ESC 1. Semi 2009: It’s kil­lin’ the Groo­ve

Logo des Eurovision Song Contest 2009 (Semi 1)
Das Jahr der Gei­gen

Gerüch­te­hal­ber sechs Mil­lio­nen Euro hat­ten sich die Rus­sen im Vor­jahr ihren auf Sieg getrimm­ten Bei­trag ‘Belie­ve’ kos­ten las­sen. Bei der Aus­rich­tung des Wett­be­werbs in Mos­kau protz­ten sie ent­spre­chend hem­mungs­los: die größ­te Büh­ne aller Zei­ten, die beein­dru­ckends­te Licht­tech­nik, die spek­ta­ku­lärs­ten Pau­sen­acts. 42 Mil­lio­nen Euro sol­len sie für die Show aus­ge­ge­ben haben, fast das Dop­pel­te des übli­chen Bud­gets. Und lie­fer­ten den­noch inter­na­tio­nal ein beschä­men­des und unan­ge­neh­mes Bild ab, auf­grund der rabi­at exe­ku­tier­ten Auf­lö­sung des zeit­gleich zum Euro­vi­si­ons­fi­na­le statt­fin­den­den Mos­kau­er CSD durch Son­der­ein­satz­kräf­te der Poli­zei. Und durch das wohl unfä­higs­te Mode­ra­to­ren­team der Grand-Prix-Geschich­te.

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Bul­ga­ri­en 2009: Klaus Nomi lebt!

Dra­fi Deut­scher scherz­te einst, dass Modern Tal­king für ihre Stu­dio­auf­nah­men wohl einen “Klö­tis­ten” beschäf­tig­ten, der mit zwei Back­stei­nen in den Hän­den im Ton­stu­dio war­tet und in dem Moment, wo die Stim­me im Refrain in unna­tür­li­che Höhen zu gehen hat, stra­te­gisch zuschlägt. Ob beim bul­ga­ri­schen Euro­vi­si­ons­ver­tre­ter Kras­si­mir Avra­mov ein sol­cher in Lohn in Brot steht und mit wel­chen Wacker­stei­nen der zuhaut, ist mir nicht bekannt. Jeden­falls kreischt und jodelt der Coun­ter­te­nor die meis­te Zeit in höchs­ter Fal­sett­la­ge. Um den­noch eini­ger­ma­ßen männ­lich zu wir­ken, ver­klei­det er sich bei sei­nem Auf­tritt als Rit­ter – doch wer jetzt an mit­tel­al­ter­li­che Klän­ge denkt, unter­liegt einer ‘Illu­si­on’. Der Bei­trag ist trei­ben­der, rhyth­mus­ori­en­tier­ter Pop mit einer gar nicht so schlech­ten Hook­li­ne. Mitt­ler­wei­le gibt es im Land mäch­tig Ärger um den Song.


Das Video ist für Kin­der unter 12 nicht geeig­net (fin­de ich), aber der Song ist gut!

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ESC 2. Semi 2008: Pira­te Ladies of the Sea

Logo des Eurovision Song Contest 2008 (1. Semi)
Das Eis­kunst­lauf­jahr

PORTUGAL!!! PORTUGAL!!! PORTUGAL!!! Ich muss um Ver­zei­hung bit­ten, aber ich schrei­be die­se Zei­len noch ein wenig im Über­schwang der Gefüh­le. Das letz­te Mal, dass so viel Adre­na­lin durch mei­ne Adern floss wie vor der Ver­kün­dung des zehn­ten und letz­ten Fina­lis­ten am Ende der zwei­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de in Bel­grad gera­de eben, sprang ich an einem Bun­gee-Seil 50 Meter in die Tie­fe. Hät­te der Name in dem aller­letz­ten Umschlag, den die Mode­ra­to­rin Jova­na Jan­ko­vić nach end­lo­sen Minu­ten hoch­ge­koch­ter Span­nung ver­las, nicht “Por­tu­gal” gelau­tet, wäre es in der Bel­gra­der Hal­le wohl zu gewalt­tä­ti­gen Aus­schrei­tun­gen gekom­men. Und hier zu Hau­se vor mei­nem Com­pu­ter­bild­schirm (dazu gleich mehr) auch!

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Bul­ga­ri­en 2008: Last Night a DJ saved my Life

Bul­ga­ri­en ist das neue Rumä­ni­en: in der heu­ti­gen Vor­ent­schei­dung gewann das Tech­no­kol­lek­tiv Deep Zone um Haa­res­brei­te mit 15,37% zu 15,17% vor dem Zweit­plat­zier­ten. Das Quin­tett besteht unter ande­rem aus dem super­se­xy ukrai­ni­schen Green-Jol­ly-Bär­chen (2005, hier hin­ter den Turn­ta­bles), Heinz Rudolf Kun­ze (DVE 2007) an der Gitar­re, einem skur­ri­len “Rap­per” und einer Tran­se im Tüll­kleid (ver­mut­lich Bal­t­ha­zar?), die mit ihrem Hut Erin­ne­run­gen an Hai­zee Fan­tay­zee wach wer­den lässt.


Feins­tes House!

Ihr Bei­trag DJ, take me away’ ist feins­tes, fun­ki­ges Elek­tro­house, auf­ge­lo­ckert mit sanf­ten Reg­gae-Vibes. Eine durch­weg fan­tas­ti­sche Num­mer! Als opti­sches Gim­mick beim Live­auf­tritt dient eine lus­ti­ge Laser­licht­or­gel. Hübsch – auch wenn mir es völ­lig aus­reicht, mich an dem knuf­fi­gen Bär­chen hin­ter dem Plat­ten­spie­ler zu wei­den. So lang­sam dre­hen die Bul­ga­ren doch rich­tig auf!

ESC Semi 2007: Wo ist Andor­ra?

Logo des Eurovision Song Contest 2007 (Finale)
Das Jahr der Damen­dar­stel­ler

Natür­lich hät­te ich auf die Ent­täu­schung vor­be­rei­tet sein müs­sen. Schließ­lich bin ich lan­ge genug Fan, um zu wis­sen, dass die fie­sen, geschmacks­ge­stör­ten Tele­vo­ter im Semi­fi­na­le immer die bes­ten Songs aus­sor­tie­ren. Gan­ze 28 Län­der tra­ten in die­sem Jahr in der Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de gegen­ein­an­der an, so vie­le wie noch nie seit der Ein­füh­rung der Semis. Ledig­lich zehn Slots für das Fina­le am Sams­tag gab es, aber 16 von mir favo­ri­sier­te Titel, die unbe­dingt hät­ten wei­ter­kom­men müs­sen! Selbst unter Zuhil­fe­nah­me der Fin­ger konn­te ich mir also aus­rech­nen, dass ein Gut­teil mei­ner Lieb­lin­ge auf der Stre­cke blei­ben wer­den.

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Vier­ter Super­sams­tag 2007 (AM, BE, BG, MK)

Mas­sig neue Euro­vi­si­ons­bei­trä­ge lie­fen die­ses Wochen­en­de auf. Kön­nen natür­lich nicht alles Knal­ler sein. Hier also die Sek­ti­on “Fer­ner lie­fen”. Es beginnt mit einer opti­schen Kreu­zung aus David Has­sel­hoff und Tom Jones für Arme­ni­en. Akus­tisch ein Mix aus Hari Mata Hari (BA 2006) und Nuno Resen­de (BE 2005), ist ‘Any­ti­me you need’ von Hay­ko (lei­der ohne May­ko, harr harr) Hako­by­an nichts ande­res als drei Minu­ten gepfleg­te Lan­ge­wei­le. Hay­ko hat noch nicht mal eine unan­ge­neh­me Stim­me und er singt mit Lei­den­schaft, den­noch bleibt das Stück fade. Viel­leicht klän­ge es in Lan­des­spra­che etwas weni­ger drö­ge als in dem hör­bar schlech­ten Eng­lisch, mit dem er sich abmüht. Sor­ry, das war’n Griff ins Klo!


Das ist doch eine Duduk, die da dezent flö­tet? (AM)

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