Bul­ga­ri­en kommt uns Poli-amou­rös

Das über­rascht nun wirk­lich nie­man­den: nach ent­spre­chen­den Vor­ankün­di­gun­gen, zur Been­di­gung der zwei­jäh­ri­gen Grand-Prix-Pau­se Bul­ga­ri­ens “jemand Bekann­tes” zum Euro­vi­si­on Song Con­test schi­cken zu wol­len, ließ der Sen­der heu­te end­lich die Kat­ze aus dem Sack. Wie von allen Fans bereits ein­hel­lig vor­her­ge­sagt, ver­sucht es das mit einer ein­zi­gen Aus­nah­me bis­lang stets im Semi­fi­na­le geschei­ter­te Land erneut mit Poli Geno­va. Die sorg­te 2011 in Düs­sel­dorf bereits als Bal­kan-Pink für Auf­se­hen (konn­te sich aber auch nicht qua­li­fi­zie­ren) und war 2015 als Gast­ge­be­rin beim Juni­or-ESC in Sofia in Ein­satz, für den der Sen­der viel Lob kas­sier­te. Letz­te­res spiel­te wohl die ent­schei­den­de Rol­le bei ihrer Direkt­no­mi­nie­rung: “Unse­re Repu­ta­ti­on wur­de die Orga­ni­sa­ti­on die­ses Con­tests gestärkt,” erklär­te die bul­ga­ri­sche Dele­ga­ti­ons­lei­te­rin Joana Levie­va-Sawy­er. “Des­we­gen glau­ben wir, dass Poli Geno­va im dies­jäh­ri­gen Wett­be­werb eine sehr gute Chan­ce hat”. Der Song wer­de der­zeit durch ein “inter­na­tio­na­les Team bekann­ter und respek­tier­ter Fach­leu­te” pro­du­ziert. Also etwas aus schwe­di­scher Manu­fak­tur?

Poli Geno­vas Diva-Anfall beim Juni­or ESC 2015

Auch Bul­ga­ri­en und Kroa­ti­en keh­ren zum ESC zurück

Heu­te früh ver­öf­fent­lich­te die EBU zeit­gleich mit dem seit 10 Uhr lau­fen­den Vor­ver­kauf für die Ein­tritts­kar­ten die offi­zi­el­le Teil­neh­mer­lis­te für den 61. Euro­vi­si­on Song Con­test in Stock­holm, Schwe­den. Erfreu­li­che Über­ra­schung: neben den bereits bekann­ten 41 Natio­nen keh­ren auch Kroa­ti­en und Bul­ga­ri­en, die in den letz­ten bei­den Jah­ren mit Abwe­sen­heit glänz­ten, zum Wett­be­werb zurück. Für die pro­fes­sio­nel­le Aus­rich­tung des dies­jäh­ri­gen Juni­or-ESCs in Sofia ern­te­te der bul­ga­ri­sche Sen­der viel Lob – mög­li­cher­wei­se ein Ansporn, es auch wie­der beim “rich­ti­gen” Con­test zu ver­su­chen? Gerüch­te besa­gen, dass das Land – wie schon die Bal­kan-Kol­le­gen aus Bos­ni­en und Maze­do­ni­en – eine/n vormalige/n Repräsentant/in schi­cken wol­le, dabei fiel bereits mehr­fach der Name Poli Geno­va (BG 2011), die vor einer Woche die Kin­der-Edi­ti­on mode­rier­te. Ob sich das bewahr­hei­tet oder es sich um Fan-Wunsch­den­ken han­delt, bleibt abzu­war­ten. Aus Kroa­ti­en gibt es noch nichts Nähe­res.

Wäre mei­ne Wunsch­kan­di­da­tin für Bul­ga­ri­en: Sofi Meri­no­va (2012)

Kasach­stan gewinnt die Türk­vi­zyon 2014

Mit einem Über­ra­schungs­sieg für das zwi­schen dem Kas­pi­schen Meer und Chi­na gele­ge­ne Kasach­stan, das neunt­größ­te Land der Erde, ging heu­te Abend das Fina­le der zwei­ten Türk­vi­zyon, des osma­ni­schen Gegen­ent­wurfs zum Euro­vi­si­on Song Con­test, zu Ende. Über­ra­schend vor allem des­we­gen, weil Zha­nar Dugal­o­va im Semi­fi­na­le am Mitt­woch, in dem exakt die sel­ben 25 Juro­ren abstimm­ten wie heu­te, noch auf dem drit­ten Rang lan­de­te. Doch anschei­nend war den aus­rich­ten­den Tata­ren ein Heim­sieg des vor­ges­tern noch haus­hoch oben lie­gen­den Aydar Suley­man, der heu­te auch noch vom letz­ten Start­platz aus ins Ren­nen durf­te, zu offen­sicht­lich, und so einig­te man sich auf die wäh­rend der Tro­phä­en­über­ga­be ob des uner­war­te­ten Glücks auf sehr nied­li­che Wei­se fas­sungs­lo­se Zha­nar. Und zu Recht!

Mach­te viel Wind: Türk­vi­zyons­sie­ge­rin Zha­nar aus Kacha­stan

Wei­ter­le­senKasach­stan gewinnt die Türk­vi­zyon 2014

Teil­neh­mer­re­kord bei der Türk­vi­zyon 2014

Wäh­rend beim rich­ti­gen Euro­vi­si­on Song Con­test die Zit­ter­par­tien um die Teil­nah­me Bos­ni­ens (Geld­sor­gen) und Grie­chen­lands (der neue Staats­sen­der NERIT war­tet noch auf die Auf­nah­me in die EBU) wei­ter­ge­hen, expan­diert der osma­ni­sche Able­ger Türk­vi­zyon fröh­lich und chao­tisch wei­ter. Sah es dort zunächst so aus, als ob der im kul­tu­rel­len Bewusst­sein noch nicht sehr stark ver­an­ker­te Con­test schrump­fen wür­de, so über­trifft die aktu­el­le Teil­neh­mer­zahl der zwei­ten Aus­ga­be am 19. und 21. Novem­ber 2014 im tata­ri­schen Kasan mitt­ler­wei­le die­je­ni­ge der Pre­mie­ren­aus­ga­be von Eskişe­hir. Neben Basch­kor­to­stan, wo bei der gest­ri­gen Vor­ent­schei­dung die acht­köp­fi­ge, aus Mos­kau­er und basch­ki­ri­schen Musik­stu­den­ten bestehen­de Grup­pe Zaman (Zeit), die es sich laut Euro­voix zur Auf­ga­be gemacht habe, tra­di­tio­nel­le basch­ki­ri­sche Kul­tur mit zeit­ge­mä­ßen Sounds zu ver­bin­den, und die optisch wie eine Kreu­zung aus Cleo & Dona­tan (PL 2014) mit Dschinghis Khan (DE 1979) wirkt, mit dem Song ‘Kubair’ gewann, gab heu­te über­ra­schend der in Istan­bul leben­de und durch sei­ne Teil­nah­me an einer Cas­ting­show Bekannt­heit erlangt haben­de, in Bul­ga­ri­en gebo­re­ne Sän­ger İsm­ail Matev auf Face­book bekannt, für sein (bis zu die­sem Zeit­punkt nicht auf der Wett­be­werbs­lis­te ste­hen­des) Hei­mat­land anzu­tre­ten, was kur­ze Zeit spä­ter auf der offi­zi­el­len Türk­vi­zyon-Sei­te bestä­tigt wur­de. Man gewinnt so ein biss­chen den Ein­druck, als kön­ne dort jeder für ein belie­bi­ges Land mit­ma­chen, der nur möch­te. Herr Sie­gel: wol­len sie nicht rasch Sür­priz (DE 1999) reani­mie­ren? Für, sagen wir, Liech­ten­stein?

İsm­ail Matev singt für Bul­ga­ri­en bei der Türk­vi­zyon (Reper­toire­bei­spiel)

Türk­vi­zyon 2014: die Teil­neh­mer­lis­te

2. Song Con­test des tür­ki­schen Kul­tur­rau­mes. 19. und 21.11.2014 in Kasan, Tatar­stan (Auto­no­me rus­si­sche Repu­blik).
Land / Repu­blikTeil vonInter­pretSongÜber­set­zung
Alba­ni­enALXhoana Bej­koZjarr dhe AjërFeu­er und Luft
Aser­bai­dschanAZElvin Ordubad­liDiv­lə­rin yal­qız­lığıEin­sam­keit der Rie­sen
Bal­ka­ri­enRUEldar Zha­nika­evBara­maGeh
Basch­kor­to­stanRUZamanKubairEpos
Bos­ni­enBAMen­sur Sal­kićŠutimIch bin still
Bul­ga­ri­enBGİsm­ail MatevYol­la­ra, Taşla­raStra­ßen, Stei­ne
Cha­kas­si­enRUDmi­triy Saf’yanov + Saya­na Sobi­ro­vaOshik­baFeh­ler
Deutsch­landDEFah­ret­tin GüneşSev­diğimMei­ne Gelieb­te
Gag­au­si­enMDMari­ya TopalAal­a­dımIch wein­te
Geor­gi­enGEAysel Məm­mə­do­va + Ayla Şiri­y­e­vaTen­ha­yamIch bin allein
IrakIQAhmet Duz­luCal Kal­bi­miMein Herz gestoh­len
IranIRBarışHeydar BabaVater Heydar
Kasach­stanKZZha­nar Dugal­o­vaІzіn kөremIch sehe sei­ne Spur
Kir­gi­si­enKGNon-StopSeze BilRhyth­mus der Jah­res­zei­ten
KrimUADar­i­na Sin­i­ç­ki­naSuya giderWenn sie gehen
Maze­do­ni­enMKKaan MazharYolu­mu BulurumIch fin­de mei­nen Weg
Rumä­ni­enROCen­giz Erhan + Gafar Alev SibelGen­clik basa bir gelirMan ist nur ein­mal jung
Russ­landRUKazan WorldSon kөtəmAuf dich zu war­ten
Sacha (Jaku­ti­en)RUVlad­le­na Iva­no­vaKynTag
Tatar­stanRUAydar Suley­ma­novAtlar Cha­baRen­nen­de Pfer­de
Tür­keiTRFun­da KılıçHop­paLeicht­fer­tig
Turk­me­ni­stanTMZüleyha Kakay­e­vaShik­ga-Shik­ga bilerz­ikSchütt­le das Arm­band
TuwaRUAyas Kul­larSub­e­deiSub­u­t­ei
Ukrai­neUANata­li DenizSän BenimDu bist mein
Usbe­ki­stanUZAzi­za Niz­a­mo­vaDun­yo bol­sin OmonWelt sei unser

ESC 2015: sans Sham­pio­ni, aber mit San Sie­ge­li­no

39 Teil­neh­mer­län­der, so lau­tet der aktu­el­le Stand für den 60. Euro­vi­si­on Song Con­test im Mai 2015 in der Wie­ner Stadt­hal­le. Trau­ri­ger­wei­se zog Bul­ga­ri­en die vor­läu­fi­ge Zusa­ge zur Teil­nah­me in Öster­reich wie­der zurück, da es dem Sen­der nicht gelun­gen sei, die not­wen­di­gen finan­zi­el­len Mit­tel zusam­men­zu­krat­zen. Erfolg­rei­cher scheint da das san­ma­ri­ne­si­sche Fern­se­hen gewe­sen zu sein: der inner­ita­lie­ni­sche Kleinst­staat, der sich zuletzt drei Mal hin­ter­ein­an­der von Ralph Sie­gel aus­hal­ten kom­po­si­to­risch betreu­en und durch des­sen Schütz­ling Valen­ti­na Monet­ta ver­tre­ten ließ, sag­te heu­te für Wien zu. Der Sen­der San Mari­nos steht im Ruf, die Grand-Prix-Sau­se durch Dritt­mit­tel zu refi­nan­zie­ren und hier­für bei inter­es­sier­ten Song­schrei­bern oder Inter­pre­ten ein Hand­geld ein­zu­wer­ben. Inso­fern ist es span­nend, ob Ralph Sie­gel dort erneut antritt. Und falls ja, mit wem: La Monet­ta befolgt bekannt­lich die alte ZDF-Hit­pa­ra­den-Regel: drei Mal dabei, bit­te nicht wie­der­wäh­len! Sicher ist nur, dass uns Kriem­hild Maria Jahn erspart bleibt: von sei­ner drit­ten Frau trenn­te sich Sie­gel laut Spie­gel Anfang August.


San Mari­no 2015 wie­der mit Sie­gel? May­be!

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ESC 2014: Ser­bi­en setzt aus, Bul­ga­ri­en bockt, Rumä­ni­en rein

Neben Kroa­ti­en wird mit Ser­bi­en ein zwei­tes exju­go­sla­wi­sches Land beim Euro­vi­si­on Song Con­test 2014 feh­len. Aus finan­zi­el­len Grün­den habe der Ver­wal­tungs­rat des ser­bi­schen Sen­ders RTS die Ent­schei­dung getrof­fen, Kopen­ha­gen fern zu blei­ben. Man behal­te sich aber für 2015 vor, wie­der mit­zu­ma­chen, sofern dann wie­der “sta­bi­le und aus­rei­chen­de Haus­halts­mit­tel” zur Ver­fü­gung stün­den, wie der Sen­der mit­teil­te – nicht ohne schnell noch dar­auf zu ver­wei­sen, dass man 2008 als Gast­ge­ber einen neu­en Stan­dard in orga­ni­sa­to­ri­schen und tech­ni­schen Fra­gen” gesetzt habe, “der immer noch als Bei­spiel” die­ne. Das eben­falls aus peku­niä­ren Grün­den bis zuletzt als Wackel­kan­di­dat gel­ten­de Rumä­ni­en, das uns 2013 mit Cezar den viel­leicht unver­gess­lichs­ten Euro­vi­si­ons­auf­tritt aller Zei­ten schenk­te, sag­te hin­ge­gen für Kopen­ha­gen zu. Und auch Rumä­ni­en II aka Mol­da­wi­en ist in Kopen­ha­gen mit am Start.


Wer­den die Rumä­nen (oder sonst jemand) dies jemals top­pen kön­nen?

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ESC 2. Semi 2013: Spä­te­re Hei­rat nicht aus­ge­schlos­sen

Logo ESC 2013 2. SemiWie der Phi­lo­soph schon sagt: es steckt eine Frau im Rock eines jeden gro­ßen Man­nes”: schö­ner hät­te Gast­ge­be­rin Petra Mede (ich blei­be dabei: ein Glücks­griff für den Grand Prix) den letz­ten Auf­tritt des heu­ti­gen Abends, Rumä­ni­ens Trans­syl­ves­tie-Star Cezar, nicht abmo­de­ri­en kön­nen. Ein wun­der­schön run­der Euro­vi­si­ons­abend liegt hin­ter uns, mit einem wun­der­schön run­den Ergeb­nis: 90% ver­dien­te Fina­lis­ten, das fin­det sich sel­ten in einer Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de. Ärgern dürf­ten sich nur die Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker: mit Maze­do­ni­en und Alba­ni­en schie­den heu­te auch noch die letz­ten Bal­kan­staa­ten aus, der Bal­kan­block ist damit Geschich­te und hat als Aus­re­de für schlech­te Wes­t­er­geb­nis­se aus­ge­dient.

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Sechs­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: zwei­tes Semi, die Chan­cen

Ein lan­ger Tag liegt vor uns: in Mal­mö pro­ben heu­te die 17 Semi­fi­na­lis­ten der zwei­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de vom Don­ners­tag zum zwei­ten Mal. Wie die Blog­ger berich­ten und mei­ne Face­book-Mel­dun­gen mir bestä­ti­gen, tru­deln immer mehr Fans in Mal­mö ein, das Euro­Fan­Ca­fé und der Euro­Club fül­len sich und die ers­ten bizar­ren Musik­wün­sche wer­den gespielt. Auch die deut­sche Dele­ga­ti­on lan­de­te heu­te in Schwe­den. Wen­den wir uns aber nun den Teil­neh­mern des zwei­ten Semis und ihren Final­chan­cen zu, basie­rend auf dem heu­ti­gen Pro­ben­tag.


Euro­Club-Track des Tages: ‘Hul­lu yö’ (FI 1991)

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Drit­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: Miss Kiss Ding Dong

I kissed a Girl
Kris­ta Sieg­fri­ds (FI 2013)

Zehn Jah­re ist es her, dass das rus­si­sche Fake-Les­ben-Duo t.A.t.U. beim Euro­vi­si­on Song Con­test mit einem gleich­ge­schlecht­li­chen Kuss auf offe­ner Büh­ne für Auf­merk­sam­keit sor­gen woll­te – was ihnen die EBU sei­ner­zeit ver­bot. Übri­gens drei Jah­re, nach­dem sich zwei männ­li­che Band­mit­glie­der der israe­li­schen Band Ping Pong vor lau­fen­den Kame­ras abschmatz­ten (beim ESC 2000, in Stock­holm, Schwe­den). Gespannt dür­fen wir also ver­fol­gen, ob es der Kuss zwi­schen Kris­ta Sieg­fri­ds und einer ihrer Chor­sän­ge­rin­nen, den sie bei der heu­ti­gen Pro­be zele­brier­te (“aber ohne Zun­ge!”, wie ein Pro­duk­ti­ons­scher­ge sie anwies), auch in die Live­sen­dung schaf­fen wird. Damit will die blon­de Sän­ge­rin für die Ein­füh­rung der Homo-Ehe in Finn­land wer­ben (sagt sie) bzw. bil­li­ge Auf­merk­sam­keit für ihr kate­per­ryes­kes Lied­chen ‘Mar­ry me’ erre­gen (sagen Nei­der).


Laut und fröh­lich: Kris­tas Ener­gie­le­vel ist ziem­lich unfin­nisch

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Bul­ga­ri­en nimmt nun doch lie­ber die Sahnepil­ze

Wenn ich mich mal eben ganz kurz selbst zitie­ren darf: “Mal schau­en, ob Bul­ga­ri­en da nicht noch eine Ukrai­ne pullt und den Titel in letz­ter Minu­te aus­tauscht!” So schrieb ich es am 3. März, kurz nach dem Fina­le der bul­ga­ri­schen Vor­ent­schei­dung, die nach einem Gleich­stand zwi­schen Jury und Publi­kums­vo­ting über­ra­schend schnell zu Ende ging – ohne die übli­che Repri­se des Sie­ger­ti­tels ‘Kis­met’ (die Publi­kums­wahl). Denn wie ein vor Ort anwe­sen­der Blog­ger kol­por­tier­te, soll Elit­sa Todo­ro­va ange­sichts des Ergeb­nis­ses geschäumt und sämt­li­che Inter­views ver­wei­gert haben – war es doch kein Geheim­nis, dass sie, wie wohl auch die meis­ten Men­schen außer­halb Bul­ga­ri­ens, den Song ‘Samo Sham­pio­ni’ favo­ri­sier­te, der auch nicht ohne Zufall als letz­ter der drei Lied­vor­schlä­ge vor­ge­stellt wur­de. Nun ist das Uner­war­te­te gesche­hen: wie das bul­ga­ri­sche Fern­se­hen BNT mit­teil­te, müs­se man den Titel ‘Kis­met’ zurück­zie­hen. Offi­zi­el­ler Grund: einer der drei Song­au­toren habe sei­ne Zustim­mung zur fina­len Ver­si­on des Bei­trags ver­wei­gert, was erst jetzt bekannt gewor­den sei. Na klar, und Schwei­ne kön­nen flie­gen! Jeden­falls nomi­nier­te BNT nun einen ande­ren Song nach, und ein Mal dür­fen Sie raten, wel­chen? Rich­tig!


We are the Cham­pions klang bei Queen aber noch ein biss­chen anders!

Nun also doch die Sahnepil­ze für Bul­ga­ri­en! Über­rascht?

  • Kein biss­chen. Und eine gute Ent­schei­dung: ‘Samo Sham­pio­ni’ ist nun mal viel bes­ser! (32%, 47 Votes)
  • Egal – klang eins so sehr nach Zie­gen­or­gie wie das ande­re. (30%, 44 Votes)
  • Dreist ist es schon, den Publi­kums­wil­len so zu miß­ach­ten. (25%, 37 Votes)
  • Oh nein! Ich moch­te ‘Kis­met’ viel lie­ber! Men­no! (12%, 18 Votes)

Total Voters: 146

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