Annie Palmen

ESC-Fina­le 1963: Melo­die einer Nacht

ESC-Fina­le 1963: Melo­die einer Nacht

Die von etlichen europäischen Sendeanstalten (einschließlich der ARD) aus finanziellen Gründen sehr gefürchtete Eurovisionsregel, wonach der Sieger des Wettbewerbs im Folgejahr prinzipiell den Contest austragen soll (nicht: muss), existiert bereits seit seit dem zweiten Jahr seines Bestehens, also seit 1957. Doch nicht jeder glückliche Gewinner verhält sich regelkonform: dem schlechten Beispiel der Niederlande folgend, weigerte sich heuer das innerhalb von nur sechs Jahren bereits zum dritten Male (nämlich 1958, 1960 und 1962) viktoriöse Frankreich, die Show zu organisieren und alleine finanziell zu stemmen. Das mondäne Cannes, wo der Wettbewerb bereits 1959 und 1961 stattgefunden hatte, entwickelte sich - nicht zuletzt aufgrund der jährlichen…
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Nie­der­län­di­scher Vor­ent­scheid 1963: Die Spiel­do­se steht still, wenn Dein star­ker Arm es will

Nie­der­län­di­scher Vor­ent­scheid 1963: Die Spiel­do­se steht still, wenn Dein star­ker Arm es will

Null Punkte beim Eurovision Song Contest von 1962 für die per öffentlichem Vorentscheid ausgewählten Speelbrekers: das niederländische Fernsehen reagierte prompt und verlegte sich für 1963 auf eine intern ausgesuchte Interpretin und eine jurygestützte Songauswahl. Die stets ein wenig dröge wirkende Annie Palmen begann ihre Karriere einst als Sängerin verschiedener Tanzorchester, die vom Südseeschlager bis zum Country alle möglichen Stile abdeckten. 1948 gewann sie einen Talentwettbewerb eines holländischen Radiosenders, kam dort öfters zum Einsatz und konnte in der Folge erste Hits erzielen. 1960 trat sie beim niederländischen Vorentscheid an und sang dort das Siegerlied 'Wat een Geluk', welches die Jury aber…
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Natio­naal Song­fes­ti­val 1960: Ding A Din­ge­ding Dong

Natio­naal Song­fes­ti­val 1960: Ding A Din­ge­ding Dong

Als eine hoch vergnügliche Stunde puren Comedy-Goldes geht das niederländische Nationaal Songfestival (NSF) von 1960 in die Annalen der Grand-Prix-Geschichte ein. Acht "Liedjes" gelangten zur Aufführung, interpretiert jeweils in zwei verschieden instrumentierten Varianten von unterschiedlichen Künstler:innen und dargeboten vor teils passend zum Songtext mit Kreide auf eine Schiefertafel gemalten Bildhintergründen. Vielfach ließ sich erkennen, dass die Autoren sich Gedanken gemacht hatten, was bei den Eurovisionsjurys gut ankommen könnte. So wie gleich beim ersten Beitrag des Abends, welcher sich des bereits beim Premieren-Contest in Lugano von Lys Assia bemühten Jahrmarkt-Themas 'Carroussel' bediente. Was den beiden NSF-Rückkehrern Marcel Thielemans (der den Zuschauer:innen gar ungehörig die Zunge…
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