Türk­vi­zyon 2015: Na und?

Etwas Erho­lung vom hei­mi­schen Euro­vi­si­ons­dra­ma um Xavier Nai­doo gefäl­lig? Dann wer­fen wir doch mal einen kur­zen Blick auf die Türk­vi­zyon, die Ende Dezem­ber in Istan­bul über die Büh­ne geht. Dort hat sich die Teil­neh­mer­zahl mitt­ler­wei­le auf 30 erhöht. Wie Euro­voix berich­te­te, gab der ser­bi­sche Sän­ger Alme­din Varo­s­a­nin bekannt, sein Land beim Gesangs­wett­be­werb der Turk­völ­ker zu ver­tre­ten. Augen­schein­lich kann man dort auf Zuruf mit­ma­chen. Schon län­ger gesetzt ist der bos­ni­sche Ver­tre­ter Adis Škal­jo. Sein Bei­trag ‘Pa šta’ (Nein, es geht nicht um lecke­re Nudeln, das heißt auf Deutsch: ‘Na und’) wur­de heu­te ver­öf­fent­licht und ver­stärkt die Trau­er dar­über, dass das Land beim Euro­vi­si­on Song Con­test seit Jah­ren fehlt, noch mehr. Wobei auch hier noch ein letz­ter Fun­ken Hoff­nung glimmt: wie Euro­fire die­se Woche berich­te­te, steht Bul­ga­ri­en aus finan­zi­el­len Grün­den nicht mehr auf der vor­läu­fi­gen Teil­neh­mer­lis­te für Stock­holm, dafür sei Bos­ni­en tat­säch­lich noch im Ren­nen, auch wenn es mehr als unwahr­schein­lich erscheint, dass der klam­me Sen­der die benö­tig­ten 25.000 € noch bis Jah­res­en­de zusam­men­be­kommt. Nach­dem wir die­ses Rein-Raus-Spiel jetzt seit ewi­gen Zei­ten ken­nen, glau­be ich zwar nicht mehr dran, aber schön wäre es doch.

Sehr grand­pri­x­es­kes Motiv: Adis (BA) singt aber bei der Türk­vi­zyon

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Bos­ni­ens Sen­der bald plei­te, Måns schwul?

Für die bal­di­ge Rück­kehr des von mir schmerz­lich ver­miss­ten Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na zum Euro­vi­si­on Song Con­test sieht es fins­ter aus: einer Pres­se­mel­dung der EBU von letz­ter Woche zufol­ge ste­he der Staats­sen­der BHRT “kurz vor dem Kol­laps”. Die bos­ni­sche Regie­rung habe es seit Jah­ren ver­säumt, ein adäqua­tes und funk­tio­nie­ren­des Gebüh­ren­ein­zugs­mo­dell zu ver­ab­schie­den. In dem poli­tisch zwi­schen Bos­nia­ken und Ser­ben geteil­ten Land bestehen mit RTFBiH (Bos­ni­en) und RTRS (Repu­bli­ka Srps­ka) zwei wei­te­re auf das jewei­li­ge Bun­des­land aus­ge­rich­te­te  Sen­der, die sich laut EBU “als Riva­len ver­hal­ten”, anstatt mit der über­ge­ord­ne­ten, für die gesam­te Nati­on zustän­di­gen Sta­ti­on zusam­men­zu­ar­bei­ten. Das poli­tisch gewoll­te finan­zi­el­le Aus­blu­ten von BHRT, das bereits zur Fol­ge hat­te, dass das Land seit 2013 aus Kos­ten­grün­den nicht mehr am Euro­vi­si­on Song Con­test teil­nimmt, ver­hin­de­re nun auch die frist­ge­rech­te Umstel­lung des Sen­de­for­mats von ana­log auf digi­tal. “Die Ver­ant­wort­li­chen sind drin­gend auf­ge­for­dert, die öffent­li­chen Medi­en zu respek­tie­ren und zu unter­stüt­zen, anstatt ihre Unab­hän­gig­keit und Glaub­wür­dig­keit wei­ter zu unter­höh­len,” so die EBU-Direk­to­rin Ingrid Del­ten­re.

Kei­ne Lie­be unter den Eth­ni­en: in Bos­ni­en ver­hin­dert Poli­tik die ESC-Rück­kehr

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Türk­vi­zyon: Du kommst hier nicht rein

Seit der osma­ni­sche Gegen­ent­wurf zum Euro­vi­si­on Song Con­test, die Türk­vi­zyon, exis­tiert, kommt es dort zu Cha­os und Ver­wir­rung über die Teil­neh­mer­lis­te. So fehl­ten bei der im Novem­ber 2014 gelau­fe­nen zwei­ten Aus­ga­be in Kasan (Tatar­stan) bekannt­lich fünf Län­der, die noch an der Pre­miè­re im tür­ki­schen Eskişe­hir teil­ge­nom­men hat­ten. Nicht immer ganz frei­wil­lig, wie sich nun her­aus­stellt: wie Euro­voix berich­tet, habe die rus­si­sche Repu­blik Altai für Kasan kei­ne Ein­la­dung erhal­ten. Anders als beim euro­päi­schen Vor­bild, wo grund­sätz­lich jedes Land mit­ma­chen darf, des­sen Staats­sen­der Mit­glied der EBU ist und die ent­spre­chen­den Teil­nah­me­ge­büh­ren auf­brin­gen kann, lädt beim tür­kisch-eura­si­schen Gegen­part anschei­nend der ver­an­stal­ten­de Sen­der direkt ein. Das könn­te erklä­ren, wes­we­gen in Kasan neben der mon­go­li­schen Berg­re­pu­blik Altai auch ihr nörd­li­cher Nach­bar Keme­ro­wo fehl­te – obwohl der alta­i­sche Ver­tre­ter Artur Mar­lu­jo­kov in Eskişe­hir mit einer eher zähen Hei­mat­hym­ne ziem­lich gut abschnitt, ließ sich dort ein gewis­ses Frem­deln der Tür­ken mit den kul­tu­rell wie reli­gi­ös eher bud­dhis­tisch gepräg­ten Inne­r­asia­ten beob­ach­ten. Kei­ne Ein­la­dung dürf­te ver­mut­lich auch an das 2013 noch ver­tre­te­ne Koso­vo gegan­gen sein, das in Kasan eben­falls fehl­te: im Gegen­satz zur Tür­kei erkennt Russ­land (und damit auch die den zwei­ten Con­test aus­rich­ten­de Repu­blik Tatar­stan) das exser­bi­sche Gebiet nicht als eigen­stän­di­gen Staat an.


Kei­ne Chan­ce für scho­ri­schen Kehl­ge­sang: Keme­ro­wo schei­ter­te 2013 im Semi

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Good­bye, zbo­gom Lju­ba­vi: Bos­ni­en ist drau­ßen

Soeben bewahr­hei­te­ten sich die schlimms­ten Befürch­tun­gen: Bos­ni­en, das Land, das uns seit sei­ner Erst­teil­nah­me am Grand Prix im Jah­re 1993 immer wie­der wun­der­schö­ne Lie­der schenk­te, nimmt auch 2015 nicht am Euro­vi­si­on Song Con­test teil. Selbst inner­halb der von EBU eigens für den kri­sen­ge­schüt­tel­ten Bal­kan­staat ver­län­ger­ten Zuschlags­frist gelang es dem bos­ni­schen Sen­der BHRT nicht, die Finan­zie­rung auf die Bei­ne zu stel­len: sowohl Hari Mata Hari (BA 2006) als auch Regi­na (BA 2009) lehn­ten es Pres­se­be­rich­ten zufol­ge ab, die Kos­ten ihrer Teil­nah­me voll­stän­dig selbst zu über­neh­men. Ange­sichts knap­per Kas­sen, gebüh­ren­zah­lungs­un­wil­li­ger Zuschau­er im ser­bi­schen Teil des Dop­pel­staa­tes und mas­si­ver Bud­get­kür­zun­gen kön­ne der öffent­li­che Sen­der die Aus­ga­ben jedoch nicht stem­men. Somit bleibt Bos­ni­en das drit­te Jahr in Fol­ge dem Wett­be­werb abhold. Die Anzahl der Par­ti­zi­pan­ten in Wien redu­ziert sich damit auf 38 – vor­aus­ge­setzt, die bei­den mit­ten in einem Umbau der Staats­sen­der ste­cken­den Län­der Isra­el und Grie­chen­land tre­ten an.

Bleibt als klei­ner Trost nur der bos­ni­sche Türk­vi­zyons­bei­trag 2014

Ange­sichts der trau­ri­gen Nach­richt: wel­ches sind Dei­ne bos­ni­schen Lieb­lings­bei­trä­ge? (max. 5)

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Die bos­ni­sche Saga geht wei­ter: Regi­na nach Wien?

An die­sem Wochen­en­de läuft die von der EBU ver­län­ger­te Bedenk­frist für den bos­ni­schen Sen­der BHRT aus. Ob wir das Bal­kan­land in Wien wie­der­se­hen, scheint aber unge­wis­ser denn je: wie die Fan­sei­te esc­bub­ble unter Bezug­nah­me auf das bos­ni­sche Nach­rich­ten­por­tal Dnev­ni Avaz berich­tet, sei­en die Ver­hand­lun­gen zwi­schen dem chro­nisch klam­men Staats­sen­der und Hari Mata Hari (BA 2006) geplatzt, weil man die finan­zi­el­le Last offen­bar voll­stän­dig auf den Künst­ler abwäl­zen woll­te. Statt­des­sen sei nun die Band Regi­na (BA 2009, ‘Bis­tra Voda’) ange­fragt wor­den. Die sei nach eige­ner Dar­stel­lung bereit, aller­dings eben­falls nicht zu die­sen Bedin­gun­gen: “Sup­port für das Pro­jekt ist das Eine, aber für alles zu bezah­len, ist völ­lig absurd,” zitiert die Sei­te das Regi­na-Mit­glied Alek­san­dar Čović. Anders als Hari Mata Hari habe BHRT die Band angeb­lich nicht um Geld ange­hau­en, den­noch sei­en die finan­zi­el­len Aspek­te noch nicht geklärt. Mal schau­en, ob es noch zu einer Eini­gung in letz­ter Minu­te kommt – oder gar einer wei­te­ren Frist­ver­län­ge­rung durch die EBU. Fest steht immer­hin, dass Regi­na-Front­mann Davor Ebner hei­ßer aus­sieht als jemals zuvor. Daher: Dau­men drü­cken!


Ger­ne noch mal was von die­sem Kali­ber: Regi­na beim ESC 2009

Wen möch­test Du lie­ber für Bos­ni­en sehen?

  • Hängt vom Lied ab (37%, 16 Votes)
  • Kei­nen. Mir hängt das Hick­hack zum Hals raus. (30%, 13 Votes)
  • Hari Mata Hari (16%, 7 Votes)
  • Regi­na (16%, 7 Votes)

Total Voters: 43

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Mon­te­ne­gro 2015: Knez soll in Wien herr­schen

Ding ding ding: das Ren­nen um die frü­hes­te Bekannt­ga­be des Euro­vi­si­ons­kan­di­da­ten für den Song Con­test 2015 in Wien gewinnt Mon­te­ne­gro! Deren Sen­der RTCG nomi­nier­te heu­te Mit­tag in Pod­go­ri­ca den 46jährigen Pop­sän­ger Nen­ad Kneže­vić zum Reprä­sen­tan­ten des jüngs­ten Bal­kan­staa­tes. Mit Rück­sicht auf Men­schen, deren Com­pu­ter­tas­ta­tur ohne Son­der­zei­chen daher­kommt, hat sich Kneže­vić den Künst­ler­na­men Knez gege­ben, was im Sla­wi­schen, wie die Alles­wis­sen­de Müll­hal­de weiß, frei­lich auch für “Herr­scher” steht. Dem­entspre­chend unbe­schei­den trat der im Schwarz­ge­birgs­land gebo­re­ne, mitt­ler­wei­le aber in Bel­grad (Ser­bi­en) leben­de Künst­ler denn auch bei der heu­ti­gen Pres­se­kon­fe­renz auf, wie eurovision.tv berich­tet: “Die Ein­la­dung, Mon­te­ne­gro beim Euro­vi­si­on Song Con­test 2015 zu ver­tre­ten, kam für mich nicht son­der­lich über­ra­schend, schließ­lich weiß jeder, was für ein pas­sio­nier­ter Euro­vi­si­ons­fan ich bin”.

The Real McCoy auf mon­te­ne­gri­nisch: Knez

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Hari Mata Hari für Bos­ni­en 2015?

Wie Wiwi­bloggs am Frei­tag unter Bezug­nah­me auf eine bos­ni­sche Tages­zei­tung rap­por­tier­te, könn­ten die Ver­tre­ter des nach einer zwei­jäh­ri­gen Pau­se vor­aus­sicht­lich 2015 wie­der zum Euro­vi­si­on Song Con­test zurück­keh­ren­den Lan­des alte Bekann­te sein: näm­lich Hari Mata Hari, die Band um Mas­ter­mind Haj­ru­din Vares­a­no­vic, die dem exju­go­sla­wi­schen Staat 2006 mit der von Žel­j­ko Jok­si­mo­vić (RS 2004, 2012) kom­po­nier­ten, herz­zer­rei­ßend schö­nen Bal­kan­bal­la­de ‘Lej­la’ sei­ne bis­lang bes­te Plat­zie­rung bescher­te. Jok­si­mo­vić wird in dem Arti­kel auch als erneu­ter mög­li­cher Kom­po­nist genannt, neben dem für die ster­bens­schö­nen Lyrics von ‘Lej­la’ ver­ant­wort­li­chen Fah­ru­din Peci­ko­za-Peca und Goran Bre­go­vic, dem Song­schrei­ber von ‘Ovo je Bal­kan’ (RS 2010). All das sind aber bis­lang nichts als Gerüch­te, und gleich­lau­ten­de gab es auch schon mal für den Grand Prix 2012, bei dem uns dann bekannt­lich statt­des­sen Maya Sar zu Tode lang­weil­te. Eine offi­zi­el­le Ver­kün­dung des Sen­ders BHRT ste­he für kom­men­den Frei­tag an.

Seufz: so ein Lied und dazu ein Sträuß­chen Ros­ma­rin! (BA 2006)

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Türk­vi­zyon 2014: da waren’s wie­der 24

Alba­ni­en, das die­ser Tage erst ver­bind­lich sei­ne Teil­nah­me am Euro­vi­si­on Song Con­test 2015 zusag­te, ist zugleich das neu­es­te Mit­glied im Kreis der Türk­vi­zyon-Län­der. Somit bleibt – falls es nicht noch zu wei­te­ren kurz­fris­ti­gen Ände­run­gen kommt – die Anzahl der Teil­neh­mer­län­der bei der zwei­ten Aus­ga­be des osma­ni­schen Grand-Prix-Gegen­ent­wurfs im tata­ri­schen Kasan genau so hoch wie bei der Pre­miè­re im tür­ki­schen Eskişe­hir, näm­lich bei 24. Anstel­le der auto­no­men rus­si­schen Repu­bli­ken Altai und Keme­ro­wo sowie des Koso­vos und Weiß­russ­lands tre­ten nach der­zei­ti­gem Stand Alba­ni­en, Deutsch­land, der Iran und Russ­land an. Die ski­pe­ta­ri­sche Ver­tre­te­rin in Kasan heißt Xho­ana Bej­ko, auch unter Xhoi bekannt (die­je­ni­ge für Wien ent­schei­det sich natür­lich erst beim tra­di­tio­nel­len Fes­ti­va­li i Kën­gës vom 26. bis 28. Dezem­ber die­sen Jah­res). Ein wei­te­res Land, das bei bei­den Wett­be­wer­ben mit­macht, ist Bos­ni­en. Dort prä­sen­tier­te der Pri­vat­sen­der Hayat, der für den Türk­vi­zyon-Bei­trag ver­ant­wort­lich zeich­net, heu­te den Video­clip zu Men­sur Sal­kićs Song ‘Šutim’: ein durch­aus moder­ner Pop­song, der zu gefal­len weiß!


War­um Men­sur eine Kon­di­to­ren­uni­form trägt, erschließt sich mir nicht. Wobei, süß ist er ja!

It all looks gre­at: Bos­ni­en ist in Wien dabei!

Freu­de, schö­ner Göt­ter­fun­ken! Wie esc­to­day heu­te ver­mel­det, hat sich das bos­ni­sche Fern­se­hen BHRT bei der EBU vor­läu­fig [ref]Nach dem offi­zi­el­len Anmel­de­schluss am 15. Sep­tem­ber 2014 steht es allen poten­ti­el­len Par­ti­zi­pan­ten vier Wochen offen, ihre Anmel­dung straf­frei zurück­zu­zie­hen. 2014 nahm der Sen­der genau die­se Klau­sel auch in Anspruch, von daher heißt es: Dau­men drücken![/ref] für die Teil­nah­me am Euro­vi­si­on Song Con­test 2015 ange­mel­det. Damit kehrt die exju­go­sla­wi­sche Nati­on nach einer zwei­jäh­ri­gen Grand-Prix-Pau­se wie­der zum Wett­be­werb zurück, von mir hei­ßen Her­zens begrüßt! Um so mehr, da die Rück­kehr ange­sichts der  ver­hee­ren­den Sturm­flut vom Som­mer 2014, die dort 20 Todes­op­fer for­der­te und nach Mel­dung von Wiwi­bloggs Schä­den in Höhe von 15% des bos­ni­schen Brut­to­in­lands­pro­duk­tes anrich­te­te, im Hin­blick auf die finan­zi­ell deso­la­te Lage des Lan­des und des Sen­ders beson­ders über­rascht, und da ange­sichts der Teil­nah­me Bos­ni­ens an der 2013 erst­mals durch­ge­führ­ten Türk­vi­zyon eine kul­tu­rel­le Abwen­dung des Viel­völ­ker­staa­tes von Euro­pa zu befürch­ten stand. Doch es gibt noch mehr Bal­kan-Power in Wien: Mon­te­ne­gro, das in den letz­ten Jah­ren jeweils her­vor­ra­gen­de, wenn­gleich wenig gewür­dig­te Euro­vi­si­ons­bei­trä­ge bei­steu­er­te, bestä­tig­te zeit­gleich sei­ne erneu­te Teil­nah­me. In bei­den Fäl­len dürf­te wohl mit einer inter­nen Nomi­nie­rung des Ver­tre­ters zu rech­nen sein. Um Lena Mey­er-Land­rut zu zitie­ren: “Ich freu mich so, so hart!”

Muss­ten zur Türk­vi­zyon aus­wei­chen: Emir & the Fro­zen Camels (BA)

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Con­chi­ta Wurst: Flut­brin­ge­rin oder Hei­li­ge?

Wäh­rend ein offen­sicht­lich geis­tes­ge­stör­ter mon­te­ne­gri­ni­scher Pries­ter unlängst die aktu­el­le Euro­vi­si­ons­sie­ge­rin Con­chi­ta Wurst als Ver­ur­sa­che­rin der sint­flut­ar­ti­gen Regen­fäl­le auf dem Bal­kan aus­mach­te, die mehr als fünf­zig Todes­op­fer for­der­ten und in Ser­bi­en, Kroa­ti­en und Bos­ni­en eine Spur der Ver­wüs­tung hin­ter­lie­ßen, erfreut sich ein Muse­um im nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Städt­chen Horn der­zeit an einer wah­ren Flut von Besu­chern. Der Grund: die dort aus­ge­stell­te Holz­sta­tue einer christ­li­chen Hei­li­gen­fi­gur, der Küm­mer­nis oder Wil­ge­for­tis – einer Frau mit Bart. Einer Sage aus dem vier­zehn­ten Jahr­hun­dert zufol­ge habe es sich bei ihr um die Toch­ter eines heid­ni­schen por­tu­gie­si­schen Ade­li­gen gehan­delt, wel­cher die­se mit dem sizi­lia­ni­schen König ver­hei­ra­ten woll­te. Was der Toch­ter nicht behag­te – kirch­li­cher Geschichts­schrei­bung zufol­ge natür­lich, weil sie heim­lich zum Chris­ten­tum kon­ver­tiert sei und ihre Jung­fräu­lich­keit bewah­ren woll­te. Was frau halt eben so behaup­tet, wenn frau kei­nen Bock hat, an einen wild­frem­den Mann in einem wild­frem­den Land zwangs­ver­ehe­licht zu wer­den. Jeden­falls bete­te sie ob ihrer miss­li­chen Lage. Und sie­he da, es wuchs ihr ein Bart: Hoch­zeit abge­sagt.


Ist bereits ver­hei­ra­tet, das kann also nicht der Grund sein: Con­chi­ta

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