Australien

World’s Worst Wohn­zim­mer: das deut­sche ESC-Halb­fi­na­le 2020

World’s Worst Wohn­zim­mer: das deut­sche ESC-Halb­fi­na­le 2020

Ein tödlicher Verkehrsunfall mit zahllosen Beteiligten, dessen schaurig-morbider Faszination man sich über geschlagene vier Stunden nicht zu entziehen vermochte, so lässt sich das gestrige deutsche Eurovisions-Halbfinale 2020 beschreiben. Mit welchem die ARD versuchte, trotz der seuchenbedingten Absage des offiziellen europaweiten Wettbewerbs wenigstens auf nationaler Ebene ein adäquates Ersatz-Event auf die Beine zu stellen, wofür der Senderverbund gar nicht oft genug gelobt werden kann. Grundsätzlich nicht verkehrt auch die Idee zur Zusammenarbeit mit Funk, der hauseigenen Youtube-Spielwiese, mit welcher die Öffentlich-Rechtlichen darauf reagieren, dass Zuschauer:innen unter 30 mittlerweile durch klassisches lineares Fernsehen praktisch nicht mehr zu erreichen sind. Zu Funk gehören…
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Aus­tra­lia deci­des 2020: Send in the Clowns

Aus­tra­lia deci­des 2020: Send in the Clowns

Wie die uneheliche Tochter von Marge Simpson und einer Kragenechse, so sah die diesjährige Siegerin des Eurovisionsvorentscheids Australia decides, Montaigne, bei ihrem heutigen Auftritt aus. Dabei erwies sich der Titel der aufgrund der Zeitverschiebung in Europa bereits am Samstagmittag über den Äther gegangenen Sendung als glatte Lüge: denn nicht die australischen Zuschauer:innen, die sich mehrheitlich für eine in dieser Form bereits millionenfach dargebotene Baukasten-Powerballade der ehemaligen Siegerin der Aussieversionen der Trash-TV-Formate DSDS (2004) und IBES (2017), Casey Donovan, entschieden, bestimmten am Ende, wer Down Under in Rotterdam vertreten darf, sondern die Juror:innen, welche das Televoting überstimmten und der 24jährigen, in…
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ESC-Fina­le 2019: Song Con­test is a losing Game

ESC-Fina­le 2019: Song Con­test is a losing Game

Da hatte die EBU in diesem Jahr eigens erneut das Auszählungsverfahren geändert, um die Sache spannender zu gestalten. Und doch trat die langweiligste aller möglicher Optionen ein: wie bereits seit Monaten von allen Wettbüros eisern vorhergesagt, gewann heute Nacht der Niederländer Duncan Laurence den Eurovision Song Contest 2019. Der 24jährige Musiker vereinte die in diesem Jahr augenscheinlich wichtigsten Eigenschaften für eine erfolgreiche Grand-Prix-Teilnahme: er ist männlich, vollbärtig, gutaussehend und er jaulte weite Teile seiner gefühlvollen Klavierballade 'Arcade' in Falsettstimme. Sein Lied handelt dem reinen Text nach von einer unglücklichen Beziehung, die der Protagonist nicht beenden kann, weil er süchtig nach…
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Ers­tes ESC-Semi 2019: Strah­lend weiß muss sie sein!

Ers­tes ESC-Semi 2019: Strah­lend weiß muss sie sein!

Gleich zweifach erfuhr die fabelhafte Dana International, die 1998 beim Eurovision Song Contest in Birmingham den mit weitem Abstand bedeutsamsten Sieg in der über sechzigjährigen Geschichte des Grand Prix errang, die ihr gebührende Ehrung im gestrigen ersten Semifinale 2019 zu Tel Aviv, wo sie als Interval Act auftrat. Der für seine 40 Lenze erstaunlich jung aussehende Assi Azar, einer der überflüssigerweise erneut vier (!) Gastgeber/innen des Abends, benannte die offensichtlich in den selben Jungbrunnen gefallene LGBTQI*-Ikone in seiner Anmoderation als sein persönliches Idol. War es doch ihr seinerzeitiger Sieg, der dem damals Zwanzigjährigen aus dem Versteck half und ihm die…
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Rank and File 2019: Platz 37 – Zero Gravity

Rank and File 2019: Platz 37 – Zero Gravity

Erstmalig produzierte das seit 2015 jeweils auf "besondere Einladung" der EBU am Eurovision Song Contest teilnehmende Australien in diesem Jahr eine nationale Vorentscheidung. Das aufgrund der Zeitverschiebung in unseren Breitengraden sehr Fan-freundlich am Sonntagvormittag ausgestrahlte Australia decides überzeugte aus dem Stand mit einer Fülle fantastischer Songs und fabelhafter Darbietungen. Und bestätigte zugleich, dass der Sender SBS künftig besser wieder intern entscheidet: das Publikum und die Jury sorgten für einen der tiefsten Griffe ins Klo aller Zeiten und Welten. Platz 37: Australien – Kate Miller-Heidke: Zero Gravity (Null Schwerkraft) Wie die Künstlerin selbst erzählte, schrieb sie das Lied als Befreiungsschlag gegen…
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Aus­tra­lia deci­des 2019: Vor­sicht, Prin­zes­sin, hin­ter Dir!

Aus­tra­lia deci­des 2019: Vor­sicht, Prin­zes­sin, hin­ter Dir!

Nach der völlig enttäuschenden Amateurveranstaltung in Großbritannien gestern Abend zeigten die entfernten Verwandten aus Down Under heute Mittag den Briten, wie man einen ordentlichen Eurovisions-Vorentscheid aufzieht. Nachdem die Australier ihren Beitrag bislang stets intern festlegten, organisierte der Sender SBS erstmalig eine öffentliche Vorauswahl und fuhr dafür zehn im Lande (und teils darüber hinaus) etablierte Acts mit musikalisch sehr diversen, teils verzichtbaren, teils aber auch herausragenden Songs auf, eingebettet in eine selbstironisch moderierte, runde Show. Seht her, ihr TV-Stationen Europas: so wird's gemacht! Der einzige, dafür um so größere Wermutstropfen: die Entscheidung lag somit in den Händen des australischen Publikums und…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Brehms Tierleben

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Brehms Tierleben

Echte Eurovisionsfans befinden sich - getreu des Mottos: nach dem ESC ist vor dem ESC - bereits seit vergangenem Mai gedanklich im Jahr 2019. Seit heute stimmt dann auch der offizielle Kalender wieder mit dem Empfinden überein. Höchste Zeit also für einen Überblick über die Geschehnisse in den 42 in Tel Aviv teilnehmenden Nationen, die mir in den letzten Wochen durchgerutscht sind. Dabei scheint, dass das gackernde Huhn vom letzten Jahr so manch anderes lustiges Getier inspirierte: dabei sind unter anderem singende Katzen und ironische Hyänen.  Den Auftakt aber macht eine halbe Göttin. Sagt sie zumindest von sich selbst. Sie,…
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Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Hat das Land so eine Art von Geheimvertrag mit dem Karma? Oder wie schafft Israel es sonst, seine Eurovisionssiege mit einer derartigen mathematischen Präzision in Abständen von jeweils exakt 20 Jahren über die Grand-Prix-Geschichte zu verteilen? Und das auch noch mit einem jeweils ziemlich ähnlichen Konzept: 1978 schaffte es Izhar Cohen auf dem Höhepunkt der Discowelle mit einem tanzbaren, von der universalen Liebe unter den Menschen handelnden Kinderlied namens 'A Ba Ni Bi' und einer sensationellen Marge-Simpson-Frisur, die Jurys im Sturm zu erobern; 1998 gelang der kämpferischen Transsexuellen Dana International mit dem Tanzflächenfüller 'Diva' der bis heute wichtigste, weil ein…
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Zwei­tes ESC-Semi 2018: vom Tod und ande­ren Tabus

Zwei­tes ESC-Semi 2018: vom Tod und ande­ren Tabus

Sie haben es tatsächlich geschafft. Der mutmaßliche, sinistere Plan der Russen, erstmalig seit der Einführung der Qualifikationsrunden im Jahre 2004 in einer solchen auszuscheiden, ging auf. Zum zweiten Mal hintereinander wies das kaltherzige Europa die im Rollstuhl sitzende Interpretin Julia Samoylova ab: 2017 aus politischen Gründen, 2018 aus purer Bösartigkeit und in Negierung des von der EBU verbreiteten Märchens der Inklusion, die beim Eurovision Song Contest eben nur für bärtige Frauen gilt. So vermutlich die Melodie des Liedes, welches Putins Staatsmedien ab sofort verbreiten dürften. Dabei tat das russische Team selbst alles, um den Finaleinzug zu verhindern: es versorgte seine…
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We can’t move a Moun­tain: drit­ter Pro­ben­tag in Lissabon

We can’t move a Moun­tain: drit­ter Pro­ben­tag in Lissabon

Auch am Tag der Arbeit gehen die Proben für den Eurovision Song Contest 2018 in der Altice-Arena zu Lissabon weiter, heute mit der ersten Hälfte des zweiten Semifinales. Das eröffnet bekanntlich, in Person Alexander Rybaks, ein ehemaliger Eurovisionsgewinner. Und wiewohl sein Beitrag 'That's how you write a Song' die europäischen Schwurnalisten in Fans und bekennende Hasser spaltet, herrscht unter den Blogger/innen ziemliche Einigkeit, dass auch dieser Titel erneut um den Sieg mitspielen könnte. Rybak, der Dorian Gray der Eurovision, der seit seiner letzten Grand-Prix-Teilnahme offensichtlich keinen Tag alterte und noch immer über seinen Lausbubencharme verfügt, bringt - wie schon 2009…
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Aus­tra­li­en 2018: Und ich spür das Adrenalin

Aus­tra­li­en 2018: Und ich spür das Adrenalin

Gleich mehrere Nationen, deren jeweilige/r Eurovisionsvertreter/in bereits seit längerem feststehen, haben in den letzten Tagen endlich die dazugehörigen Songs gedroppt. Oder das eigentlich zu einem späteren Datum vorgehabt, was allerdings in Zeiten, da Leaken als Volkssport betrieben wird, zum Scheitern verurteilt ist. So tröpfelte beispielsweise der Beitrag Australiens bereits durch. Für Down Under tritt bekanntlich das Castingsternchen Jessica Mauboy an, die 2014 in Kopenhagen den Pausenact gab, der nach offizieller Geschichtsschreibung seitens der EBU als erfolgreiche Teilnahmebewerbung der Australier akzeptiert wurde. Seither hänge ihr Herz am ESC, so Jessica bei der diesjährigen Direktnominierung durch den Sender SBS. Ihr Lied 'We got…
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AU 2018: Mau­boy, Mau­boy, you can call her Mauboy

Beim Eurovision Song Contest 2014 trat sie als Pausenact im zweiten Semifinale auf und warb damit um die Teilnahme Down Unders an den europäischen Gesangsfestspielen. Und das offensichtlich mit Erfolg: seit 2015 darf Australien jedes Jahr "als Gast" auf Einladung der EBU starten, das Thema der von den Aussies angestrebten Dauerteilnahme steht laut ESC-Chef Jan Ola Sand aktuell erneut auf der Agenda. Wohl auch, um die Ernsthaftigkeit ihres Anliegens zu unterstreichen, schickt die Mates nun ihre damalige singende Botschafterin nach Lissabon: die wie alle ihre Vorgänger/innen intern bestimmte Jessica Mauboy wird den ozeanischen Kontinent beim Grand Prix 2018 vertreten. Die 26jährige…
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EBU lan­ciert asia­ti­schen ESC-Ableger

Die European Broadcasting Union (EBU), Veranstalterin des Eurovision Song Contest, befindet sich offensichtlich auf geradezu zwanghaftem Expansionskurs: neben dem 2003 ins Leben gerufenen und nach anfänglichem Schlingerkurs mittlerweile stabil laufenden Kinderableger, dem Junior-ESC (an welchem sich das deutsche Fernsehen nicht beteiligt), den im jeweiligen zweijährlichen Wechsel stattfindenden und von der Öffentlichkeit wenig beachteten Wettbewerben für junge Tänzer/innen bzw. Musiker/innen sowie dem gerade erst im Juli diesen Jahres vom Stapel gelaufenen Chöre-Wettsingen Eurovision Choir of the Year wollen die Genfer ihr Portfolio nun auch um den etwas stolprig betitelten Eurovision Asia Song Contest erweitern. An dem sollen sich bis zu 20 Länder…
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Ers­tes ESC-Semi 2017: no more Drama

Ers­tes ESC-Semi 2017: no more Drama

Je unsicherer die Zeiten, um so mehr suchen die Menschen fröhlich stimmende Ablenkung und Zerstreuung, so jedenfalls suggeriert es das Ergebnis der ersten Qualifikationsrunde des Eurovision Song Contests 2017, das am gestrigen Dienstagabend im Internationalen Ausstellungszentrum zu Kiew über die Bühne ging. Bestimmten im Vorfeld dieses Jahrgangs noch die schändlichen Ränkespiele um das vom Gastgeberland Ukraine verhängte Einreiseverbot gegen die russische Repräsentantin Julia Samoylova sowie die deutlich verschärften Sicherheitsmaßnahmen rund um die Veranstaltung die öffentliche Wahrnehmung des Wettbewerbs und schufen damit ein mulmiges Klima, so setzten sich im gestrigen Semi größtenteils diejenigen Beiträge durch, die sich an eher uptemporären, aktuellen Sounds orientierten…
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Euro­vi­si­on Death­match #2: Er war gera­de 18 Jahr

Nach dem gestrigen explosiven Auftakt unseres Leser/innen-Spiels Eurovision Deathmatch begeben wir uns in der heutigen, zweiten Runde in ruhigere Gefilde. Zwei sanftmütige, unschuldig anmutende Knäblein schicken wir heuer in den Abstimmungskampf um Leben und Tod. Sie kommen aus zwei Grand-Prix-Nationen, die im Englischen aufgrund ihrer namentlichen Ähnlichkeit gerne schon mal miteinander verwechselt werden, und so könnten wir diese Ausgabe auch unter die Überschrift "AustriAlien" stellen. Für unsere Nachbarn Österreich geht dabei der knapp fünfundzwanzigjährige Tiroler Nathanele Koll alias Nathan Trent an den Start, den ein ESC Nation-Forenuser unlängst mit den schönen Worten "Nathan hat diese 'Nimm mich an der Hand und bring mir…
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Aus­tra­li­en 2017: Jun­ge, brich Dei­ner Mut­ter nicht das Herz

Aus­tra­li­en 2017: Jun­ge, brich Dei­ner Mut­ter nicht das Herz

Heute früh gab der australische Sender SBS den Vertreter des ozeanischen Kontinents, der als eindeutig nichteuropäisches Land erneut eine gesonderte Einladung der EBU erhielt, beim Eurovision Song Contest 2017 bekannt: den 17jährigen aktuellen X-Factor-Australia-Gewinner Isaiah Firebrace. Die Wahl überrascht wenig, findige Fans sagten sie bereits vor Tagen voraus. Basiert doch die Teilnahme der eurovisionsbegeisterten Insel vor allem auf der Finanzierung durch Sony Music, die sich hiervon bessere globale Vermarktungsmöglichkeiten für die Künstler/innen aus ihrem australischen Rennstall verspricht. Und der blutjunge und bildhübsche Isaiah, dessen erster Hit 'It's gotta be you' bereits in mehreren europäischen Ländern läuft, stellt die neueste Perle in ihrem Portfolio…
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Aus­tra­li­en 2016: ver­stum­me, Europa!

Aus­tra­li­en 2016: ver­stum­me, Europa!

Ursprünglich für heute angekündigt, sickerte der Beitrag aus Down Under bereits gestern Abend durch und sorgte in den Fan-Foren größtenteils für Begeisterungsstürme. Teilweise tauchte gar die Frage auf, wo der Contest 2017 denn stattfindet, falls Australien gewinnt (keine Angst, es geht dann nicht mit dem Flieger ans andere Ende der Welt, der ESC bliebe in dem Fall auf dem Kontinent und fände wahrscheinlich in dem Land statt, in dem die örtliche Sony-Music-Niederlassung den größten Zuschuss zahlt. Das dürfte sogar Deutschland sein). Persönlich kann ich die Lobpreisungen für die keimfreie, strunzlangweilige Midtempoballade 'Sound of Silence' allerdings nicht teilen, auch wenn sie fraglos zu den…
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Tonight again: Aus­tra­li­en auch 2016 dabei

Das kam ja nun wirklich nicht überraschend: wie heute früh offiziell verkündet wurde, nimmt der australische Sender SBS auch beim 61. Eurovision Song Contest in Stockholm teil. Damit findet das von Anfang an durchschaubare und unwürdige Rumgeeiere um das angeblich "einmalige" Event zum Anlass des 60. Jubiläumscontests endlich ein Ende. Obwohl, so ganz auch nicht: laut NDR lege die EBU Wert auf die Feststellung, dass damit keine Entscheidung über die dauerhafte Partizipation des südpazifischen Kontinents getroffen sei. Oh bitte...! Diesmal immerhin müssen die Aussies durch die Qualifikationsrunde: aus den Big Five werden also wohl keine Big Six werden. Wenn das…
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Jan Ola Sand: “41 Län­der beim ESC 2016”

Auf einer Pressekonferenz der EBU sagte der ausführende Produzent des Eurovision Song 2016, Jan Ola Sand, heute, dass in Stockholm "41 TV-Stationen" (sprich: Länder) teilnehmen werden. Nun gehen überall die Spekulationen los, denn offiziell zugesagt haben - jedenfalls nach meiner Zählung - derzeit erst 37 Nationen. Zusammen mit all jenen Ländern, die sich bereits vorläufig auf die Liste haben setzen lassen oder Interesse bekundeten, kommt man aber in der Tat auf 41. Was bedeuten würde, dass Australien (wir erinnern uns: der von Europa aus auf der anderen Seite des Globus liegende Kontinent durfte die Wien anlässlich des Jubiläumsjahrgangs angeblich "einmalig" gastieren)…
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ESC-Fina­le 2015: A Touch too much

ESC-Fina­le 2015: A Touch too much

Okay, ich geb's zu: sie kommt ein bisschen spät, diese Besprechung. Direkt nach dem Finale im Mai ging das Buch vor und danach brauchte ich erst mal ein bisschen Abstand. Mit eben diesem Abstand habe ich mir nun, mehr als zwei Monate nach dem eigentlichen Event, die TV-Aufzeichnung des von mir live besuchten Jubiläums-Contests angeschaut. Und prompt stellte es sich wieder ein: dieses schon ihn Wien sehr subtil vorhandene Gefühl, dass es des Guten einfach irgendwie zu viel war. Zu viel von allem: zu viel Sendung (geschlagene vier Stunden ging die Show diesmal), zu viele Lieder (27, so viele wie noch nie zuvor…
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Guy Sebas­ti­an: Er kniff mei­ne Nippel

Guy Sebas­ti­an: Er kniff mei­ne Nippel

Wie die australische Tageszeitung Daily Telegraph heute berichtet, musste der australische Vertreter Guy Sebastian beim seinem Eurovisionsabenteuer in Wien eine bizarre Erfahrung machen: er sei, wie er gegenüber einer Radiostation verriet, in der Sauna seines Hotels von einem "gruseligen alten Mann" sexuell belästigt worden. Der verheiratete Sänger, Vater zweier Kinder, habe sich nach seinem täglichen Workout im Dampfbad entspannen wollen, als der Mann ihn ansprach, ihm Komplimente für seinen Körper machte, seine Tattoos anfasste - und ihm dann an die Titten ging. Der geschockte Popstar meldete den Vorfall an der Rezeption - was einem australischen Radiosender, der davon Wind bekam, die Gelegenheit gab, Guy…
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[UPD] Sony Music zahl­te für Aus­tra­li­ens Teilnahme

Wie eurovoix heute unter Bezugnahme auf die Zeitung The Australian rapportiert, habe Sony Music[ref]In einer früheren Fassung des Artikels hieß es, Sony Deutschland habe die Kosten übernommen, dies beruhte auf einer Übernahme von eurovoix. Australischen Quellen zufolge zahlte aber Sony Australien die Rechnung für Guy.[/ref] die Teilnahmegebühr des australischen Senders SBS für das Debüt von Down Under beim Jubiläumscontest in Wien übernommen und auch sämtliche Kosten für Guy Sebastian und seine Delegation bestritten, wie der Direktor des Senders, Michael Ebeid, bei einer Anhörung im Senat aussagte. Der Guy ist bei Sony unter Vertrag, der international agierende Medienkonzern versucht schon länger, den…
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Die Start­rei­hen­fol­ge fürs Fina­le: ORFs Gran­de Amore

Nachdem nun alle zwanzig Qualifikanten aus den beiden Semis feststehen, gab der ORF heute Nacht die handverlesene Startreihenfolge fürs Finale am Samstag bekannt. Und aus dieser lässt sich nur der eine Schluss ziehen: die EBU möchte wirklich ganz ganz dringend mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln einen Sieg Italiens beim Song Contest ermöglichen, um das Adrialand, das nach langem, guten Zureden seit 2011 trotz mehr als mäßigen Interesses der romanischen Zuschauer/innen wieder mitmacht beim europäischen Wettsingen, bei der Stange zu halten. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass man fast alle ernsthaften Konkurrenten, vor allem aber sämtliche der haarsträubend…
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Jan Ola Sand: Dau­er­teil­nah­me Aus­tra­li­ens “inter­es­san­ter Gedanke”

Das dürfte nun wirklich niemanden überraschen: wie escxtra heute Mittag vermeldet, habe sich Jan Ola Sand von der EBU gegenüber dem schwedischen Fernsehen SVT offen für eine mögliche dauerhafte Teilnahme Australiens am Eurovision Song Contest gezeigt. Derzeit sei zwar "nichts entschieden" und es handele sich lediglich um "Gedanken", dennoch bezeichnete Sand die Idee als "interessant". Schließlich habe Australien "bewiesen, dass es gute Sachen abliefern kann" und das Interesse Down Under sei sehr groß, daher könne man über eine Erweiterung des Contests durchaus nachdenken. Der Wettbewerb solle aber auf jeden Fall immer in Europa stattfinden. Melodifestivalen-Chef Christer Björkman kritisierte escxtra zufolge die…
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Feu­er brennt nicht (nur) im Kamin: ers­te Pro­ben Fina­lis­ten 2015

So - endlich in Wien aufgeschlagen, vergnüglichen ersten Abend hinter mir und noch leicht unterkoffeiniert im Pressezentrum sitzend. Heute proben die fixen Finalisten zum ersten Mal, und bis dato sieht es nicht so aus, als ob sie diesen Status verdient hätten. Die im Vorfeld von vielen Seiten bereits als mögliche Sieger gehandelten italienischen Knödeltenöre von Il Volo erscheinen im Anzug, scheinen mit technischen Problemen zu kämpfen - es klingt alles andere als harmonisch - und lassen auf der Projektionswand die Standard-Powerpoint-Präsentation "Rom für Touristen in fünf ausgelutschten Klischees" laufen. Ja, ihr Klassikschlager träufelt sich in die Gehörgänge wie Blütenhonig, zwei von den…
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