Caro­la und die fünf Flücht­lin­ge

Das Flücht­lings­dra­ma beschäf­tigt der­zeit ganz Euro­pa – auch Euro­vi­si­ons­stars. So fin­det, wie der Prinz-Blog berich­tet, heu­te Abend im Stock­hol­mer Glo­ben eine gro­ße Gala unter dem Namen “Ganz Schwe­den sam­melt” statt, bei der mehr als 60 Künstler/innen kos­ten­los auf­tre­ten, um Geld für das Flücht­lings­hilfs­werk der Ver­ein­ten Natio­nen ein­zu­spie­len, dar­un­ter auch Grand-Prix-Reprä­sen­tan­t/in­nen des Lan­des wie bei­spiels­wei­se Lena Phil­ips­son (2004), Ola Salo (The Ark, 2007), Male­na Ern­man (2009) und San­na Niel­sen (2014) sowie zahl­rei­che Mel­lo-Stars. Die Show beginnt um 19 Uhr, also in weni­gen Minu­ten, und kann live im Netz ver­folgt wer­den. Auch ihre Hei­lig­keit, die Grand-Prix-Vete­ra­nin Caro­la Hägg­kvist (1983, 1991, 2006) gibt sich die Ehre. Die schwe­di­sche Schla­ger­le­gen­de enga­giert sich auch per­sön­lich: wie sie der Zei­tung Dagens Nyhe­ter anver­trau­te, flog sie vor zwei Wochen, auf­ge­rüt­telt durch das berüch­tig­te Foto des toten Flücht­lings­kin­des am tür­ki­schen Mit­tel­meer­strand, mit einer Ladung Klei­dung aus dem eige­nen Schrank auf die grie­chi­sche Insel Kos, um dort direkt zu hel­fen und sich ein eige­nes Bild zu ver­schaf­fen. “Ich konn­te ich nicht mehr still sit­zen und zuschau­en,” sag­te sie der Zei­tung.

Frem­de mit dunk­len Augen haben’s ihr schon immer ange­tan: Caro­la

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Caro­la gibt den Pau­sen­clown im Fina­le

Als vor eini­gen Tagen bekannt wur­de, dass das schwe­di­sche Fern­se­hen SVT die Vor­jah­res­sie­ge­rin Lore­en als Pau­se­nact bereits der ers­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de ver­heizt, schos­sen die Spe­ku­la­tio­nen ins Kraut: mit wel­chem Sen­sa­ti­ons­act kann SVT da für das Fina­le auf­war­ten, dass man dafür sogar die aktu­el­le Thron­in­ha­be­rin in die Vor­run­de abschiebt? Soll­ten sich die Gerüch­te um eine Abba-Reuni­on doch bewahr­hei­ten? Nein, wie wir seit heu­te wis­sen: wie escx­tra unter Bezug­nah­me auf eine SVT-Mit­tei­lung berich­tet, heißt der Pau­sen­clown für das sams­täg­li­che Fina­le Caro­la Hägg­kvist. Die drei­ma­li­ge schwe­di­sche Teil­neh­me­rin und in gewis­sen Fan­krei­sen als Euro­vi­si­ons­hei­li­ge ver­ehr­te (in ande­ren Fan­krei­sen als Schla­ger­he­xe gehan­del­te) Sän­ge­rin sei in den Wor­ten von Chris­ter Björk­man Star eines Ein­spie­lers, in dem sie “singt, tanzt und lus­tig ist. Es basiert auf Humor und sie ist Teil eines grö­ße­ren Gan­zen. Es dreht sich alles um Schwe­den und die schwe­di­sche Kul­tur”. Da kön­nen wir ja mal gespannt sein! Für den Humor sorgt bekann­ter­ma­ßen auch Sarah Dawn Finer in ihrer Para­de­rol­le als Lyn­da Woo­d­ruff, und da freue ich mich ehr­lich gesagt mehr drauf. Den Part des Green-Room-Repor­ters über­nimmt dies­mal ‘Man­boy’ Eric Saa­de. Da soll­te die aser­bai­dscha­ni­sche Dele­ga­ti­on lie­ber gut auf ihre Ple­xi­glas­box auf­pas­sen!


Köni­gin der Wind­ma­schi­ne: Caro­la

Caro­la als Pau­se­nact im Fina­le. Freust Du Dich drauf?

  • Oh nein! Kann man der Hexe denn gar nicht ent­ge­hen? (49%, 51 Votes)
  • Mal schau­en. Wenn sie sich selbst auf die Schip­pe nimmt, wird’s viel­leicht gut. (33%, 35 Votes)
  • Und wie. Es gibt kei­ne Grö­ße­re als sie! (18%, 19 Votes)

Total Voters: 105

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Caro­la: Ankla­ge wegen Mein­eids?

Caro­la Hägg­kvist, Schwe­dens von Fans glei­cher­ma­ßen gelieb­te wie gehass­te Schla­ger­he­xe, steht unter dem Ver­dacht, einen Mein­eid geleis­tet zu haben, wie Euro­vi­si­on Nati­on heu­te unter Bezug­nah­me auf die schwe­di­sche Bou­le­vard­zei­tung Afton­bla­det berich­tet. Noch sei nicht klar, ob es dies­be­züg­lich zu einer Ankla­ge­er­he­bung gegen die Sän­ge­rin kommt. Soll­te dies der Fall sein, könn­te ihre Teil­nah­me am dies­jäh­ri­gen Melo­di­fes­ti­va­len gefähr­det sein.


Fly on the Wings of Love: ett Caro­la

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ESC Fina­le 2006: Hard Rock? Hal­le­lu­jah!

Logo des Eurovision Song Contest 2006 (Semifinale)
Das Jahr der Mons­ter­ro­cker

Dass ich das noch erle­ben durf­te: die Fin­nen gewin­nen! Athen warf ein bis dato unum­stöß­li­ches Grand-Prix-Gesetz über den Hau­fen. Was kommt als nächs­tes? Ein Sieg Por­tu­gals? Andor­ra im Fina­le? Eine ost­eu­ro­päi­sche Sän­ge­rin, deren Rock die Scham bedeckt? Man darf gespannt sein! Die meis­tens Fans in der Athe­ner Olym­pia­hal­le reagier­ten geschockt, als der Sieg der Mons­ter­ro­cker sich abzeich­ne­te. Nur weni­ge zeig­ten sich (wie ich) begeis­tert, unter­stütz­ten jede Zwölf-Punk­te-Wer­tung für Lor­di mit einem spon­ta­nen “Lap­po­nia”-Gesang oder rock­ten bei der Sie­ger­re­pri­se auf dem Stuhl ste­hend mit.

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ESC 1991: Hier decke ich den Tisch

Logo des Eurovision Song Contest 1991
Das gla­mou­rö­se Jahr

Mit einer Hym­ne auf das neu ver­ein­te Euro­pa (‘Insie­me: 1992’) hat­ten die Ita­lie­ner im Vor­jahr die­ses merk­wür­di­ge Wett­sin­gen gewon­nen, das bekannt­lich auf dem Vor­bild ihres heiß­ge­lieb­ten San-Remo-Fes­ti­vals basiert. Da lag es auf der Hand, sel­bi­gem Vor­bild zu hul­di­gen und den Con­test in näm­li­chem ligu­ri­schen Kur­ort aus­zu­tra­gen. Doch je näher das Ereig­nis her­an­rück­te, des­to stär­ker nag­ten die Zwei­fel: wür­de man mit die­sem obsku­ren Euro­trash­spek­ta­kel in der gehei­lig­ten Stät­te des Aris­ton-Thea­ters zu San Remo nicht das Anse­hen des im Lan­de wesent­lich belieb­te­ren Ori­gi­nals beschmut­zen? Woll­te man sich als selbst emp­fun­de­ner kul­tu­rel­ler Nabel Euro­pas wirk­lich die­se Laus in den Pelz set­zen? Also ver­leg­te die RAI die Show in letz­ter Sekun­de nach Rom.

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ESC 1983: Wie­der holen ist gestoh­len

Logo des Eurovision Song Contest 1983
Das ver­fluch­te Jahr

Drei früh­zei­tig dahin­ge­schie­de­ne Teilnehmer/innen; zwei Nil­poin­ter; der ers­te kom­mer­zi­ell erfolg­lo­se Sie­ger­ti­tel seit über zwan­zig Jah­ren; ein Büh­nen­bild wie das Innen­le­ben eines Heiz­lüf­ters und eine sich stän­dig ver­has­peln­de Gast­ge­be­rin: es scheint, als läge ein Fluch über der Mün­che­ner Ver­an­stal­tung. Dabei woll­te man doch alles rich­tig machen und sich inter­na­tio­nal prä­sen­tie­ren nach dem ers­ten Sieg Deutsch­lands mit Nico­le. Deren so gut ange­kom­me­ne “spon­ta­ne” Ges­te, ihren Titel bei der Sie­ger­re­pri­se in meh­re­ren Spra­chen zu sin­gen, inspi­rier­te die als Mode­ra­to­rin gebuch­te Tän­ze­rin Mar­lè­ne Cha­rell (gebo­ren als Ange­la Miebs in Win­sen an der Luhe), es ihr gleich­zu­tun.

Wei­ter­le­senESC 1983: Wie­der holen ist gestoh­len