Schlagwort: Bryan Johnson

UK 1960; Vor­ent­scheid UK 1957, 1960, 1961
Der bri­ti­sche Sän­ger (1926–1995) und Bru­der von Ted­dy John­son (UK 1959) hat­te mit sei­nem Euro­vi­si­ons­bei­trag sei­nen ein­zi­gen Chart-Hit. Anschlie­ßend wand­te er sich der Schau­spie­le­rei zu.

1961, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

A Song for Euro­pe 1961: Kon­kur­renz belebt das Geschäft

Independent Television (ITV), der im Jahre 1955 als Regionalsenderkette ins Leben gerufene kommerzielle Gegenspieler der BBC, kam 1961 auf der Suche nach attraktiven Unterhaltungsformaten auf eine naheliegende Idee: mit dem ITV Song Contest, der sich sehr deutlich am Format der britischen Eurovisionsvorentscheidung orientierte, versuchte man, den Erfolg der öffentlich-rechtlichen Sendung für sich zu kopieren. Im Gegensatz zur BBC konnte ITV, das sich des Öfteren (erfolglos) um die ESC-Lizenz bewarb, jedoch keinen Startplatz beim Grand Prix anbieten. Stattdessen winkten Geldpreise. Einige bekannte Künstler ließen sich abwerben, so beispielsweise der in Anspielung auf seinen früheren Beruf als "singender Busfahrer" bekannte Matt Monro, der im Vorjahr mit 'Portrait of my Love' seinen ersten T...
1960, Die Sechziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser

ESC 1960: I shall die, die, die

Es ist ein offenes Eurovisionsgeheimnis: nicht alle Delegationsleiter/innen freuen sich, wenn ihre Künstler/in den Grand Prix gewinnt! Schließlich verbindet sich beim Song Contest mit dem Sieg die feste Erwartung, im nächsten Jahr die Show zu organisieren, womit massive Kosten auf die betroffene TV-Station zukommen. Heutzutage wird ein kleinerer Anteil davon durch die Startgebühren der einzelnen Länder aufgefangen, doch in den Anfangsjahren musste die ausrichtende Rundfunkanstalt die Sendung finanziell noch komplett alleine stemmen. Den Niederländern, die 1959 zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren gewonnen hatten, ging Sparsamkeit über Nationalstolz: sie sagten schlicht "nee". Selbstlos sprang (übrigens nicht zum letzten Mal) die BBC ein, was nicht nur am üppigeren pekuniären Polster...
1960, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

A Song for Euro­pe 1960: When the Tide turns

Um Haaresbreite hätte er es nicht ins Vorentscheidungsfinale geschafft, der britische Eurovisionsvertreter von 1960, Bryan Johnson. Wie bereits im Vorjahr fanden auch heuer zwei Semis mit jeweils sechs Titeln statt, von denen jeweils die ersten drei weiterkamen. Johnsons am Ende siegreicher Beitrag 'Looking high, high, high' (der im Song auf die Titelzeile folgenden Ankündigung "I shall die, die, die" leistete der Sänger erst 35 Jahre später Folge) teilte sich in der zweiten Qualifikationsrunde nach dem regionalen Juryvoting noch punktgleich den dritten Rang mit dem seherisch benannten (und leider im Netz nicht auffindbaren) Titel 'When the Tide turns' der britischen Vorjahres-Repräsentanten Pearl Carr und Teddy Johnson. Da die BBC nicht auf einen Münzwurf zurückgreifen wollte, durften bei...
1957, Die Fünfziger, Internationale Vorentscheidungen

A Song for Euro­pe 1957: Das klei­ne Ding, das gött­lich singt

1956, im ersten Jahr des von der BBC mitinitiierten Eurovision Song Contests, konnten die Briten aus organisatorischer Unfähigkeit nicht an den europäischen Festspielen teilnehmen. Zwar hielten auch sie einen am Vorbild des italienischen San-Remo-Festivals orientierten Liederwettbewerb ab. Doch das mit zahlreichen Vorrunden versehene Festival of British popular Songs ging bizarrerweise erst am 22. Oktober 1956 zu Ende, mithin fünf Monate zu spät für den ESC. Und obschon mit Petula Clark ein bekannter Kinderstar daran teilnahm, brachte es nicht einen einzigen Chart-Hit hervor. Nur drei Monate später, am 22. Januar 1957, startete die BBC dennoch die zweite Ausgabe des Formates, welches diesmal auch zur Ermittlung des britischen Grand-Prix-Beitrags diente, denn die selbst empfundene Pop-Natio...