Pro­ben ers­tes Semi 2017: Schüt­tel Dein Haar, wil­des Mäd­chen

Seit Sonn­tag haben die Pfor­ten des Inter­na­tio­na­len Aus­stel­lungs­zen­trums in Kiew ihre Pfor­ten geöff­net für die 42 Dele­ga­tio­nen des dies­jäh­ri­gen Euro­vi­si­ons­jahr­gan­ges und für alle beson­ders uner­schro­cke­nen Schwur­na­lis­ten, die trotz der wid­ri­gen Umstän­de um die Vor­be­rei­tun­gen und den Ticket­ver­kauf die Rei­se in die ukrai­ni­sche Metro­po­le antra­ten. Das ers­te Semi­fi­na­le ist bereits ein­mal kom­plett durch­ge­probt, für die Zurück­ge­blie­be­nen offe­riert der offi­zi­el­le You­tube-Kanal der EBU aller­dings, wie schon aus den Vor­jah­ren gewohnt, ledig­lich kur­ze, fron­tal gefilm­te Aus­schnit­te von den Auf­trit­ten. Was durch­aus Sinn macht, denn eigent­lich ver­fügt der ers­te Pro­ben­durch­gang nur über eine sehr ein­ge­schränk­te Aus­sa­ge­kraft, geht es doch zunächst haupt­säch­lich um die rich­ti­gen Kame­ra­ein­stel­lun­gen. Ein Teil der Künstler/innen tritt noch casu­al an, ohne Büh­nen­gar­de­ro­be, nie­mand ver­aus­gabt sich stimm­lich, es geht erst mal dar­um, ein Gefühl für die Büh­ne zu bekom­men und einen Ein­druck für das TV-Signal, die Dele­ga­tio­nen haben noch die Mög­lich­keit, Din­ge aus­zu­pro­bie­ren und letz­te Ände­run­gen vor­zu­schla­gen. Den­noch bloggt die ver­sam­mel­te Fan­schaft natür­lich bereits flei­ßig aus der Hal­le, und so reicht es durch­aus für ers­te Ein­drü­cke aus zwei­ter Hand. So, wie zum Bei­spiel für die beru­hi­gen­de Nach­richt, dass man trotz allem Hin und Her im Vor­feld auch in Kiew an lieb­ge­won­ne­nen Tra­di­tio­nen fest­hält: bei der aller­ers­ten Pro­be am Sonn­tag­mor­gen, zur unchrist­li­chen Stun­de von 9 Uhr deut­scher Zeit, gab es nach über­ein­stim­men­den Berich­ten im Pres­se­zen­trum zunächst kei­nen Ton. Wie jedes Jahr, ganz egal, wo die Show statt­fin­det.

Die­se Fra­ge beant­wor­tet sich von selbst!

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Euro­vi­si­on Death­match #2: Er war gera­de 18 Jahr

Nach dem gest­ri­gen explo­si­ven Auf­takt unse­res Leser/in­nen-Spiels Euro­vi­si­on Death­match bege­ben wir uns in der heu­ti­gen, zwei­ten Run­de in ruhi­ge­re Gefil­de. Zwei sanft­mü­ti­ge, unschul­dig anmu­ten­de Knäb­lein schi­cken wir heu­er in den Abstim­mungs­kampf um Leben und Tod. Sie kom­men aus zwei Grand-Prix-Natio­nen, die im Eng­li­schen auf­grund ihrer nament­li­chen Ähn­lich­keit ger­ne schon mal mit­ein­an­der ver­wech­selt wer­den, und so könn­ten wir die­se Aus­ga­be auch unter die Über­schrift “Aus­triA­li­en” stel­len. Für unse­re Nach­barn Öster­reich geht dabei der knapp fünf­und­zwan­zig­jäh­ri­ge Tiro­ler Natha­ne­le Koll ali­as Nathan Trent an den Start, den ein ESC Nati­on-Fore­nu­ser unlängst mit den schö­nen Wor­ten “Nathan hat die­se ‘Nimm mich an der Hand und bring mir Din­ge bei’-Ausstrahlung, zu der ich ein­fach nicht nein sagen kann” lob­preis­te. Eben die Aura der unver­dor­be­nen, arg­lo­sen Jugend, die auch im tou­ris­tisch anmu­ten­den Begleit­vi­deo zu sei­nem Bei­trag ‘Run­ning on Air’ zum Aus­druck kommt, wo er auf sei­nem Weg zu einem ver­schnei­ten Alpen-Berg­gip­fel zu einem völ­lig frem­den Mann ins Auto steigt und ohne die selbst­lo­se Hil­fe wie zufäl­lig allei­ne im Wald her­um­spa­zie­ren­der Her­ren noch nicht mal in der Lage wäre, die Land­kar­te rich­tig her­um zu hal­ten. Oder die Him­mels­rich­tung “oben” zu fin­den. Hat er in der Schu­le denn gar nichts gelernt? Ver­ständ­lich also, dass eher müt­ter­lich gepräg­ten Zuschauer/innen bei sei­nem Anblick unwill­kür­lich die Milch ein­schießt, wobei ich gleich­zei­tig gewis­se Zwei­fel hege, wel­che “Din­ge” der oben zitier­te ESCN-User unse­rem Grand-Prix-Joey-Heind­le denn so bei­zu­brin­gen gedäch­te…

The only Way is up: Nathan wür­de ich auch im Auto mit­neh­men – solan­ge er nicht singt! (AT)

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Aus­tra­li­en 2017: Jun­ge, brich Dei­ner Mut­ter nicht das Herz

Heu­te früh gab der aus­tra­li­sche Sen­der SBS den Ver­tre­ter des ozea­ni­schen Kon­ti­nents, der als ein­deu­tig nicht­eu­ro­päi­sches Land erneut eine geson­der­te Ein­la­dung der EBU erhielt, beim Euro­vi­si­on Song Con­test 2017 bekannt: den 17jährigen aktu­el­len X‑Fac­tor-Aus­tra­lia-Gewin­ner Isaiah Fire­b­race. Die Wahl über­rascht wenig, fin­di­ge Fans sag­ten sie bereits vor Tagen vor­aus. Basiert doch die Teil­nah­me der euro­vi­si­ons­be­geis­ter­ten Insel vor allem auf der Finan­zie­rung durch Sony Music, die sich hier­von bes­se­re glo­ba­le Ver­mark­tungs­mög­lich­kei­ten für die Künstler/innen aus ihrem aus­tra­li­schen Renn­stall ver­spricht. Und der blut­jun­ge und bild­hüb­sche Isaiah, des­sen ers­ter Hit ‘It’s got­ta be you’ bereits in meh­re­ren euro­päi­schen Län­dern läuft, stellt die neu­es­te Per­le in ihrem Port­fo­lio dar. Nun hofft man, mit dem Euro­vi­si­ons­bei­trag ‘Don’t come easy’, einer vor allem als Vehi­kel für Isai­ahs beein­dru­ckend war­men Stim­me die­nen­den Bal­la­de, wei­te­re Märk­te zu kna­cken. Erst mal muss der jun­ge Sän­ger, der die Euro­vi­si­ons­teil­nah­me als sei­nen “Traum” bezeich­net und Mariah Carey als Vor­bild nennt, damit aber ins Fina­le kom­men. Was ange­sichts der frap­pie­ren­den Bal­la­den­über­sät­ti­gung des aktu­el­len Jahr­gangs schwie­ri­ger wer­den könn­te als gedacht, zumal ‘Don’t come easy’ zwar über eine ganz gute Hook­li­ne ver­fügt, ins­ge­samt jedoch eher als Sound­tep­pich für den Dudel­funk funk­tio­niert denn als ori­gi­nel­ler Wett­be­werbs­bei­trag. Ande­rer­seits dürf­te beim Anblick des waid­wund drein­bli­cken­den Isai­ahs mit sei­nen rie­si­gen Reh­au­gen etli­chen Zuschauer/innen die Milch ein­schie­ßen, und das ist ja meist für vie­le Punk­te gut…

Farrah Faw­cett, gefan­gen im Kör­per eines Abori­gi­ne-Jun­gen: Isaiah Fire­b­race ver­tritt Down Under beim ESC 2017

Schafft Aus­tra­li­en mit Isaiah den Final­ein­zug?

  • Selbst­re­dend. Das ist eine kom­pe­tent gesun­ge­ne, wun­der­ba­re Bal­la­de, das spielt um einen Spit­zen­platz mit. (40%, 55 Votes)
  • Ja, wegen Aus­tra­li­en- und Nied­lich­keits­bo­nus. Ver­dient isses nicht. (39%, 53 Votes)
  • Ein wei­te­rer Trop­fen im Meer der Lan­ge­wei­le. Das geht unter. (21%, 28 Votes)

Total Voters: 136

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Aus­tra­li­en 2016: ver­stum­me, Euro­pa!

Ursprüng­lich für heu­te ange­kün­digt, sicker­te der Bei­trag aus Down Under bereits ges­tern Abend durch und sorg­te in den Fan-Foren größ­ten­teils für Begeis­te­rungs­stür­me. Teil­wei­se tauch­te gar die Fra­ge auf, wo der Con­test 2017 denn statt­fin­det, falls Aus­tra­li­en gewinnt (kei­ne Angst, es geht dann nicht mit dem Flie­ger ans ande­re Ende der Welt, der ESC blie­be in dem Fall auf dem Kon­ti­nent und fän­de wahr­schein­lich in dem Land statt, in dem die ört­li­che Sony-Music-Nie­der­las­sung den größ­ten Zuschuss zahlt. Das dürf­te sogar Deutsch­land sein). Per­sön­lich kann ich die Lob­prei­sun­gen für die keim­freie, strunz­lang­wei­li­ge Mid­tem­po­bal­la­de ‘Sound of Silence’ aller­dings nicht tei­len, auch wenn sie frag­los zu den zeit­ge­mä­ßes­ten Bei­trä­gen im dies­jäh­ri­gen Line-up gehört. Genau das ist auch mein Pro­blem mit dem Song: so wie bei fast allem, das sich in den Charts tum­melt, lässt mich die Num­mer voll­stän­dig kalt, kau­fe ich Dami Im die von ihr besun­ge­nen Gefüh­le (in die­sem Fall: den Tren­nungs­schmerz) nicht eine Sekun­de lang ab. Frag­los ver­fügt Dami über eine kraft­vol­le Stim­me, und ihr Song bie­tet ihr auch die Mög­lich­keit, die­se zu prä­sen­tie­ren wie einen Vor­führ­wa­gen. Das macht aus ‘Sound of Silence’ eine Art Leis­tungs­schau. Damit ist die Aus­tra­lie­rin bei einem Wett­be­werb natür­lich genau rich­tig, und gutes Abschnei­den so gut wie garan­tiert. Bloß Spaß macht das kei­nen mehr, jeden­falls einem alten Sack wie mir nicht, der an Pop­mu­sik noch die (ver­mut­lich längst über­hol­te) Anfor­de­rung stellt, damit Emo­tio­nen ver­knüp­fen zu wol­len.

Bol­lern­de Beats, star­ke Stim­me, halb­nack­te Tän­zer: Aus­tra­li­en lie­fert das vol­le Paket. Und lang­weilt den­noch

Ins Fina­le kommt Aus­tra­li­en mit Dami Im sicher. Aber spielt ‘Sound of Silence’ auch um den Sieg mit?

  • Das ist so eine kom­pe­ten­te Durch­schnitts­num­mer, das kann in die­sem Jahr in alle Rich­tun­gen gehen. Von Platz 1 bis 26 schlie­ße ich da nichts aus. (47%, 66 Votes)
  • Abso­lut! Der Song ist zeit­ge­mäß, sie hat eine star­ke Stim­me, das gefällt den Jurys genau so gut wie den Zuschau­ern. (30%, 42 Votes)
  • Da hat­te ‘Ton­ight again’ deut­lich mehr Pepp. Dami lang­weilt lei­der: bes­ten­falls Mit­tel­feld. (23%, 33 Votes)

Total Voters: 141

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Aus­tra­li­en 2016: I’m a Daim from Down Under

Auch im zwei­ten Jahr ihrer Teil­nah­me bleibt die ehe­ma­li­ge bri­ti­sche Kolo­nie Aus­tra­li­en ihrer Linie treu und schickt eine intern aus­ge­wähl­te, beim Bran­chen­rie­sen Sony unter Ver­trag ste­hen­de, ehe­ma­li­ge Cas­ting­show-Sie­ge­rin mit asia­ti­schem Migra­ti­ons­hin­ter­grund zum Euro­vi­si­on Song Con­test. Wie Unse­re Bär­ti­ge Dame vom Grand Prix, Con­chi­ta Wurst (AT 2014), heu­te Vor­mit­tag mit­tel­eu­ro­päi­scher Zeit bei einem Gig in Syd­ney öffent­lich ver­kün­den durf­te, ver­tritt die 27jährige, offen­bar von buch­sta­bier­schwa­chen, auf Scho­ko­rie­gel fixier­ten Eltern getauf­te Dami Im den fünf­ten Kon­ti­nent in Stock­holm. Sie gewann 2013 die fünf­te Staf­fel von X‑Factor und lan­de­te mit ihrem Sie­ger­song ‘Ali­ve’ einen Num­mer-Eins-Hit. Auch ihre Nach­fol­ge­sin­gles konn­ten sich noch gut in den aus­tra­li­schen Charts plat­zie­ren. Damis Vor­gän­ger Guy Sebas­ti­an, selbst ein Idol-Gewächs, saß übri­gens bis zum Jahr vor Damis X‑Factor-Teil­nah­me dort in der Jury, wohin er auch 2016 zurück­kehrt. Wäh­rend er über malay­si­sche Wur­zeln ver­fügt, zog Dami mit neun Jah­ren von Süd­ko­rea nach Aus­tra­li­en. Einer kur­zen You­tube-Sich­tung nach ver­fügt sie über eine star­ke Stim­me, teilt aber die Unart so vie­le ihrer Kol­le­gin­nen, das von ihr dar­ge­bo­te­ne Lied­gut, ins­be­son­de­re bei Cover­ver­sio­nen, nicht im Sin­ne sei­nes emo­tio­na­len Inhalts zu inter­pre­tie­ren, son­dern ledig­lich als Vor­la­ge für mög­lichst beein­dru­cken­de Vokal­akro­ba­tik zu miß­brau­chen. Wie man bei­spiels­wei­se an der schreck­li­chen ‘Jole­ne’-Akus­tik-Ver­si­on hören kann, dem auch im Pau­sen­pro­gramm von Unser Lied für Stock­holm von den Com­mon Lin­nets dar­ge­bo­te­nen Dol­ly-Par­ton-Klas­si­ker, bei dem ihr im Gegen­satz zu Ilse DeLan­ge jedes Gefühl für die Dra­ma­tik der Text­zei­len abgeht. Aber las­sen wir uns (im Zwei­fel posi­tiv) über­ra­schen: Frau Ims Euro­vi­si­ons­bei­trag soll am 11. März 2016 ver­öf­fent­licht wer­den. So oder so: schön, dass das Land wie­der dabei ist!

Die Infor­mel­le Mit­ar­bei­te­rin Dami (AU, Reper­toire­bei­spiel)

Ton­ight again: Aus­tra­li­en auch 2016 dabei

Das kam ja nun wirk­lich nicht über­ra­schend: wie heu­te früh offi­zi­ell ver­kün­det wur­de, nimmt der aus­tra­li­sche Sen­der SBS auch beim 61. Euro­vi­si­on Song Con­test in Stock­holm teil. Damit fin­det das von Anfang an durch­schau­ba­re und unwür­di­ge Rum­ge­eie­re um das angeb­lich “ein­ma­li­ge” Event zum Anlass des 60. Jubi­lä­ums­con­tests end­lich ein Ende. Obwohl, so ganz auch nicht: laut NDR lege die EBU Wert auf die Fest­stel­lung, dass damit kei­ne Ent­schei­dung über die dau­er­haf­te Par­ti­zi­pa­ti­on des süd­pa­zi­fi­schen Kon­ti­nents getrof­fen sei. Oh bit­te…! Dies­mal immer­hin müs­sen die Aus­sies durch die Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de: aus den Big Five wer­den also wohl kei­ne Big Six wer­den. Wenn das musi­ka­li­sche Niveau auch nur annä­hernd so bleibt wie beim Pre­mie­ren­auf­tritt mit Guy Sebas­ti­an, wovon man aus­ge­hen kann, dürf­te es aller­dings kein Pro­blem für die Jungs und Mädels aus Down Under dar­stel­len, es ins Fina­le zu schaf­fen. Bei einem Sieg Aus­tra­li­ens gilt wei­ter­hin, dass der Con­test in Euro­pa ver­bleibt und SBS sich als Ko-Gast­ge­ber an der Aus­rich­tung orga­ni­sa­to­risch wie finan­zi­ell betei­ligt.

Es bleibt nicht beim One-Night-Stand: Aus­tra­li­en ist wie­der am Start!

Aus­tra­li­en nimmt auch 2016 am ESC teil. Wie fin­dest Du das?

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Jan Ola Sand: “41 Län­der beim ESC 2016”

Auf einer Pres­se­kon­fe­renz der EBU sag­te der aus­füh­ren­de Pro­du­zent des Euro­vi­si­on Song 2016, Jan Ola Sand, heu­te, dass in Stock­holm “41 TV-Sta­tio­nen” (sprich: Län­der) teil­neh­men wer­den. Nun gehen über­all die Spe­ku­la­tio­nen los, denn offi­zi­ell zuge­sagt haben – jeden­falls nach mei­ner Zäh­lung – der­zeit erst 37 Natio­nen. Zusam­men mit all jenen Län­dern, die sich bereits vor­läu­fig auf die Lis­te haben set­zen las­sen oder Inter­es­se bekun­de­ten, kommt man aber in der Tat auf 41. Was bedeu­ten wür­de, dass Aus­tra­li­en (wir erin­nern uns: der von Euro­pa aus auf der ande­ren Sei­te des Glo­bus lie­gen­de Kon­ti­nent durf­te die Wien anläss­lich des Jubi­lä­ums­jahr­gangs angeb­lich “ein­ma­lig” gas­tie­ren) nun eben doch auf Dau­er dabei ist. Was wohl wirk­lich nie­man­den über­ra­schen wür­de. Außer, die EBU zau­bert noch einen Staat aus dem Hut, den nie­mand auf der Rech­nung hat­te. Doch Geduld: die offi­zi­el­le Teil­neh­mer­lis­te sol­le “bald” fol­gen, wie die EBU auf Face­book hin­ter­her schob. Sand bestä­tig­te auf der Kon­fe­renz des­wei­te­ren, dass die Tele2 Are­na auf dem Gelän­de des Glo­ben, wo der Wett­be­werb 2016 statt­fin­det, zum Public Viewing genutzt wer­den soll.

LandVor­auswahlTer­min
ALEne­da TarifaFai­ry­ta­le
AMIve­ta Muku­chyanLove­Wa­ve
ATZoë StraubLoin d’i­ci
AUDami ImSound of Silence
AZSəm­ra Rəhim­liMira­cle
BADeen + Dalal Mid­hat-Tala­kićLju­bav je
BELau­ra Tero­soWhat’s the Pres­su­re
BGPoli Geno­vaIf Love was a Crime
BYAlex­an­der Iva­novHelp you fly
CHRyk­kaThe Last of our Kind
CYMinus OneAlter Ego
CZGabrie­la Gun­čí­ko­váI stand
DEJamie Lee Krie­witzGhost
DKLight­house XSol­di­ers of Love
EEJüri Poots­mannPlay
ESBareiSay yay!
FISandhja Kui­va­lai­nenSing it away
FRAmir Had­dadJ’ai cher­ché
GENika Koch­arov + Young Geor­gi­an Loli­tazMid­ni­ght Gold
GRArgoUto­pi­an Land
HRNina Kral­jićLight­house
HUFred­diePioneer
IENicky Byr­neSun­light
ILHovi StarMade of Stars
ISGre­ta Saló­me Ste­fáns­dót­tirHear them cal­ling
ITFran­ce­s­ca Michie­linNes­sun Gra­do di Sepa­ra­zio­ne
LTDon­ny MontellI’ve been wai­ting for this Night
LVJusts Sir­maisHeart­beat
MDLidia IsacFal­ling Stars
MEHigh­wayThe real Thing
MKKalio­pi Buk­leDona
MTIra LoscoWalk on Water
NLDou­we Bob Post­hu­maSlow down
NOAgne­te John­senIce­brea­ker
PLMich­ał SzpakColor of your Life
RSSan­ja VučićGood­bye (Shel­ter)
RUSer­gey Laza­revYou are the only One
SEFrans Jepps­son WallIf I were sor­ry
SIManu­El­la Breč­koBlue and red
SMSer­hat HacıpaşalıoğluI did­n’t know
UAJama­la1944
UKJoe & JakeYou’­re not alo­ne

A Touch too much: das Fina­le 2015

Okay, ich geb’s zu: sie kommt ein biss­chen spät, die­se Bespre­chung. Direkt nach dem Fina­le im Mai ging das Buch vor und danach brauch­te ich erst mal ein biss­chen Abstand. Mit eben die­sem Abstand habe ich mir nun, mehr als zwei Mona­te nach dem eigent­li­chen Event, die TV-Auf­zeich­nung des von mir live besuch­ten Jubi­lä­ums-Con­tests ange­schaut. Und prompt stell­te es sich wie­der ein: die­ses schon ihn Wien sehr sub­til vor­han­de­ne Gefühl, dass es des Guten ein­fach irgend­wie zu viel war. Zu viel von allem: zu viel Sen­dung (geschla­ge­ne vier Stun­den ging die Show dies­mal), zu vie­le Lie­der (27, so vie­le wie noch nie zuvor im Fina­le), zu vie­le Mode­ra­to­rin­nen (“Drei­ein­halb”, wie es Bar­ba­ra Schö­ne­ber­ger in der Anmo­de­ra­ti­on der deut­schen Punk­te­ver­ga­be so neckisch zusam­men­fass­te), zu viel LED-Hin­ter­grund­ani­ma­tio­nen, viel zu vie­le Bal­la­den (der unheil­vol­le Ein­fluss der Jurys), zu viel Pomp, zu viel Schwer­mut (als stän­dig wie­der­keh­ren­de The­men domi­nier­ten Krieg, inne­re Dämo­nen und dunk­le Geheim­nis­se), zu viel cle­ve­re Cho­reo­gra­fie, zu viel Poli­tik, zu viel beschwo­re­ne hei­le Welt und Gemein­schafts­ge­fühl. Jedes davon für sich genom­men groß­ar­tig, gut gemacht, unter­halt­sam und erfreu­lich, und doch blieb in der Sum­me eine so merk­wür­di­ge wie unbe­stimm­te Mischung aus Über­sät­ti­gung und leich­ter Ent­täu­schung. Viel­leicht durch nichts so gut illus­triert wie durch den offi­zi­el­len Sie­ger­ti­tel.

Wie­so trug das Zei­chen­trick­männ­chen eine Hit­ler­fri­sur? War das der besun­ge­ne “Dämon” in Mon­zis See­le? (SE)

Wei­ter­le­senA Touch too much: das Fina­le 2015

Guy Sebas­ti­an: “Er kniff mei­ne Nip­pel”

Wie die aus­tra­li­sche Tages­zei­tung Dai­ly Tele­graph heu­te berich­tet, muss­te der aus­tra­li­sche Ver­tre­ter Guy Sebas­ti­an beim sei­nem Euro­vi­si­ons­aben­teu­er in Wien eine bizar­re Erfah­rung machen: er sei, wie er gegen­über einer Radio­sta­ti­on ver­riet, in der Sau­na sei­nes Hotels von einem “gru­se­li­gen alten Mann” sexu­ell beläs­tigt wor­den. Der ver­hei­ra­te­te Sän­ger, Vater zwei­er Kin­der, habe sich nach sei­nem täg­li­chen Work­out im Dampf­bad ent­span­nen wol­len, als der Mann ihn ansprach, ihm Kom­pli­men­te für sei­nen Kör­per mach­te, sei­ne Tat­toos anfass­te – und ihm dann an die Tit­ten ging. Der geschock­te Pop­star mel­de­te den Vor­fall an der Rezep­ti­on – was einem aus­tra­li­schen Radio­sen­der, der davon Wind bekam, die Gele­gen­heit gab, Guy unter dem Vor­wand, die Rechts­ab­tei­lung des Hotels zu ver­tre­ten, anzu­ru­fen und sich die sexu­el­le Beläs­ti­gung in allen Details schil­dern (und über den Sen­der gehen) zu las­sen. “Er hat wirk­lich mei­ne Nip­pel geknif­fen. Es tat echt weh,” erzähl­te der ers­te Euro­vi­si­ons­re­prä­sen­tant aus Down Under. Wie er eben­falls sag­te, habe sich sein Beläs­ti­ger als aus Dubai kom­mend vor­ge­stellt – es dürf­te sich also, so er nicht log, um kei­nen Grand-Prix-Fan gehan­delt haben (und nur fürs Pro­to­koll: ich war es nicht!). Mal schau­en, ob die Aus­tra­li­er nun über­haupt noch wei­ter mit­ma­chen wol­len beim euro­päi­schen Sodom und Gomor­rha…

Heut Nacht noch mal: das wird der Guy so schnell wohl nicht wol­len

[UPD] Sony Music zahl­te für Aus­tra­li­ens Teil­nah­me

Wie euro­voix heu­te unter Bezug­nah­me auf die Zei­tung The Aus­tra­li­an rap­por­tiert, habe Sony Music[ref]In einer frü­he­ren Fas­sung des Arti­kels hieß es, Sony Deutsch­land habe die Kos­ten über­nom­men, dies beruh­te auf einer Über­nah­me von euro­voix. Aus­tra­li­schen Quel­len zufol­ge zahl­te aber Sony Aus­tra­li­en die Rech­nung für Guy.[/ref] die Teil­nah­me­ge­bühr des aus­tra­li­schen Sen­ders SBS für das Debüt von Down Under beim Jubi­lä­ums­con­test in Wien über­nom­men und auch sämt­li­che Kos­ten für Guy Sebas­ti­an und sei­ne Dele­ga­ti­on bestrit­ten, wie der Direk­tor des Sen­ders, Micha­el Ebeid, bei einer Anhö­rung im Senat aus­sag­te. Der Guy ist bei Sony unter Ver­trag, der inter­na­tio­nal agie­ren­de Medi­en­kon­zern ver­sucht schon län­ger, den im Hei­mat­land bereits im zwölf­ten Jahr kon­ti­nu­ier­lich erfolg­rei­chen Cas­ting­show­sie­ger auch in ande­ren Märk­ten zu eta­blie­ren und konn­te unter ande­rem in den USA und auch in Deutsch­land bereits Plat­ten­ver­käu­fe rea­li­sie­ren. Der respek­ta­ble fünf­te Platz scheint unter­des­sen SBS bestärkt zu haben: man betrei­be “akti­ve Lob­by­ar­beit” für eine wei­te­re Teil­nah­me Aus­tra­li­ens beim Euro­vi­si­on Song Con­test, sag­te Ebeid vor dem Senat. Ursprüng­lich soll­te es sich laut EBU um ein  ein­ma­li­ges Gast­spiel zum Sech­zigs­ten des Wett­be­werbs han­deln, in den letz­ten Tagen ließ aller­dings bereits Euro­vi­si­ons-Super­vi­sor Jan Ola Sand durch­bli­cken, für eine dau­er­haf­te Par­ti­zi­pa­ti­on der Aus­sies durch­aus offen zu sein. Ich sage nur zwei Wor­te: sehr ger­ne!

Der darf ger­ne wie­der­kom­men: Aus­sie-Sweetie Guy Sebas­ti­an

Soll­te Aus­tra­li­en dau­er­haft am ESC teil­neh­men dür­fen?

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