Carmela Corren

Schwei­zer Vor­ent­scheid 1965: Rien de rien

Schwei­zer Vor­ent­scheid 1965: Rien de rien

Sechs Lieder rangen um das Ticket nach Neapel beim schweizerischen Vorentscheid von 1965, dargeboten von fünf Sängerinnen - jawohl, ausschließlich Damen traten an in Locarno, und keine einzige von ihnen besaß helvetische Wurzeln. Was man, wenn man möchte, so werten könnte, dass in Sachen Frauenquote und Integrationsbereitschaft schon damals den gesellschaftlich fortschrittlichen Schweizer:innen keiner was vormachte. Oder was man als neuerlichen Beweis lesen kann, dass in der Eidgenossenschaft das musikalische Talent doch eher rar gesät ist. Die gebürtige Israelin Carmela Corren, die gleich alle beiden (im Netz leider nicht auffindbaren) deutschsprachigen Beiträge vortrug, beendete hier jedenfalls ihre eurovisionäre Tournee durch…
Weiterlesen
ESC-Fina­le 1963: Melo­die einer Nacht

ESC-Fina­le 1963: Melo­die einer Nacht

Die von etlichen europäischen Sendeanstalten (einschließlich der ARD) aus finanziellen Gründen sehr gefürchtete Eurovisionsregel, wonach der Sieger des Wettbewerbs im Folgejahr prinzipiell den Contest austragen soll (nicht: muss), existiert bereits seit seit dem zweiten Jahr seines Bestehens, also seit 1957. Doch nicht jeder glückliche Gewinner verhält sich regelkonform: dem schlechten Beispiel der Niederlande folgend, weigerte sich heuer das innerhalb von nur sechs Jahren bereits zum dritten Male (nämlich 1958, 1960 und 1962) viktoriöse Frankreich, die Show zu organisieren und alleine finanziell zu stemmen. Das mondäne Cannes, wo der Wettbewerb bereits 1959 und 1961 stattgefunden hatte, entwickelte sich - nicht zuletzt aufgrund der jährlichen…
Weiterlesen
Deut­scher Vor­ent­scheid 1962: Der Weg des Was­sers wird es uns weisen

Deut­scher Vor­ent­scheid 1962: Der Weg des Was­sers wird es uns weisen

Nicht nur für den Eurovision Song Contest bildete das im ligurischen Kurort San Remo stattfindende Festival della Canzone Italiana einst das Vorbild. Wie in vielen anderen europäischen Nationen, die sich ebenfalls von den Italienern für eigene Schlagerfestivals inspirieren ließen, fanden in den Sechzigerjahren auch in deutschen Kurstädten gediegene Wettbewerbe der leichten Muse statt. So hatte das von Radio Luxemburg gegründete Deutsche Schlagerfestival im hessischen Wiesbaden bereits 1960 als Vorentscheid gedient, allerdings nur einmalig. 1961 hob der Süddeutsche Rundfunk (heute: SWR) in Konkurrenz hierzu die Deutschen Schlagerfestspiele aus der Taufe, an deren Erstausgabe unter anderem Lys Assia, Nora Nova und Inge Brück teilnahmen, die jedoch…
Weiterlesen