ESC Fina­le 2008: Lie­be schmeckt wie Kavi­ar

Logo des Eurovision Song Contest 2008 (2. Semi)
Das Eis­kunst­lauf­jahr

Zwölf Anläu­fe hat­te der flä­chen­größ­te und ein­woh­ner­stärks­te Teil­neh­mer­staat des Euro­vi­si­on Song Con­test für sei­nen ers­ten Grand-Prix-Sieg gebraucht. Sei­nen Füh­rungs­an­spruch und sei­ne kul­tu­rel­le Zuge­hö­rig­keit zu Euro­pa woll­te Russ­land damit unter­strei­chen – und ver­tief­te doch nur die Grä­ben, denn kaum ein Sie­ger­ti­tel rief im Wes­ten so eine star­ke Ableh­nung her­vor wie Dima Bilans musi­ka­lisch mala­des und über­an­strengt dar­ge­bo­te­nes ‘Belie­ve’, wel­ches der Sarg­na­gel für das hun­dert­pro­zen­ti­ge Zuschau­er­vo­ting sein soll­te. Für den rus­si­schen Plat­ten­mil­lio­när, dem bei sei­nem Erst­ver­such 2006 mit dem deut­lich bes­se­ren ‘Never let you go’ nur die fin­ni­schen Mons­ter­ro­cker Lor­di in die Que­re kamen, reich­te es ledig­lich für einen schwa­chen Rang 54 in den deut­schen Ver­kaufs­charts.

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Arme­ni­en 2008: Kel­le Fami­ly

Auch in Arme­ni­en stand die Inter­pre­tin – Sirus­ho – schon län­ger fest. Vori­ge Woche fand dann auch die Song­aus­wahl statt. Unter vier Bei­trä­gen setz­te sich das haupt­säch­lich in so etwas wie Eng­lisch gesun­ge­ne Lied ‘Qele qele’ durch, mit dem Sirus­ho ein wenig auf den Pfa­den von Hele­na Papa­raz­zi Papa­riz­ou (GR 2005) wan­delt. Der ein­gän­gi­ge, eher ein­fach struk­tu­rier­te Pop­song über­zeugt durch einen Rumms-Bumms-Power­re­frain, dezen­ten Eth­no­fla­vour und eine hin­rei­ßen­de Inter­pre­tin. Ein klu­ger Mix: die Eth­no-Instru­men­tie­rung mit einem haar­scharf an der Gren­ze zwi­schen inter­es­sant und ner­vig quä­ken­den Dudel­sack (oder ähn­li­chem) und pos­sier­li­chen Flö­ten ret­tet den arme­ni­schen Ohr­wurm vor einer all zu offen­sicht­li­chen Flach­heit. Und die schö­ne Sirus­ho ver­kauft das Gan­ze sehr kom­pe­tent. Könn­te was wer­den.


Gei­le Glit­zer­stie­fel!

Vier­ter Super­sams­tag 2007 (AM, BE, BG, MK)

Mas­sig neue Euro­vi­si­ons­bei­trä­ge lie­fen die­ses Wochen­en­de auf. Kön­nen natür­lich nicht alles Knal­ler sein. Hier also die Sek­ti­on “Fer­ner lie­fen”. Es beginnt mit einer opti­schen Kreu­zung aus David Has­sel­hoff und Tom Jones für Arme­ni­en. Akus­tisch ein Mix aus Hari Mata Hari (BA 2006) und Nuno Resen­de (BE 2005), ist ‘Any­ti­me you need’ von Hay­ko (lei­der ohne May­ko, harr harr) Hako­by­an nichts ande­res als drei Minu­ten gepfleg­te Lan­ge­wei­le. Hay­ko hat noch nicht mal eine unan­ge­neh­me Stim­me und er singt mit Lei­den­schaft, den­noch bleibt das Stück fade. Viel­leicht klän­ge es in Lan­des­spra­che etwas weni­ger drö­ge als in dem hör­bar schlech­ten Eng­lisch, mit dem er sich abmüht. Sor­ry, das war’n Griff ins Klo!


Das ist doch eine Duduk, die da dezent flö­tet? (AM)

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