Schlagwort: Ann-Christine Nyström

<span class="caps">ESC</span> 1966: Zwin­gen kann man kein Glück
1966, Die Sechziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser, Schwules, Unsere Lieblinge

ESC 1966: Zwin­gen kann man kein Glück

Das zehnjährige Jubliäum des Eurovision Song Contests nahm die EBU zum Anlass, im Frühjahr 1966 bei den teilnehmenden TV-Anstalten Ideen für die künftige Gestaltung des Wettbewerbs zu sammeln. Dabei zeigten sich regional sehr unterschiedliche Schwerpunkte, wie Gordon Roxburgh in der Fibel Songs for Europe auflistet: so bestanden die skandinavischen Sender darauf, dass der "musikalischen Qualität" der Beiträge die absolute Priorität einzuräumen sei. Die westeuropäischen Anstalten wie die ARD, das belgische BRT, der ORF und das französische Fernsehen wollten vor allem die Teilnehmerzahl von zuletzt 18 Nationen reduzieren und schlugen verschiedene Formate für Semifinale vor, wie sie sich aber erst 2004 durchsetzen sollten. Die linguistisch zwiegespaltenen Belgier votierten dabei für die Zut...
Eurovi­isukar­sin­ta 1966: Auf der Stra­ße nach Süden
1966, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

Eurovi­isukar­sin­ta 1966: Auf der Stra­ße nach Süden

Eine noch heute vom NDR beim deutschen Vorentscheid gerne angewandte Abstimmungstechnik führte der finnische Sender YLE erstmalig 1966 als Neuerung ein: das Superfinale. Wie nicht anders zu erwarten, stellte sie ihre Ungeeignetheit gleich bei der Premiere unter Beweis. Zum einen stand die Siegerin des Abends, die damals 22jährige Euroviisukarsinta-Novizin Ann-Christine Nyström mit ihrem fröhlich-belanglosen Schlagerlein 'Playboy', eigentlich bereits nach der ersten Juryabstimmung fest, in welcher sie mit zwei Zählern Vorsprung vor den beiden punktgleich zweitplatzierten Balladen 'Muistojen Bulevardi' von Laila Kinnunen (→ FI 1961) und 'Vieras rakastettuni' ('Fremde, die ich liebe') von Viktor Klimenko (→ FI 1965) führte. Dennoch musste die selbe Jury anschließend diese drei Titel noch einm...