D-Moll

Ers­tes ESC-Semi 2019: Strah­lend weiß muss sie sein!

Ers­tes ESC-Semi 2019: Strah­lend weiß muss sie sein!

Gleich zweifach erfuhr die fabelhafte Dana International, die 1998 beim Eurovision Song Contest in Birmingham den mit weitem Abstand bedeutsamsten Sieg in der über sechzigjährigen Geschichte des Grand Prix errang, die ihr gebührende Ehrung im gestrigen ersten Semifinale 2019 zu Tel Aviv, wo sie als Interval Act auftrat. Der für seine 40 Lenze erstaunlich jung aussehende Assi Azar, einer der überflüssigerweise erneut vier (!) Gastgeber/innen des Abends, benannte die offensichtlich in den selben Jungbrunnen gefallene LGBTQI*-Ikone in seiner Anmoderation als sein persönliches Idol. War es doch ihr seinerzeitiger Sieg, der dem damals Zwanzigjährigen aus dem Versteck half und ihm die…
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Rank and File 2019: Platz 30 – Heaven

Rank and File 2019: Platz 30 – Heaven

Im aufrechtgehn.de-Ranking der diesjährigen Eurovisionsbeiträge verlassen wir nun die Hassliederabteilung und begeben uns in den Bereich der schlicht verzichtbaren Titel. Und gleich der erste von ihnen auf Rang 30 bildet das Musterbeispiel für einen Song, in dessen Arbeitszeugnis wohl der Satz "sie haben sich stets bemüht" stünde. Platz 30: Montenegro - D-Mol: Heaven (Himmel) "Sie", das ist in diesem Fall das gemischtgeschlechtliche Schülerchor-Sextett D-Mol, das mit einem kitschigen Songriemen, wie ihn selbst ein Ralph Siegel in seinen verzweifelsten Zeiten verschämt auf der B-Seite irgendeines seiner im Dutzend komponierten Grand-Prix-Schlager versteckt hätte, aus unerfindlichen Gründen den heimischen Vorentscheid, die Montevizija, gewann.…
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Mon­te­vi­zi­ja 2019: vie­le Jurys ver­der­ben den Brei

Mon­te­vi­zi­ja 2019: vie­le Jurys ver­der­ben den Brei

Sie war angekündigt als die "modernste Vorentscheidung, die RTCG jemals produziert hat": die diesjährige Ausgabe der Montevizija. Und tatsächlich durchströmte die am Samstagabend aus dem Hauptstadtstudio des Senders ausgestrahlte Show das Flair eines westeuropäischen Vorentscheids von ca. 1989 - ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem Vorjahr. Einen Geschwindigkeitsrekord stellte man ebenfalls auf in Podgorica: innerhalb nur einer knappen halben Stunde nach Sendebeginn jagte man alle fünf Beiträge über die Antenne. Doch bis zur Ergebnisverkündung sollten sich dann noch fast zwei Stunden anschließen, da man sich für ein unnötig kompliziertes Wertungsverfahren mit gleich vier beteiligten Institutionen und einem Superfinale entschied. Und all…
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