Melo­di­fes­ti­va­len 1959: Oh, ist das ein Mann

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Heut­zu­ta­ge genießt das schwe­di­sche Melo­di­fes­ti­va­len (MF) bei Fans einen fast unan­tast­ba­ren Sta­tus als das Maß aller Din­ge in Sachen Euro­vi­si­ons­vor­ent­schei­dun­gen. Doch bis dahin war es ein wei­ter Weg, der 1959 mit einem aus­ge­spro­chen skur­ri­len und unnö­tig kom­pli­zier­ten Aus­wahl­ver­fah­ren begann. Hat­te es sich der Sen­der SVT bei sei­ner Grand-Prix-Pre­miè­re 1958 mit einer inter­nen Nomi­nie­rung noch ziem­lich leicht gemacht, so betrieb man dies­mal einen ungleich höhe­ren Auf­wand: in sage und schrei­be acht (!) Radio-Vor­run­den zu je zwei Lie­dern, die seit Okto­ber 1958 unter dem Namen Säg det med Musik: Sto­ra Schla­ger­täv­lin­gen über den Äther gin­gen und bei denen die Zuschauer/innen per Brief­wahl abstim­men durf­ten, sam­mel­te man acht Songs für das TV-Fina­le im Stock­hol­mer Cir­kus. Gleich zwei davon trug der uns in den Fol­ge­jah­ren noch öfters begeg­nen sol­len­de Jazz-Musi­ker und Sin­ger-Song­wri­ter Östen War­ner­bring (†2006) vor, der sich hier, wo nicht mehr das Publi­kum ent­schied, son­dern eine Jury, aller­dings mit Mit­tel­feld­ergeb­nis­sen zufrie­den geben muss­te.

Als es mit Augus­tin aus war, zuck­te die stets erfri­schend unbe­küm­mer­te Siw nur mit den Schul­tern und mein­te: Lie­bes­kum­mer lohnt sich nicht, my Dar­ling!

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