ESC Fina­le 2006: Hard Rock? Hal­le­lu­jah!

Logo des Eurovision Song Contest 2006 (Semifinale)
Das Jahr der Mons­ter­ro­cker

Dass ich das noch erle­ben durf­te: die Fin­nen gewin­nen! Athen warf ein bis dato unum­stöß­li­ches Grand-Prix-Gesetz über den Hau­fen. Was kommt als nächs­tes? Ein Sieg Por­tu­gals? Andor­ra im Fina­le? Eine ost­eu­ro­päi­sche Sän­ge­rin, deren Rock die Scham bedeckt? Man darf gespannt sein! Die meis­tens Fans in der Athe­ner Olym­pia­hal­le reagier­ten geschockt, als der Sieg der Mons­ter­ro­cker sich abzeich­ne­te. Nur weni­ge zeig­ten sich (wie ich) begeis­tert, unter­stütz­ten jede Zwölf-Punk­te-Wer­tung für Lor­di mit einem spon­ta­nen “Lap­po­nia”-Gesang oder rock­ten bei der Sie­ger­re­pri­se auf dem Stuhl ste­hend mit.

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Anna Vis­si: The Poli­tics of Dan­cing

Ganz weit vor­ne bei den Buch­ma­chern liegt der dies­jäh­ri­ge grie­chi­sche Bei­trag. Super­star Anna Vis­si hat zu ihrem – in mei­nen Ohren lei­der super­drö­gen – Poprock­stück ‘Every­thing’ einen sehr auf­wän­di­gen und ori­gi­nel­len Video­clip gedreht, in dem der für ihr Alter ein­deu­tig zu jugend­lich geklei­de­ten Sän­ge­rin in schon slap­stick­haf­ter Wei­se aller nur erdenk­lich Unbill zuteil wird. Genau jenes Pro­mo­vi­deo hat nun den Unwil­len des als extrem­kon­ser­va­tiv gel­ten­den, umstrit­te­nen grie­chi­schen Euro­pa­po­li­ti­kers Geor­gi­os Karatzafe­ris erregt.


Frau am Steu­er… (GR)

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ESC 1982: Mei­ne Lie­der, die ändern nicht viel

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Das Jahr des Bruchs

1982: eine magi­sche Zahl für Deutsch­land, ein natio­na­les Trau­ma. Nicht nur, weil sich damals ein bir­nen­för­mi­ger Oggers­hei­mer anschick­te, das Land mit einer sech­zehn Jah­re wäh­ren­den Schre­ckens­herr­schaft zu über­zie­hen. Viel wich­ti­ger: wir gewan­nen den Grand Prix! Zum ers­ten – und, wie ich bis zum 29. Mai 2010, als Lena Mey­er-Land­rut die Wach­ab­lö­sung voll­zog und die Ära Sie­gel been­de­te, fest glaub­te, auch zum letz­ten – Mal. Der Con­test zog von den bis­her meist als Aus­tra­gungs­ort aus­ge­wähl­ten Haupt­städ­ten in die tiefs­te bri­ti­sche Pro­vinz nach Hor­ror­ga­te Har­ro­ga­te. Wie pas­send, denn pro­vin­zi­ell mute­te auch das musi­ka­li­sche Auf­ge­bot an.

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