Sie­gel: “ ‘Let’s get hap­py’ war für Anke Engel­ke”

Allei­ne bei der Vor­stel­lung fällt mir fast die Kaf­fee­tas­se aus der Hand: in einem Inter­view mit dem aus Deutsch­land stam­men­den mehr­fa­chen Schwei­zer Vor-Vor­ent­scheids-Teil­neh­mer Mave O’Rick (bekannt durch den Flum­mi­tech­no­re­mix von Anne-Marie Davids ‘Tu te recon­naî­tras’) für die Online­aus­ga­be des Schwu­len­ma­ga­zins Män­ner behaup­te­te der deut­sche Grand-Prix-Grand­sei­gneur ges­tern, er habe ‘Let’s get hap­py’ (DE 2003) ursprüng­lich nicht für Lou Hoff­ner, son­dern für Anke Engel­ke kom­po­niert. “Und fast hät­te sie den Song gesun­gen. Ich bin mir ziem­lich sicher, dass dann ein bes­se­rer Platz dabei her­aus gesprun­gen wäre,” so Sie­gel. Das lässt nun Raum für Spe­ku­la­tio­nen: schei­ter­te es wie wei­land 1997 am schnö­den Mam­mon, als der Mün­che­ner Song­schrei­ber sei­nen Titel ‘Zeit’ von der ursprüng­lich ange­frag­ten Esther Ofa­rim (CH 1963) auf­grund derer hohen Gagen­for­de­rung, die Sie­gel nicht erfül­len woll­te, an die Bie­le­fel­der Bank­kauf­frau Bian­ca Shom­burg wei­ter­rei­chen muss­te? Ver­lei­te­te ein ver­dutzt-höf­li­ches “Ich den­ke drü­ber nach” der genia­len Come­di­en­ne und spä­te­ren Euro­vi­si­ons­mo­de­ra­to­rin Sie­gel zur irri­gen Annah­me, sie zöge sein Ela­bo­rat ernst­haft in Betracht? Oder sind das doch die ers­ten Zei­chen einer begin­nen­den Alz­hei­mer?


Zu vie­le bun­te Glücks­pil­len genom­men? Laut Sie­gel soll­te Anke ursprüng­lich den Song sin­gen

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Heu­re­ka: Anke Engel­ke mode­riert USFM

Da hat sich der beharr­li­che Ein­satz des Prinz-Blogs doch gelohnt: wie DWDL vor weni­gen Minu­ten berich­te­te, mode­riert die groß­ar­ti­ge Anke Engel­ke den deut­schen Euro­vi­si­ons­vor­ent­scheid am 14. Febru­ar 2013. Das Mul­ti­ta­lent, ohne Fra­ge die begab­tes­te Come­dy­frau Deutsch­lands, die sich bereits durch ihre sym­pa­thisch offe­nen Wor­te als Gast­ju­ro­rin bei Unser Song für Deutsch­land (der deut­schen Vor­ent­schei­dung 2011) in wohl­tu­en­der Wei­se von der all­ge­mei­nen Lob­hu­de­lei abhob und sich durch die groß­ar­tig locke­re Mode­ra­ti­on des ESCs in Düs­sel­dorf sowie ihre unglaub­lich char­man­te Mah­nung im Rah­men der Punk­te­ver­ga­be des ESC 2012 (“Euro­pe is watching you!”) Meri­ten erworb, ist die Wunsch­be­set­zung der Euro­vi­si­ons­fans und für sich allei­ne schon Grund genug, sich Unser Song für Mal­mö anzu­schau­en. Völ­lig rich­tig spricht NDR-Mann Tho­mas Schrei­ber von Anke als “Ide­al­be­set­zung, denn sie wird sicher­lich mit Klug­heit, Wis­sen und Humor durch die Show füh­ren”. Und dem ist nichts hin­zu­zu­fü­gen. Dan­ke, Anke und dan­ke, NDR!


Ich lieb­te Anke vor­her schon, aber seit die­ser Anspra­che um so mehr!

Anke Engel­ke mode­riert den deut­schen Vor­ent­scheid 2013.

  • Geil, geil, geil! Ich freu mich so, so hart! (87%, 138 Votes)
  • Chi­na… Sack Reis… (10%, 16 Votes)
  • Och nöööö. Nicht die. (3%, 4 Votes)

Total Voters: 158

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ESC Fina­le 2011: I’m sca­red ton­ight

Logo ESC 2011 Finale
Das schwe­di­sche Jahr

Euro­pa macht mir Angst. Erst ver­wies es, natür­lich unter tat­kräf­ti­ger Mit­hil­fe der geron­ti­schen Jurys, in den Semis mei­ne bei­den jewei­li­gen Lieb­lings­bei­trä­ge, das wun­der­bar opti­mis­ti­sche ‘Haba haba’ (NO) und das exzel­lent dra­ma­ti­sche ‘San Ange­los s’agapisa’ (CY), auf die vor­letz­ten Plät­ze. Und dann bestimm­te es im Fina­le einen musi­ka­lisch glatt­ge­bü­gel­ten, belie­bi­gen Seicht­kram zum Sie­ger, in dem sehr offen­sicht­lich die Zwangs­he­te­ro­se­xua­li­sie­rung eines bedau­erns­wer­ten, sehr offen­sicht­lich nicht inter­es­sier­ten Jüng­lings durch eine an Jah­ren und Erfah­rung rei­che Frau zele­briert wird. Bei evan­ge­li­ka­len Fun­da­men­ta­lis­ten mit ihren absur­den Homo-Hei­lungs-Pro­gram­men dürf­ten die Sekt­kor­ken geknallt haben. Für mich wur­de an die­sem Abend ein beträcht­li­ches Stück der schwu­len Iden­ti­tät des Grand Prix Euro­vi­si­on zu Gra­be getra­gen. Ein trau­ri­ger Tag für mei­ne Lieb­lings­ver­an­stal­tung.

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ESC 2. Semi 2011: Cau­se I know it’s pasi­bel

Logo des Eurovision Song Contest 2011 (Semi 2)
Das schwe­di­sche Jahr

Es geht doch, wenn man nur will: die ARD kann eine Euro­vi­si­ons­sen­dung ohne pein­li­che Tech­nikpan­nen stem­men; Anke Engel­ke kann auch rich­ti­ge Abend­klei­der tra­gen (und dar­in fan­tas­tisch aus­se­hen); Ste­fan Raab kann wit­zig sein (als Side­kick von Anke Engel­ke, die bereits mit der Mode­ra­ti­on der bei­den Semis allen Schmach, den uns Mar­le­ne Cha­rells über­am­bi­tio­nier­tes Strau­cheln 1983 bescher­te, mehr als wett­mach­te) und das Ers­te kann einen rich­tig guten Pau­se­nact orga­ni­sie­ren, der mul­ti­kul­tu­rell wirkt und den­noch etwas mit dem ver­an­stal­ten­den Land zu tun hat. A pro­pos Mul­ti­kul­ti: noch nie war ich so begeis­tert von den Post­kar­ten! Die schöns­ten Sei­ten Deutsch­lands im Märk­lin-Style, ver­knüpft mit hier leben­den und arbei­ten­den Men­schen aus dem jewei­li­gen Teil­neh­mer­land: ich glau­be, welt­of­fe­ner und sym­pa­thi­scher hät­ten wir uns nicht prä­sen­tie­ren kön­nen. Ich lie­ben!

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ESC 1. Semi 2011: Halb­zeit means Halb­zeit

Logo des Eurovision Song Contest 2011 (Semi 1)
Das schwe­di­sche Jahr

Meh­re­re Über­ra­schun­gen hielt das ers­te Semi bereit: ein dank des unheil­vol­len Ein­grei­fens geschmacks­ge­stör­ter Geron­ten­ju­rys hoch­gra­dig scho­ckie­ren­des Abstim­mungs­er­geb­nis, ver­sa­gen­de Stim­men sowie eine pein­li­che Ton­pan­ne. Und das am Tech­no­lo­gie­stand­ort Deutsch­land! Am uner­war­tes­ten aber: eine hin­rei­ßend locke­re, amü­san­te Mode­ra­ti­on, trotz Ste­fan Raab (DE 2000) als einer der drei Gast­ge­ber des Abends! Wer auch immer die Eröff­nungs­mo­de­ra­ti­on mit dem Run­ning Gag “Looks don’t mat­ter in Ger­ma­ny” schrieb, gehört für den Grim­me-Preis nomi­niert. Ent­ge­gen mei­ner schlimms­ten Befürch­tun­gen prä­sen­tier­te sich Deutsch­land durch den unver­krampft-locke­ren Schlag­ab­tausch zwi­schen der groß­ar­ti­gen Anke Engel­ke und einem ange­nehm eigeniro­ni­schen Ste­fan Raab als sou­ve­rän und unter­halt­sam. Bra­vo!

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