Schlagwort: Anica Zubovic

1963, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

YU 1963: Hüpf auf mein Schiff, Baby

Zeigt sich die Datenlage bezüglich der Eurovisionsvorentscheidungen im seinerzeit noch vereinten Jugoslawien der Sechzigerjahre generell als ziemlich bruchstückhaft, so klafft im Jahre 1963 ein kratergroßes schwarzes Loch. Es gilt zwar als gesichert, dass eine solche stattfand und dass die insgesamt acht Regionen des Vielvölkerstaates hierfür jeweils einen musikalischen Repräsentanten und einen Juroren nach Belgrad entsandten. Das genaue Austragungsdatum der Jugovizija 1963 und ihre Lieder sind allerdings im Nebel der Geschichte versunken. Die bosnische Ausgabe der Wikipedia benennt Ljiljana Petrović (→ YU 1961), Majda Sepe, Sabahudin Kurt (→ YU 1964), Đorđe Marjanović und Anica Zubović als Teilnehmer/innen dieses Jahrgangs. Zweifelsfrei überliefert ist jedoch alleine der Siegertitel von V...
1962, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

Jugo­vi­zi­ja 1962: Beds are bur­ning

Nur Bruchstückhaftes ist bekannt über den zweiten jugoslawischen Eurovisionsvorentscheid, die Jugovizija 1962. In Zagreb fand sie statt, so viel weiß man. Mit TV Sarajewo reichte erstmalig auch der bosnische Landessender Beiträge zur der Vorauswahl ein, an welcher außerdem, wie schon im Vorjahr, die Sendeanstalten aus Slowenien, Serbien und Kroatien teilnahmen. TV Zagreb hatte im Dezember 1961 bereits ein eigenes Semi abgehalten, wo es sechs Lieder für das insgesamt 18 Titel umfassende Jugovizija-Finale auswählte. Eine paritätisch besetzte Jury bestimmte dort den Siegersong 'Ne pali Svetla u Sumrak' ('Lass das Licht aus in der Dämmerung') von Lola Novaković: eine verträumte kleine Ballade, in welcher die 2016 verstorbene, in den Sechzigern auf dem Balkan sehr erfolgreiche serbische Sängeri...
1961, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

Jugo­vi­zi­ja 1961: Mor­gen fängt das Leben erst an

Viel Geld und technisches Know-How hatten die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg den staatlichen westeuropäischen Sendeanstalten zukommen lassen, um sie für die Propagandaschlacht im nachfolgenden Kalten Krieg gegen den feindlichen kommunistischen Osten zu rüsten. Auch der Eurovision Song Contest sollte nach den Vorstellungen des hierbei federführenden US-Geheimdienstes dem kulturellen Aneinanderrücken der "freiheitlichen" (lies: kapitalistischen) Staaten dienen und mit seinem nach eigenem Empfinden glamourösen und unterhaltsamen Programm, das man, soweit es die Antennen zuließen, gerne auch ins sozialistische Ausland ausstrahlte, um dort Neid und Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu schüren, die klare Überlegenheit des Westens in Sachen Pop demonstrieren. Dies jedenfalls ist der zieml...