel in sehr kurzer Zeit vergriffen,&#8221;</em> warnt die ARD. Ab sofort können sich Fans, Schwurnalisten und echte Medienvertreter außerdem um eine <a title="Eurovision.tv: Presseakkreditierung" href="http://www.eurovision.tv/page/press/accreditation" target="_blank">Akkreditierung</a> bewerben. Reisende nach Aserbaidschan benötigen übrigens ein Visum, welches nach Informationen der offiziellen <a title="Eurovision.az: Visa" href="http://eurovision.az/Visa/?lng=en" target="_blank">Eurovisionsseite</a> des Gastgeberlandes aber an alle, die eine Akkreditierung oder ein Eintrittsticket für den Song Contest vorweisen können, in einem vereinfachten Verfahren am Flughafen von Baku ausgestellt werden soll. Alle anderen sollten sich an die <a title="Deutsche Botschaft in Baku" href="http://www.baku.diplo.de/Vertretung/baku/de/Startseite.html" target="_blank">Deutsche Botschaft</a> wenden. Viel Glück!</p>

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