Semi­fi­nal-Super­sams­tag 2016: I love to hate you!

Nun liegt er hin­ter uns, der aus­schließ­lich aus diver­sen Vor­run­den (gan­ze sechs an der Zahl!) bestehen­de Super­sams­tag, an dem sich in ganz Skan­di­na­vi­en und wei­ten Tei­len des ehe­ma­li­gen Ost­blocks etli­che Sänger/innen bat­tel­ten, ohne dass eine fina­le Ent­schei­dung für Stock­holm fiel. Und natür­lich ende­te er fast über­all mit maß­lo­sen Ent­täu­schun­gen. Fan­gen wir gleich mit der schlimms­ten davon an, damit wir sie aus dem Weg bekom­men: Island! Zwölf Kandidat/innen gibt es im Söng­vakepp­ni ins­ge­samt, sechs davon tra­ten ges­tern an, dar­un­ter die Ein­zi­ge mit einem hörens­wer­ten Bei­trag und mei­nem aktu­el­len Lieb­lings­ohr­wurm aller Zei­ten und Son­nen­sys­te­me: Sig­ga Eyrún mit ‘Krei­sí’. Der klingt, wie er heißt, also groß­ar­tigst, besteht par­ti­ell aus dem Super-Mario-Sound­track, par­ti­ell aus der Stro­phe von Era­su­res Dra­mapop-Meis­ter­werk ‘I love to hate you’ sowie einer fan­tas­ti­schen Büh­nen­show mit einer sym­pa­thisch-fül­li­gen Sän­ge­rin, beglei­tet von einer Drag­queen und einer auf irre geschmink­ten, video­spiel­süch­ti­gen Frau, die sich mit Tisch­ten­nis aus alten C‑64-Tagen ver­gnügt. Und allei­ne für den Cho­reo­gra­fie­ein­fall, die Mit­tel­li­nie des Spiels von einem regen­bo­gen­far­be­nen Pacman auf­fres­sen zu las­sen, gebühr­te ihr der Sieg beim Euro­vi­si­on Song Con­test in Stock­holm. Doch dazu wird es nicht kom­men: die völ­lig geschmacksin­kom­pe­ten­ten islän­di­schen Televoter/innen lie­ßen sie noch nicht mal ins Fina­le zie­hen! Ich bin so sau­er, dass ich es nicht anders in Wor­te fas­sen kann als: die­se Insel soll bit­te im Meer ertrin­ken. Sofort!

Ab Sekun­de 28: sin­gen Sie da mal “I like to read mur­der mys­te­ry / I like to know the kil­ler isn’t me” drü­ber. Und, passt, oder? (IL)

Wei­ter­le­senSemi­­fi­­nal-Super­­­sams­­tag 2016: I love to hate you!