YU 1964: Schnee­flöck­chen, Weiß­röck­chen

Wie in der gesam­ten Anfangs­pha­se ist auch für das Jahr 1964 die Fak­ten­la­ge lei­der nicht beson­ders ertrag­reich, was die Jugo­vi­zi­ja angeht, den Euro­vi­si­ons­vor­ent­scheid des damals noch unter Tito ver­ein­ten süd­sla­wi­schen Viel­völ­ker­staa­tes. Immer­hin ken­nen wir, und das ist bei der Jugo­vi­zi­ja der Sech­zi­ger­jah­re kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, die kom­plet­te Teil­neh­mer­lis­te inklu­si­ve der Lie­der. Doch das nützt nicht viel, fin­det sich doch bis auf die lieb­lich plin­kern­de Schnee­flo­cken­bal­la­de ‘Kakor bela Snežin­ka’ des slo­we­ni­schen Sän­gers Sta­ne Man­ci­ni (ob eine Ver­wandt­schaft zur 2012er Reprä­sen­tan­tin Han­nah Man­ci­ni besteht, ist mir lei­der nicht bekannt – vom Alter her könn­te Sta­ne ihr Groß­va­ter sein) und das offi­zi­el­le Sie­ger­lied kei­ner der acht Wett­be­werbs­bei­trä­ge im Netz. Kei­ne Spur also von ‘Fol­ge den Ster­nen’ der 1962er Grand-Prix-Teil­neh­me­rin Lola Nova­ko­vić, von ‘Ent­schei­de Dich’ des gefei­er­ten kroa­ti­schen Chan­son­niers und Poe­ten Arsen Dedić (†2015) oder von ‘Ihr ers­ter Tanz’ des welt­be­kann­ten Ivo Robic, der hier punk­te­frei aus­ging.

Wieg­te selbst Frau Hol­le in den Tief­schlaf: Herr Man­ci­ni.

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