Charlotte Perrelli

Melo­di­fes­ti­va­len 2019: I belie­ve I can fly

Melo­di­fes­ti­va­len 2019: I belie­ve I can fly

Wer hat an der Uhr gedreht? Mit dem Finale des schwedischen Melodifestivalen ging am gestrigen Samstagabend bereits die letzte öffentliche Vorentscheidung der Saison 2019 über die Bühne. Trotz - oder vielmehr wegen - des erneut geänderten Auszählungsverfahrens im Televoting, das die Stimmen des Publikums nunmehr nach verschiedenen Altersklassen gewichtet und damit den starken Einfluss der netzaffinen Jugend zurückdrängt, die seit der Einführung der Voting-App ihre Punkte gleichmäßig auf sämtliche Titel verteilte und damit die Entscheidungsgewalt faktisch in die Hände der Jury legte, geriet die Votingsequenz des MF 2019 zur langweiligsten seit Menschengedenken. Der bereits vorab in allen Umfragen stark favorisierte…
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Vete­ra­nin­nen­tref­fen beim Melo­di­fes­ti­va­len 2017

Heute früh veröffentlichte der schwedische Sender SVT die von vielen Eurovisionistas sehnsüchtig erwartete Teilnehmerliste des Melodifestivalen 2017. Und sorgte damit sicherlich für einen hohen Feuchtigkeitsgrad in etlichen Fanhöschen, finden sich in den vier Vorrunden der beliebtesten Eurovisionsvorentscheidung der Welt doch zahlreiche Wiederkehrer/innen, darunter mit der Interpretin des besten schwedischen Beitrags aller Zeiten (dem schlagertastischen 'Hero'), Charlotte "Chuckys Braut" Perrelli (→ SE 1999, 2008), und der euphorischen Waldelfe Loreen (→ SE 2012) sogar gleich zwei vormalige Grand-Prix-Siegerinnen. Der hieraus resultierende, hochgradig spannende Kampf der Gigantinnen gestaltet sich um so interessanter, da beide an ihren aktuellen Songs mitgeschrieben haben. Am Start finden sich ebenfalls die finnische Vertreterin von…
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Wil­der Soßen­mann: Dan­ny beim MF 2012!

Klappt es beim zweiten Anlauf? Wie das Aftonbladet gerüchteweise berichtet, versucht der supersexy Danny Saucedo, der beim diesjährigen Melodifestivalen Schwedenschnuckel Eric Saade nur knapp unterlag, es 2012 erneut. Hurra! Auch Saade siegte erst im zweiten Anlauf mit dem großartigen Kempe-Schlager 'Popular'. A propos Kempe: er beliefert die Botox-Queen Charlotte Perrelli, die es nach ihrem Eurovisionssieg 1999 mit dem schlimmen Abba-Plagiat 'Take me to your Heaven' und einem enttäuschenden 18. Platz im Jahre 2008 mit dem camptastischen 'Hero' nun ein drittes Mal probieren will. Beabsichtigt sie, Carola den Rang als schwedische Schlagerhexe abzujagen? Das Gesicht dazu hätte sie ja! Weitere MF-Teilnehmer/innen sind laut Aftonbladet die Saade-Sandprinzessin Molly Sandén und die Rockabilly-Band…
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Diven-Dou­ble beim Melodifestivalen?

Wie die Schlagerboys heute unter Bezug auf das schwedische Aftonbladet berichten, könnte uns beim Melodifestivalen 2012 ein Divenduell der Spitzenklasse bevorstehen: Helena Paparizou gegen Charlotte Perrelli! Chuckys Braut arbeite angeblich wieder mit Frederik Kempe zusammen, von dem immerhin drei der letzten vier schwedischen Beiträgen stammen, darunter des Botoxmonsters letzter Versuch . httpv://www.youtube.com/watch?v=FoMjCubWM9k Mein Hero: Schlagerdiva Charlotte (mehr …)
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<span class="caps">ESC</span> Fina­le 2008: Lie­be schmeckt wie Kaviar

ESC Fina­le 2008: Lie­be schmeckt wie Kaviar

Zwölf Anläufe hatte der flächengrößte und einwohnerstärkste Teilnehmerstaat des Eurovision Song Contest für seinen ersten Grand-Prix-Sieg gebraucht. Seinen Führungsanspruch und seine kulturelle Zugehörigkeit zu Europa wollte Russland damit unterstreichen - und vertiefte doch nur die Gräben, denn kaum ein Siegertitel rief im Westen so eine starke Ablehnung hervor wie Dima Bilans musikalisch malades und überanstrengt dargebotenes 'Believe', welches der Sargnagel für das hundertprozentige Zuschauervoting sein sollte. Für den russischen Plattenmillionär, dem bei seinem Erstversuch 2006 mit dem deutlich besseren 'Never let you go' nur die finnischen Monsterrocker Lordi in die Quere kamen, reichte es lediglich für einen schwachen Rang 54 in…
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<span class="caps">ESC</span> 2. Semi 2008: Pira­te Ladies of the Sea

ESC 2. Semi 2008: Pira­te Ladies of the Sea

POR - TU - GAL!!! POR - TU - GAL!!! POR - TU - GAL!!! Ich muss um Verzeihung bitten, aber ich schreibe diese Zeilen noch ein wenig im Überschwang der Gefühle. Das letzte Mal, dass so viel Adrenalin durch meine Adern floss wie vor der Verkündung des zehnten und letzten Finalisten am Ende der zweiten Qualifikationsrunde in Belgrad gerade eben, sprang ich an einem Bungee-Seil 50 Meter in die Tiefe. Hätte der Name in dem allerletzten Umschlag, den die Moderatorin Jovana Janković nach endlosen Minuten hochgekochter Spannung verlas, nicht "Portugal" gelautet, wäre es in der Belgrader Halle wohl zu…
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Melo­di­fes­ti­va­len 2008: We do need ano­t­her Hero

Melo­di­fes­ti­va­len 2008: We do need ano­t­her Hero

Schweden ist das neue Schweden! Nach Jahren voller Irrwege mit schlimmem Glamrock und absurdem Las-Vegas-Gedudel fand Europas führende Popnation endlich wieder zu sich und entschied sich im Melodifestivalen-Finale für amtlichen, 100%igen, klassischen, schamlosen schwedischen Schlager der Extraklasse. 'Hero' hat einfach alles: eine dralle Blondine im hautengen Silberfolie-Fummel auf 12 Zentimeter hohen silbernen Stilettos; eine Windmaschine; eine zeitlose Choreografie; einen fantastischen Auftakt mit einem dildoförmigen, straßbesetzten Mikrofon; einen eingängigen Refrain und den vorschriftsmäßigen Halbton höher am Schluß. Hurra! Is it live? Or is it Botox? Erst vorletzte Woche gab sie im Showblock der deutschen Grand-Prix-Vorentscheidung noch mal ihren alten Siegertitel aus…
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<span class="caps">ESC</span> 1999: Don’t work on a Monday

ESC 1999: Don’t work on a Monday

In diesem Jahr gelang es dem NDR-Verantwortlichen Jürgen Meier-Beer nach mehreren Anläufen, mit dem Wegfall der überkommenen Sprachenregel und des Orchesters die beiden letzten Bausteine seiner Grand-Prix-Reform durchzusetzen und den Contest so - kurz vor der Jahrtausendwende - endlich in die popmusikalische Gegenwart zu überführen. Die Teilnehmer nutzten die neue linguistische Freiheit weidlich: jeder zweite Beitrag kam auf Englisch daher, der Weltsprache des Pop. Das war und ist in einigen Fällen schade (Balkanballaden klingen in einem der zahlreichen slawischen Dialekte einfach eindringlicher), manchmal besser (die Mitsingbarkeit leidet im Hebräischen oder Isländischen nun mal), sorgte aber vor allem dafür, dass nicht mehr,…
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