Alba­ni­en 2007: Jeder Ton ist wie ein Stein

In Alba­ni­en ent­schied sich eine Jury für eine zähe Eth­no-Bal­la­de. Will­kom­men im Semi­fi­na­le 2008! ‘Bala­da e Gurit’ lau­tet der Titel des vom Ehe­paar Aida und Fre­de­rik Ndo­ci gesun­ge­nen Bei­trags. Auf Deutsch: ‘Die Stein­bal­la­de’. Und so klingt das Gan­ze auch: zum Stei­ner­wei­chen. Unme­lo­di­sche, win­seln­de Kla­ge­ge­sän­ge, die für das Ohr unge­fähr so ange­nehm sind wie ein Zie­gel­stein auf den Kopf. Die­se kras­se Fehl­ent­schei­dung ist wohl aus­schließ­lich einer Jury zu ver­dan­ken – das Publi­kum war beim drei­tä­gi­gen Fes­ti­va­li i Kën­ges nicht gefragt. Die­je­ni­gen, die maso­chis­tisch genug ver­an­lagt waren, sich durch die unge­fährt sie­ben­hun­dert Vor­ent­schei­dungs­ti­tel durch­zu­hö­ren, berich­ten in den Fan-Foren von einer durch­weg unter­ir­di­schen musi­ka­li­schen Qua­li­tät. Die­se fand nun ihre Ent­spre­chung im Sie­ger­ti­tel. Nun gut, wir haben auch schon Stone & Stone geschickt – uns steht es also nicht an, den ers­ten Stein Rich­tung Alba­ni­en zu wer­fen!


Das Tou­pet als eigeniro­ni­sches State­ment: Fre­de­rik ist ganz weit vor­ne!

ESC Semi 2006: I’ll fuck­ing win

Logo des Eurovision Song Contest 2006 (Finale)
Das Jahr der Mons­ter­ro­cker

West­eu­ro­päi­sche Grand-Prix-Fan­clubs bestehen in der Regel – in exak­ter Umkeh­rung der übli­chen Bevöl­ke­rungs­an­tei­le – zu 95% aus schwu­len Män­nern. Und die haben, logi­scher­wei­se, einen völ­lig ande­ren Musik­ge­schmack als das beim Euro­vi­si­on Song Con­test abstim­men­de Mas­sen­pu­bli­kum an den Bild­schir­men. Natür­lich scherz­ten die im Athe­ner Olym­pia­sta­di­on ver­sam­mel­ten Fans noch vor Beginn des Halb­fi­na­les, dass man hin­ter­her, wenn die zehn Fina­lis­ten fest­stün­den, wohl mal wie­der kopf­schüt­telnd in der Hal­le säße. Und genau so kam es auch.

Wei­ter­le­senESC Semi 2006: I’ll fuck­ing win