Schlagwort: Cindy & Bert

DE 1974; Vor­ent­scheid DE 1972, 1973, 1974, 1978
Deutsch­lands bekann­tes­tes Schla­ger-Ehe­paar regier­te in den Sieb­zi­gern die Hit­pa­ra­de. Bei ihrer Erst­teil­nah­me am deut­schen Vor­ent­scheid 1972 führ­ten sie in der ers­ten Wer­tungs­run­de, wur­den im zwei­ten Durch­gang aber aus­ge­boo­tet. Als Ent­schä­di­gung buch­te sie die ARD dar­auf­hin für so gut wie jede Musik­sen­dung und ihre Kar­rie­re ging durch die Decke. Die Ehe wur­de 1988 geschie­den, Cin­dy (eigent­lich: Jut­ta Gusen­bur­ger) mach­te solo wei­ter, Bert (Nor­bert Ber­ger, 1945–2012) ver­leg­te sich aufs Kom­po­nie­ren und Pro­du­zie­ren. Um Zuge der Retro-Schla­ger-Wel­le um Guil­do Horn tra­ten bei­de wie­der zusam­men auf.

1991, Deutsche Vorentscheidung, Die Neunziger, Unsere Lieblinge

DE 1991: Und wir lern­ten zu ver­lie­ren

Das Jahr Eins nach der deutschen Wiedervereinigung: die ursprünglichen Pläne der Bürgerbewegung für eine eigenständige Deutsche Demokratische Republik, die diesen Namen auch verdient, waren zugunsten der schnellen D-Mark und der berühmten "blühenden Landschaften" (Helmut Kohl - wer ahnte schon, dass er damit von Unkraut überwucherte, eingestürzte VEB-Fabrikationshallen meinte?) zu Grabe getragen. Das ehemalige Fernsehen der DDR war unter dem Übergangsnamen Deutscher Fernsehfunk (DFF) gerade der ARD beigetreten. Diese nutzte die vermeintlich günstige Gelegenheit und stellte die Eurovisionsvorauswahl 1991 auf eine besonders breite Basis: sowohl der seit 1979 federführende Bayerische Rundfunk als auch der im Westteil der Stadt beheimatete Sender Freies Berlin und eben der DFF verantworteten...
1974, Die Siebziger, ESC Finale, Unsere Lieblinge

ESC 1974: Could­n’t escape if I wan­ted to

Grün ist ja bekanntlich die Farbe der Hoffnung. Besonders optimistisch erschienen also die deutschen Vertreter Cindy & Bert (DVE 1972, 1973, 1978) zu diesem Grand Prix: Cindy in einem lindgrünen Maxikleid, Bert im popelgrünen Anzug mit giftgrün leuchtendem Sommerschal. Half aber nichts: die von einer ARD-Jury hinter verschlossenen Türen ausgewählte, schwächliche 'Sommermelodie' verendete auf dem letzten Platz. Aufgrund der fehlenden öffentlichen Vorentscheidung und des daraus folgenden mangelnden Interesses am internationalen Wettbewerb sahen das nur 28 % der deutschen TV-Zuschauer. Was man insofern bedauern muss, da auf diese Art und Weise viele Deutsche den historischen Contest schlechthin verpassten. (mehr …)
1974, Deutsche Vorentscheidung, Die Siebziger, Jurys sind Wichser, Unsere Lieblinge

DE 1974: Das darf doch nicht sein

Ständig das Gemecker von Presse und Öffentlichkeit über die Abstimmungsergebnisse bei den Vorentscheidungen: der deutsche Eurovisionsverantwortliche Hans-Otto Grünefeldt hatte die Schnauze gestrichen voll! Er verzichtete auf eine öffentliche Auswahl und nominierte stattdessen seine Protegés Cindy & Bert direkt für die hausinterne Entscheidung. Die waren 1972 mit ihrem besten Titel 'Geh die Straße' arschknapp an der Jury gescheitert. 1973 und 1978 versuchten sie es mit jeweils gleich zwei (schrecklichen) Schlagern, bleiben aber erfolglos. Und auch auch solo sollte Cindy Berger bei ihren erneuten Anläufen 1988 und 1991 kein Glück beschieden sein. In diesem Jahr schlug das saarländische Schlagerpärchen der Legende nach unter anderem einen Titel namens 'Spaniens Gitarren' vor. (mehr...
1973, Deutsche Vorentscheidung, Die Siebziger, Jurys sind Wichser, Unsere Lieblinge

DE 1973: Was ist Dein Geschenk an mich?

"Was ist schon ein Jahr?", so lautet die originalgetreue Übersetzung eines späteren Siegertitels beim Grand Prix Eurovision. Nun: augenscheinlich jede Menge, wenn es zwischen zwei deutschen Vorentscheidungen liegt. Rein formal unterschied sich das diesjährige Finale aus Frankfurt kaum vom dem von 1972 aus Berlin: es gab wiederum zwölf Beiträge und zehn Juroren (davon fünf "musikinteressierte Laien"), die jeden Song mit einem bis fünf Punkten zu bewerten hatten. Selbst die beiden Schlagerpärchen Cindy & Bert (DE 1974, DVE 1978) sowie Inga & Wolf waren erneut dabei. (mehr …)
1972, Deutsche Vorentscheidung, Die Siebziger, Unsere Lieblinge

DE 1972: Und es wird gelin­gen!

1972: unbestreitbar das beste deutsche Grand-Prix-Jahr aller Zeiten, eingeleitet von einer Vorentscheidung der Superlative! Als Gemeinschaftsproduktion des Hessischen Rundfunks und des Senders Freies (vulgo: West-) Berlin trumpfte die Veranstaltung mit einem großen Orchester unter der kompetenten Leitung von Paul Kuhn (→ Vorentscheid 1957), lustigen Balletteinlagen, einem fantastischen, sehr engagierten Chor (den Rosy Singers) und gleich zwei charmanten Moderatorinnen auf: nämlich Renate Bauer vom SFB und "Lottofee" Karin Tietze-Ludwig vom hr. Sie hatten insgesamt zwölf Titel anzusagen, deren Interpret/innen erstmals direkt von den Plattenfirmen nominiert wurden. Was sich in einem hochkarätigen Angebot sowohl an aktuellen Schlagerstars als auch in der ausgezeichneten Qualität der meisten...