Bura­novs­ki­ye Babush­ka trägt Olym­pia-Flam­me

2012 beleg­ten die knuf­fi­gen Groß­müt­ter­chen aus Bura­now beim Euro­vi­si­on Song Con­test den zwei­ten Rang hin­ter Lore­en. Grand-Prix-Fans schlos­sen das stets in udmur­ti­scher Tracht auf­tre­ten­de Alters­kol­lek­tiv indes bereits bei der rus­si­schen Vor­ent­schei­dung 2010 ins Herz. In Kür­ze star­ten nun bekannt­lich die Olym­pi­schen Win­ter­spie­le im Sot­schi, und wie es Tra­di­ti­on und Pro­pa­gan­da ver­lan­gen, wird zuvor eine bren­nen­de Fackel durchs Land geschickt, um für die auch wegen der hom­ofeind­li­chen Poli­tik Putins hef­tig umstrit­te­ne Ver­an­stal­tung zu wer­ben. Heu­te ist die udmur­ti­sche Metro­po­le Ischwesk an der Rei­he, und dort gehört die 75jährige Gali­na Kone­va, die als Teil der Bura­novs­ki­ye Babush­ki auch in Baku auf der Büh­ne stand,  zu den Fackel­trä­ge­rin­nen.


Immer wie­der herz­er­wär­mend: die Babu­ski

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ESC 1. Semi 2010: Der Wür­ger von Wol­fen­büt­tel

Logo des Eurovision Song Contest 2010 (Semi 2)
Das Jahr des Akkor­de­ons

Jurys sind Wich­ser!™ Mei­ne Leser mögen mir die­se etwas unfei­ne Aus­drucks­wei­se ver­zei­hen, aber manch­mal ist die Wahr­heit grau­sam und pro­fan. Nicht nur sorg­te die Wie­der­ein­füh­rung des Bevor­mun­dungs­gre­mi­ums, wel­ches den Grand Prix bereits zu Zei­ten sei­ner Allein­herr­schaft von 1956 bis 1997 mit schier unfass­li­chen Ent­schei­dun­gen in Miss­kre­dit gebracht hat­te, wie nicht anders zu erwar­ten, für eine geball­te Rück­kehr ver­staub­ter und längst über­wun­den geglaub­ter musi­ka­li­scher Schreck­nis­se (jawohl, Mal­ta, der Fin­ger zeigt auf Dich!). Nein, die geschmacks­be­hin­der­ten Geron­ten schaff­ten es auch, in bei­den Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den jeweils den bes­ten Bei­trag gegen den Wil­len der kla­ren Zuschau­er­mehr­heit her­aus­zu­ma­ni­pu­lie­ren. Und das, obwohl ihr Urteil “nur” zu 50% ins End­ergeb­nis ein­fließt. Aber auch das reicht bereits, um gro­ßes Unglück anzu­rich­ten. Um es mit den legen­dä­ren Wor­ten Zlat­kos (DVE 2001) zu sagen: dan­ke, ihr Fotz­köp­pe!

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Russ­land 2010: Der will doch nur spie­len

Kol­lek­ti­ve Depres­si­on? Russ­land schickt den Bet­tel­stu­den­ten­chor mit einem Kla­ge­ge­sang, der gera­de­zu nach der Roten Later­ne fleht. Kla­mot­ten aus der Alt­klei­der­samm­lung, min­des­tens zwei Num­mern zu groß, der letz­te Fri­sör­be­such min­des­tens vier Jah­re her: falls Peter Nalitch und sein Musik­kol­lek­tiv ein State­ment zur welt­wei­ten Finanz­kri­se geben woll­te, ist es gelun­gen. Musi­ka­lisch fügt sich der zwi­schen Depres­si­on, Sui­zid und Kat­zen­ge­sang chan­gie­ren­de Bei­trag wun­der­bar ein, und mit ‘Lost and for­got­ten’ scheint er mir pro­phe­tisch beti­telt, denn genau die­ses Schick­sal steht ihm in Oslo bevor.


And I hope now that you kill me!

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