Schlagwort: Bosnien-Herzegowina

Das poli­tisch zwei­ge­teil­te Bel­gi­en des Bal­kans ver­sau­te sich sei­ne hun­dert­pro­zen­ti­ge Qua­li­fi­ka­ti­ons­quo­te bei sei­ner letz­ten Rück­kehr 2016. Seit­her absent, da plei­te. Es domi­nier­te die schmer­zens­s­at­te Bal­kan­bal­la­de: Nie­mand lei­det so schön wie die Bosnier:innen.
Dabei von 1993 bis 2016; Sie­ge: kei­ne; Rote Later­nen: kei­ne.

2018, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, Unsere Lieblinge

Kein Koso­vo in Lis­sa­bon – und wohl auch kein Sie­gel

Wie esctoday heute berichtet, wird - entgegen aller Fan-Spekulationen - das Kosovo 2018 nicht beim Eurovision Song Contest debütieren. Der Sender der abtrünnigen ehemals serbischen Republik, RTK, erfülle nicht die Voraussetzungen einer Voll- oder assoziierten Mitgliedschaft bei der Europäischen Rundfunkunion (EBU) und könne daher nicht am gemeinsamen Gesangswettbewerb teilnehmen, wie die Genfer Organisation auf Nachfrage sagte. RTK hatte sich hingegen Hoffnungen gemacht: "Letztes Jahr stellte uns die Reference Group in Aussicht, dass das Kosovo am ESC teilnehmen könne, wenn das Gastgeberland die Unabhängigkeit des Kosovos anerkennt," behauptet der Generaldirektor des von den Genfern bei seinem Aufbau technisch und mit Know-How unterstützten Senders, Mentor Shala, gegenüber dem niederländis...
2016, 2017, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, Unsere Lieblinge

Fun, Love and Money: Natio­nen­lim­bo beim ESC

Groß war die Aufregung, als die EBU wenige Wochen vor dem 2016er Eurovision Song Contest den rumänischen Sender TVR wegen nicht bezahlter Schulden in Höhe von rund 15 Millionen Euro aus der Sendeunion ausschloss und der bereits in einem Vorentscheid bestimmte Repräsentant Ovidiu Anton unfreiwillig zu Hause bleiben musste. Wenige Wochen nach dem Contest erweist sich die Genfer Strategie, mit der vor allem Druck auf die Regierung des Karpatenlandes ausgeübt werden sollte, dem klammen Sender finanziell unter die Arme zu greifen, als erfolgreich: wie eurofire berichtet, werde in Bukarest gerade ein Gesetz vorbereitet, das es ermöglicht, Staatsknete in die öffentlich-rechtliche Anstalt zu pumpen, was bislang rechtlich nicht möglich gewesen sei. Zudem will man zur Schuldenrückzahlung auch die Mi...
2016, Die Zwanzigzehner, ESC Finale, ESC Semifinale, Jurys sind Wichser

Das Lju­bav-Gate: wen die Jurys 2016 ver­hin­der­ten

Nicht nur den rechtmäßigen Sieg des Russen Sergey Lazarev im Finale des Eurovision Song Contest 2016 hat ein kleines Häuflein von 210 willkürlich ausgesuchten Menschen auf dem Gewissen, die mit ihren Entscheidungen den Willen von Millionen (!) von Anrufer/innen aus ganz Europa überstimmen konnten. Wie immer verhinderten die Manipulatoren aus den Jurys auch den Finaleinzug bestimmter Teilnehmer/innen, die ihnen nicht in den Kram passten. Darunter natürlich wieder zwei meiner Lieblingsbeiträge. So unterbanden, wie ich es mir bereits dachte, die Juroren im ersten Semifinale am Dienstag die berechtigte Qualifikation des bosnischen Quartetts mit dem ehemaligen 'In the Disco'-Häschen Deen (BA 2004) und dem wunderbar dramatischen 'Ljubav je'. Lag es an der das Flüchtlingselend thematisierenden Bü...
2016, Die Zwanzigzehner, ESC Semifinale, Jurys sind Wichser, Trickkleid

Ers­tes Semi­fi­na­le 2016: Auf in den Kampf!

Das wird jetzt vielleicht nicht auf ungeteilte Zustimmung bei all meinen Leser/innen stoßen und beschreibt auch das Gegenteil meiner eigenen Empfindungen von vor einem Jahr, aber nach der ersten Qualifikationsrunde 2016 aus dem Stockholmer Globen (der immer noch aussieht wie ein Schneller Brüter) am Dienstagabend muss ich sagen: von mir aus können die Schweden gerne jedes Jahr gewinnen. Solange sie Petra Mede weiter moderieren lassen: locker, flockig, eigenironisch, herrlich! Am schönsten der Gag, als auf die Worte "Welcome, Europe!" die ersten Takte von 'The Final Countdown' der gleichnamigen schwedischen Achtzigerjahre-Rockband ertönten, live von besagter Kapelle intoniert, die Petra und Måns aber schnell wieder abwürgten und sich flugs für die "Peinlichkeit" entschuldigten! Auch, was da...
2016, Die Zwanzigzehner, ESC Semifinale, Proben

Von Wöl­fen und Lum­pen­sä­cken: die Pro­ben zum ers­ten Semi 2016

In Stockholm gingen heute die ersten Probendurchgänge für die beiden Qualifikationsrunden zu Ende. Seit Montag üben die Teilnehmer/innen aller 42 Nationen ihre Auftritte erstmals auf der echten Eurovisionsbühne. Noch nicht immer im späteren Bühnenoutfit und oftmals mit stimmlich angezogener Handbremse - in der ersten Runde geht es hauptsächlich um die richtigen Kamerapositionen und Bühnenhintergründe und ums letzte Feilen an den Choreografien. Die von den internationalen Bloggern vor Ort natürlich schon fleißig verbreiteten ersten Eindrücke sind daher mit Vorsicht zu genießen, zumal es für zu Hause Gebliebene wie mich nur kurze Dreißigsekünder zu sehen und zu beurteilen gibt. Dennoch will, ja muss ich mich an eine erste Beurteilung wagen. In diesem Posting nun zuerst alle Acts des ersten S...
2016, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, Unsere Lieblinge

Vom Schnee­ball zur Lawi­ne: ESC-Ver­bot für den bos­ni­schen Kom­po­nis­ten

Nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen dem Komponisten und Produzenten des diesjährigen bosnischen Eurovisionsbeitrags 'Ljubav je', Almir Ajanović, und dem Rapper Jala muss Ersterer im Mai zu Hause bleiben und darf die bosnische Delegation nicht nach Stockholm begleiten, wie esctoday heute berichtet. Nach dem Zwischenfall habe die Teilnahme des Balkanlandes, welches 2016 nach dreijähriger Pause erstmalig wieder zum Mitmachen überredet werden konnte, sogar kurzzeitig auf der Kippe gestanden. Was war passiert? Am vergangenen Dienstag weilte die bosnische Delegation auf Einladung des Privatsenders Hayat TV (der für die Vertreter des Landes bei der Türkvizyon verantwortlich zeichnet) zur Aufzeichnung einer Show im Vlašić-Massiv. Im Anschluss saß man in einem Gasthaus in der Ber...
2016, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Schwules, Unsere Lieblinge

Bos­ni­en 2016: I’m lovin’ it!

Nur knappe anderthalb Stunden Geschnatter, Einspieler und Stargäste mussten wir bei der Songpräsentation des bosnischen Fernsehens am heutigen Freitagabend über uns ergehen lassen, bis wir ihn hören durften: den sehnsüchtig erwarteten Beitrag des drei Jahre lang abtrünnigen und nun endlich in den Schoß der Eurovisionsfamilie zurückgekehrten Balkanlandes. Und das Warten hat sich gelohnt! 'Ljubav je' heißt der Titel, übersetzt wohl so viel wie 'Liebe ist'... dieses Lied! Es beginnt mit einem wunderbaren Vorspiel aus donnerndem Trommelschlag und sehnsüchtigem Geigenspiel, dargeboten von der Cellistin Ana Rucner. Gefolgt von einem Gesangsduett in Landessprache (!) von Contest-Rückkehrer Deen (BA 2004), der mit seinen aufgespritzten Lutschlippen und dem plastiniert wirkenden Gesicht sowie seine...
2015, Die Zwanzigzehner, Türkvizyon

Go, wild Dan­ces: Kir­gi­si­en gewinnt die Türk­vi­zyon 2015

Die zentralasiatische Republik Kirgisien (andere Schreibung: Kirgisistan) gewann heute die dritte Ausgabe des in Istanbul ausgetragenen Song Contests der Turkvölker, der Türkvizyon. Jiidesh İdirisova, eine Art mongolischer Ruslana-Klon, überzeugte die Juroren mit einer starken Stimme, einer hoch energetischen Choreografie mit vielen lederbepackten Tänzern, kraftvollen Rhythmen und großzügig eingestreuten "Huh"s und "Ha"s. Also 'Wild Dances' (UA 2004) auf osmanisch. Derya Kaptan, die deutsche Vertreterin, erreichte mit einer etwas sperrigen Ballade in Angedenken an die Opfer eines unlängst in der Türkei stattgefundenen Terroranschlags einen achtbaren elften Platz und konnte sich zudem über einen Sonderpreis für den "anspruchsvollsten Beitrag" freuen. Gute drei Stunden dauerte die Show mit 2...
2016, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen

In the Dis­co: Deen singt noch­mal für Bos­ni­en

Gestern erst kam die so überraschende wie erfreuliche Ankündigung, dass das seit drei Jahren schmerzlich vermisste Land wieder mitmacht beim Eurovision Song Contest. Heute Abend verkündete das bosnische Fernsehen in einer live ausgestrahlten Pressekonferenz, wer sie vertritt. Wie schon in Mazedonien fiel die Wahl auf einen alten Bekannten: Fuad Backović, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Deen. Jawohl, das campe Duracell-Tanzhäschen, das uns 2004 'in die Disco' entführte und uns dort mit dem schwulsten Hüftschwung ever erquickte. Mittlerweile trägt er übrigens keine Stachelhaarfrisur mehr, sondern eine sexy Vollglatze. Deen wird begleitet von Dalal Midhat Talakić, einer wonneproppigen Sängerin mit beeindruckender Stimme, die auch den Titel schrieb (den uns die Bosnier gemeinerweise ...
2016, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen

Bos­ni­en bestä­tigt für 2016

Ich hätte es nicht mehr geglaubt, freue mich aber um so mehr: das bosnische Fernsehen BHRT gab heute seine verbindliche Zusage für den Eurovision Song Contest 2016 bekannt. Man habe die Teilnahmegebühren zusammenkratzen können und einen Sponsoren gefunden, der die weiteren Koste abdecke und wolle sich jetzt auf die Suche nach einem geeigneten Repräsentanten machen. Eine nachträgliche Absage ist nun nur noch gegen Zahlung einer Vertragsstrafe möglich, daher dürfen wir wohl davon ausgehen, das exjugoslawische Land in Stockholm begrüßen zu dürfen. Erste Gerüchte besagen, dass wir den bosnischen Vertreter bereits morgen erfahren, es also eine interne Entscheidung gebe. Jedenfalls bin ich sehr, sehr glücklich, dass eines meiner Lieblingsländer wieder dabei ist. Ich hab Euch ganz arg vermisst! ...
2015, 2016, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Türkvizyon

Türk­vi­zyon 2015: Na und?

Etwas Erholung vom heimischen Eurovisionsdrama um Xavier Naidoo gefällig? Dann werfen wir doch mal einen kurzen Blick auf die Türkvizyon, die Ende Dezember in Istanbul über die Bühne geht. Dort hat sich die Teilnehmerzahl mittlerweile auf 30 erhöht. Wie Eurovoix berichtete, gab der serbische Sänger Almedin Varosanin bekannt, sein Land beim Gesangswettbewerb der Turkvölker zu vertreten. Augenscheinlich kann man dort auf Zuruf mitmachen. Schon länger gesetzt ist der bosnische Vertreter Adis Škaljo. Sein Beitrag 'Pa šta' (Nein, es geht nicht um leckere Nudeln, das heißt auf Deutsch: 'Na und') wurde heute veröffentlicht und verstärkt die Trauer darüber, dass das Land beim Eurovision Song Contest seit Jahren fehlt, noch mehr. Wobei auch hier noch ein letzter Funken Hoffnung glimmt: wie Eurofire...
2015, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale, Jurys sind Wichser, Unsere Lieblinge

Bos­ni­ens Sen­der bald plei­te, Måns schwul?

Für die baldige Rückkehr des von mir schmerzlich vermissten Bosnien-Herzegowina zum Eurovision Song Contest sieht es finster aus: einer Pressemeldung der EBU von letzter Woche zufolge stehe der Staatssender BHRT "kurz vor dem Kollaps". Die bosnische Regierung habe es seit Jahren versäumt, ein adäquates und funktionierendes Gebühreneinzugsmodell zu verabschieden. In dem politisch zwischen Bosniaken und Serben geteilten Land bestehen mit RTFBiH (Bosnien) und RTRS (Republika Srpska) zwei weitere auf das jeweilige Bundesland ausgerichtete  Sender, die sich laut EBU "als Rivalen verhalten", anstatt mit der übergeordneten, für die gesamte Nation zuständigen Station zusammenzuarbeiten. Das politisch gewollte finanzielle Ausbluten von BHRT, das bereits zur Folge hatte, dass das Land seit 2013 aus ...
Türkvizyon

Türk­vi­zyon: Du kommst hier nicht rein

Seit der osmanische Gegenentwurf zum Eurovision Song Contest, die Türkvizyon, existiert, kommt es dort zu Chaos und Verwirrung über die Teilnehmerliste. So fehlten bei der im November 2014 gelaufenen zweiten Ausgabe in Kasan (Tatarstan) bekanntlich fünf Länder, die noch an der Premiere im türkischen Eskişehir teilgenommen hatten. Nicht immer ganz freiwillig, wie sich nun herausstellt: wie Eurovoix berichtet, habe die russische Republik Altai für Kasan keine Einladung erhalten. Anders als beim europäischen Vorbild, wo grundsätzlich jedes Land mitmachen darf, dessen Staatssender Mitglied der EBU ist und die entsprechenden Teilnahmegebühren aufbringen kann, lädt beim türkisch-eurasischen Gegenpart anscheinend der veranstaltende Sender direkt ein. Das könnte erklären, weswegen in Kasan neben d...
2015, Die Zwanzigzehner

Good­bye, zbo­gom Lju­ba­vi: Bos­ni­en ist drau­ßen

Soeben bewahrheiteten sich die schlimmsten Befürchtungen: Bosnien, das Land, das uns seit seiner Erstteilnahme am Grand Prix im Jahre 1993 immer wieder wunderschöne Lieder schenkte, nimmt auch 2015 nicht am Eurovision Song Contest teil. Selbst innerhalb der von EBU eigens für den krisengeschüttelten Balkanstaat verlängerten Zuschlagsfrist gelang es dem bosnischen Sender BHRT nicht, die Finanzierung auf die Beine zu stellen: sowohl Hari Mata Hari (BA 2006) als auch Regina (BA 2009) lehnten es Presseberichten zufolge ab, die Kosten ihrer Teilnahme vollständig selbst zu übernehmen. Angesichts knapper Kassen, gebührenzahlungsunwilliger Zuschauer im serbischen Teil des Doppelstaates und massiver Budgetkürzungen könne der öffentliche Sender die Ausgaben jedoch nicht stemmen. Somit bleibt Bosnien...
2015, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Die bos­ni­sche Saga geht wei­ter: Regi­na nach Wien?

An diesem Wochenende läuft die von der EBU verlängerte Bedenkfrist für den bosnischen Sender BHRT aus. Ob wir das Balkanland in Wien wiedersehen, scheint aber ungewisser denn je: wie die Fanseite escbubble unter Bezugnahme auf das bosnische Nachrichtenportal Dnevni Avaz berichtet, seien die Verhandlungen zwischen dem chronisch klammen Staatssender und Hari Mata Hari (BA 2006) geplatzt, weil man die finanzielle Last offenbar vollständig auf den Künstler abwälzen wollte. Stattdessen sei nun die Band Regina (BA 2009, 'Bistra Voda') angefragt worden. Die sei nach eigener Darstellung bereit, allerdings ebenfalls nicht zu diesen Bedingungen: "Support für das Projekt ist das Eine, aber für alles zu bezahlen, ist völlig absurd," zitiert die Seite das Regina-Mitglied Aleksandar Čović. Anders als Ha...
2015, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen

Mon­te­ne­gro 2015: Knez soll in Wien herr­schen

Ding ding ding: das Rennen um die früheste Bekanntgabe des Eurovisionskandidaten für den Song Contest 2015 in Wien gewinnt Montenegro! Deren Sender RTCG nominierte heute Mittag in Podgorica den 46jährigen Popsänger Nenad Knežević zum Repräsentanten des jüngsten Balkanstaates. Mit Rücksicht auf Menschen, deren Computertastatur ohne Sonderzeichen daherkommt, hat sich Knežević den Künstlernamen Knez gegeben, was im Slawischen, wie die Alleswissende Müllhalde weiß, freilich auch für "Herrscher" steht. Dementsprechend unbescheiden trat der im Schwarzgebirgsland geborene, mittlerweile aber in Belgrad (Serbien) lebende Künstler denn auch bei der heutigen Pressekonferenz auf, wie eurovision.tv berichtet: "Die Einladung, Montenegro beim Eurovision Song Contest 2015 zu vertreten, kam für mich nicht ...
2015, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Hari Mata Hari für Bos­ni­en 2015?

Wie Wiwibloggs am Freitag unter Bezugnahme auf eine bosnische Tageszeitung rapportierte, könnten die Vertreter des nach einer zweijährigen Pause voraussichtlich 2015 wieder zum Eurovision Song Contest zurückkehrenden Landes alte Bekannte sein: nämlich Hari Mata Hari, die Band um Mastermind Hajrudin Varesanovic, die dem exjugoslawischen Staat 2006 mit der von Željko Joksimović (RS 2004, 2012) komponierten, herzzerreißend schönen Balkanballade 'Lejla' seine bislang beste Platzierung bescherte. Joksimović wird in dem Artikel auch als erneuter möglicher Komponist genannt, neben dem für die sterbensschönen Lyrics von 'Lejla' verantwortlichen Fahrudin Pecikoza-Peca und Goran Bregovic, dem Songschreiber von 'Ovo je Balkan' (RS 2010). All das sind aber bislang nichts als Gerüchte, und gleichlauten...
2014, Die Zwanzigzehner, Türkvizyon

Türk­vi­zyon 2014: da waren’s wie­der 24

Albanien, das dieser Tage erst verbindlich seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2015 zusagte, ist zugleich das neueste Mitglied im Kreis der Türkvizyon-Länder. Somit bleibt - falls es nicht noch zu weiteren kurzfristigen Änderungen kommt - die Anzahl der Teilnehmerländer bei der zweiten Ausgabe des osmanischen Grand-Prix-Gegenentwurfs im tatarischen Kasan genau so hoch wie bei der Premiere im türkischen Eskişehir, nämlich bei 24. Anstelle der autonomen russischen Republiken Altai und Kemerowo sowie des Kosovos und Weißrusslands treten nach derzeitigem Stand Albanien, Deutschland, der Iran und Russland an. Die skipetarische Vertreterin in Kasan heißt Xhoana Bejko, auch unter Xhoi bekannt (diejenige für Wien entscheidet sich natürlich erst beim traditionellen Festivali i Këngës vom 26....
2015, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen

It all loo­ks gre­at: Bos­ni­en ist in Wien dabei!

Freude, schöner Götterfunken! Wie esctoday heute vermeldet, hat sich das bosnische Fernsehen BHRT bei der EBU vorläufig [ref]Nach dem offiziellen Anmeldeschluss am 15. September 2014 steht es allen potentiellen Partizipanten vier Wochen offen, ihre Anmeldung straffrei zurückzuziehen. 2014 nahm der Sender genau diese Klausel auch in Anspruch, von daher heißt es: Daumen drücken![/ref] für die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2015 angemeldet. Damit kehrt die exjugoslawische Nation nach einer zweijährigen Grand-Prix-Pause wieder zum Wettbewerb zurück, von mir heißen Herzens begrüßt! Um so mehr, da die Rückkehr angesichts der  verheerenden Sturmflut vom Sommer 2014, die dort 20 Todesopfer forderte und nach Meldung von Wiwibloggs Schäden in Höhe von 15% des bosnischen Bruttoinlandsproduktes ...
2014, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, Unsere Lieblinge

Con­chi­ta Wurst: Flut­brin­ge­rin oder Hei­li­ge?

Während ein offensichtlich geistesgestörter montenegrinischer Priester unlängst die aktuelle Eurovisionssiegerin Conchita Wurst als Verursacherin der sintflutartigen Regenfälle auf dem Balkan ausmachte, die mehr als fünfzig Todesopfer forderten und in Serbien, Kroatien und Bosnien eine Spur der Verwüstung hinterließen, erfreut sich ein Museum im niederösterreichischen Städtchen Horn derzeit an einer wahren Flut von Besuchern. Der Grund: die dort ausgestellte Holzstatue einer christlichen Heiligenfigur, der Kümmernis oder Wilgefortis - einer Frau mit Bart. Einer Sage aus dem vierzehnten Jahrhundert zufolge habe es sich bei ihr um die Tochter eines heidnischen portugiesischen Adeligen gehandelt, welcher diese mit dem sizilianischen König verheiraten wollte. Was der Tochter nicht behagte - ki...
2013, Die Zwanzigzehner, Türkvizyon

Aser­bai­dschan gewinnt die ers­te Türk­vi­zyon

Besonders tosenden Applaus durch das aserbaidschanische Hallenpublikum erfuhr bekanntlich der bis dato letzte Eurovisionsteilnehmer der Türkei, Can Bonomo, bei seinem Auftritt 2012 in Baku. Die brüderlichen Beziehungen funktionieren auch andersherum: Fərid Həsənov, der Vertreter Aserbaidschans, siegte heute im Finale der ersten Türkvizyon, des Gegen-Grand-Prix des osmanischen Kulturkreises im anatolischen Eskişehir. Es war eine Jury, die ihm diesen Sieg bescherte, und man konnte sich angesichts der Diskrepanz zwischen den dargebotenen Songs und dem Punkteergebnis nicht des Eindruckes erwehren, dass hauptsächlich politische Erwägungen bei der Entscheidung der Juroren eine Rolle spielten. Für die gastgebende Türkei, die auf einem Mittelfeldplatz landete, ist es aufgrund der engen Bindung der...
2013, Die Zwanzigzehner, Türkvizyon

Türk­vi­zyon 2013: Vogel­stim­men­ga­te im Semi!

Soeben ging das Semifinale der ersten Türkvizyon zu Ende: eine rundweg fabelhafte Show mit einem hochgradig erfrischenden Musikmix aus Billigdisco, orientalischen Klageliedern und Kehlgesängen, ruiniert allerdings durch die himmelschreienden Fehlentscheidungen der Jury, die erkennbar nur nach Nationalität abstimmte und ausschließlich die engsten politischen Freunde der Türkei durchwinkte. Was besonders pikant erscheint, wenn man bedenkt, dass der vom türkischen Fernsehen offiziell hauptsächlich ins Feld geführte Grund für das Fernbleiben des Landes vom Eurovision Song Contest (und die Gründung der Türkvizyon) die Unzufriedenheit mit der Re-Installation der Eurovisionsjury war! Immerhin: im Finale am Samstag entscheiden alleine die Zuschauer per SMS [Nachtrag: taten sie nicht, auch im Final...
2014, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen

Das Bal­kan-Bäum­chen-wech­sel-Dich

Nicht nur bei der Türkvizyon wechseln die Teilnehmerländer schneller, als ich "einen vegetarischen Döner mit allem ohne scharf" sagen kann - auch beim richtigen Eurovision Song Contest geht es drunter und drüber mit den An- und Abmeldungen. Vor vier Wochen erst jubelte ich über die Meldung, dass Bosnien, eines meiner eurovisionären Lieblingsländer, das 2013 wegen Geldmangels aussetzte, 2014 wieder mitmachen wollte. Seinerzeit sagte man in Sarajewo, man sei auf der Suche nach Sponsoren, um trotz der grassierenden Unterfinanzierung des Senders BHRT in Kopenhagen teilnehmen zu können. Heute kam die Hiobsbotschaft, dass diese Suche wohl erfolglos blieb, gefolgt von der endgültigen Absage für 2014. Schluchz! Ganz anders hingegen im benachbarten Serbien: dort bot dieser Tage der neue Privatsende...
2013, Die Zwanzigzehner, Türkvizyon

Türk­vi­zyon: end­lo­se Ent­schei­dun­gen und bos­ni­sche Bit­ches

Um empörten Kommentaren - wie seinerzeit bei Laka - vorzubeugen: nichts läge mir ferner, als mich abfällig über bosnische Mädels zu äußern! 'Ters Bosanka' ('Zickige Bosnierin') lautet vielmehr der Titel des Beitrags des Balkanlandes zur Premiere der Türkvizyon, und eine solche spielt auch die Hauptrolle im heute veröffentlichten Video von Emir & the frozen Camels. Eine Zwei-Ecken-Verbindung zum richtigen Eurovision Song Contest gibt es auch: die männliche Augenweide Mirza Šoljanin, der schon mit Nina Badrić (BA HR 2012) arbeitete, ergänzt die gefrorenen Kamele für diese Nummer. Bandleader Emir Bukovica beschreibt den Song selbst ziemlich treffend als "unprätentiös und gutgelaunt," ganz im Gegensatz zur Hauptfigur seines Liedes! Welche Laune hingegen Artur Marlujokov hatte, als er nach ...
2014, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen

Hur­ra: Bos­ni­en ist 2014 wie­der dabei!

Schöner kann die Woche nicht starten: wie escxtra berichtet, geht Bosnien, das 2013 aus pekuniären Gründen aussetzte, in Kopenhagen wieder an den Start. Und das, obwohl sich die finanzielle Lage des Senders BHRT zwischenzeitlich nicht wirklich besserte: "Im Interesse der Zuschauer sollten wir eine Lösung finden, um die Distanz zwischen BHRT und der EBU, der wichtigsten europäischen Allianz öffentlicher Sender, nicht zu vergrößern," verkündete das bosnische Fernsehen heute in einer Presseerklärung. Man suche daher derzeit externe Sponsoren (Ihre Chance, Herr Siegel!). Bosnien nimmt auch am türkischen Gegen-Grand-Prix Türkvizyon teil, allerdings vertreten durch einen Privatsender. Damit kehrt nach nur einjähriger, dennoch schmerzlicher Pause eines meines absoluten Grand-Prix-Lieblingsländer ...