Mal­ta 2015: Der frü­he Vogel singt den Wurm

Der Preis für die vor­zei­ti­ge Sai­son­er­öff­nungs­mel­dung 2015 geht an das uner­müd­li­che Euro­vi­si­ons­ei­land Mal­ta. Wäh­rend wir immer noch nicht wis­sen, ob der Euro­vi­si­on Song Con­test 2015 nun in Wien statt­fin­det oder nicht, gab der mal­te­si­sche Sen­der PBS bereits die Ter­mi­ne für den Mal­ta­song for Euro­pe 2015 bekannt. Und die lie­gen noch in 2014: am 21. und 22. Novem­ber die­sen Jah­res soll der mal­te­si­sche Song für Öster­reich gewählt wer­den. Oder auch nicht: das unge­wöhn­lich frü­he Datum für das Semi und Fina­le der Vor­ent­schei­dung – bis­lang fand der Mal­ta­song tra­di­tio­nell im Febru­ar statt – soll dem Sen­der vor allem Gele­gen­heit geben, Weiß­russ­land als Geschmacks­dik­ta­tur rechts zu über­ho­len. Wie PBS eben­falls ver­kün­de­te, beschränkt man sich dies­mal nicht mehr dar­auf, den Ein­fluss des Publi­kums durch die gro­tes­ke Bevor­zu­gung der Jury­stim­men (die 7/8 zäh­len) zu mar­gi­na­li­sie­ren, son­dern behält sich außer­dem das Recht vor, den aus­ge­wähl­ten Bei­trag nach Belie­ben zu ver­än­dern oder gar kom­plett aus­zu­tau­schen.


“Fly above like a Sie­gel on the Way”: Mal­ta hat Erfah­rung mit frü­hen Vögeln (MT 2010)

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Logo Eurovision Song Contest 2009 (Semi 2)
Das Jahr der Gei­gen

Als haus­ho­her Favo­rit ging er ins Ren­nen, als wol­ken­krat­z­er­ho­her Sie­ger ging er dar­aus her­vor: der nor­we­gi­sche Knuf­fel Alex­an­der Rybak. Punk­te aus allen 42 abstim­men­den Län­dern, dar­un­ter sech­zehn Mal die Höchst­wer­tung; hun­dert Punk­te Abstand zur Zweit­plat­zier­ten: das Abschnei­den des nor­di­schen Euro­vi­si­ons­mär­chens geriet zum erwart­bars­ten Sieg seit 1976. Und stand somit lei­der auch am Ende der wohl lang­wei­ligs­ten Punk­teaus­zäh­lung seit Men­schen­ge­den­ken. Die auch durch den neu ein­ge­führ­ten 50/50-Jury-Tele­vo­ting-Mix nicht span­nen­der wur­de – im Gegen­teil: auch die Juro­ren setz­ten den nor­we­gi­schen Gei­gen­t­roll mit astro­no­mi­schem Abstand an die Spit­ze.

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