Antonio Diodato

Make a Chan­ge and go: das deut­sche ESC-Fina­le 2020

Make a Chan­ge and go: das deut­sche ESC-Fina­le 2020

Ein in jeder Hinsicht merkwürdiger Eurovisionsabend, den die ARD gestern auf die Beine stellte, und der es fertig brachte, einerseits Salz in die von der Corona-bedingten Absage des eigentlichen Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam verursachte Wunde zu streuen und gleichzeitig für linderndes Labsal zu sorgen. Ein wirklich großes Lob jedenfalls muss dem NDR ausgesprochen werden für die so eigensinnige wie richtige Entscheidung, aus der Simultanausstrahlung des vonseiten der EBU organisierten, zentralen Ersatzprogramms Europe shine a Light auszuscheren und stattdessen ein eigenes, deutsches ESC-Finale zu produzieren. Sowie das letzten Samstag auf dem Spartensender One vorausgegangene Halbfinale, bei welchem die Zuschauer:innen…
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World’s Worst Wohn­zim­mer: das deut­sche ESC-Halb­fi­na­le 2020

World’s Worst Wohn­zim­mer: das deut­sche ESC-Halb­fi­na­le 2020

Ein tödlicher Verkehrsunfall mit zahllosen Beteiligten, dessen schaurig-morbider Faszination man sich über geschlagene vier Stunden nicht zu entziehen vermochte, so lässt sich das gestrige deutsche Eurovisions-Halbfinale 2020 beschreiben. Mit welchem die ARD versuchte, trotz der seuchenbedingten Absage des offiziellen europaweiten Wettbewerbs wenigstens auf nationaler Ebene ein adäquates Ersatz-Event auf die Beine zu stellen, wofür der Senderverbund gar nicht oft genug gelobt werden kann. Grundsätzlich nicht verkehrt auch die Idee zur Zusammenarbeit mit Funk, der hauseigenen Youtube-Spielwiese, mit welcher die Öffentlich-Rechtlichen darauf reagieren, dass Zuschauer:innen unter 30 mittlerweile durch klassisches lineares Fernsehen praktisch nicht mehr zu erreichen sind. Zu Funk gehören…
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San-Remo-Fes­ti­val 2020: Hun­de, wollt ihr ewig leben?

San-Remo-Fes­ti­val 2020: Hun­de, wollt ihr ewig leben?

Auch im Jahre 2020 hatten die Italiener mal wieder den Längsten. Eurovisionsvorentscheid aller Nationen nämlich. Geschlagene fünfeinhalb Stunden (!) ließ man sich Zeit im Finale des 70. Festival della Canzone Italiana di Sanremo, bis endlich der 39jährige Singer-Songwriter Antonio Diodato mit der selbst komponierten Sülzballade 'Fai Rumore' ('Lärm machen') als Sieger des ligurischen Liederwettbewerbs und italienischer Vertreter beim Eurovision Song Contest in Rotterdam feststand. Vor der Verkündigung des Endergebnisses des San-Remo-Superfinales gegen 2:30 Uhr (!) in der Nacht trieb es der Sender Rai mit einem mehr als sechzigminütigen (!) Pausenprogramm auf die Spitze, zu dessen absoluten Tiefpunkten der Auftritt eines…
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