Dänemark

Das Ita­li­en Skan­di­na­vi­ens gehör­te zu den ESC-Urge­stei­nen, leg­te aber ab 1967 eine elf­jäh­ri­ge Schmoll­pha­se ein, da der dama­li­ge däni­sche TV-Unter­hal­tungs­chef den Grand Prix als zu kom­mer­zi­ell emp­fand. Däne­mark schickt aus­nahms­los sand­ge­strahl­ten, keim­frei­en und töd­lich lang­wei­li­gen Midtemposeich.
Dabei seit: 1957; Sie­ge: 1963, 2000, 2013; Rote Later­nen: eine.

ESC 2014: Ticket­vor­ver­kauf startet

Diesen Freitag startet der Eintrittskarten-Vorverkauf für den Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen, sinnloserweise zur besonders arbeitnehmerfreundlichen Zeit von 10 Uhr vormittags. Besonders sinnlos auch deswegen, weil diejenigen, die zu dieser Zeit zu Hause sind, sich in aller Regel die aufgerufenen Ticketpreise nicht leisten können dürften. 242 Euro plus um die neun Euro Gebühren und Porto rufen die Dänen für die teuerste Karte (Premiumplätze im Finale) auf. Im Angebot sind auch Kombitickets für die Proben am Nachmittag ("Family Rehearsal") und am Vorabend (das sogenannte Juryfinale), diese sind bereits ab 14 Euro zu bekommen. Der Verkauf läuft ausschließlich über den dänischen…
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ESC 2014: Schwe­den und Nor­we­gen in unter­schied­li­chen Semis

Wie die EBU heute mitteilte, wurden auf Wunsch des ausrichtenden dänischen Senders DR die beiden nordischen Nachbarn Schweden und Norwegen in unterschiedliche Semis aufgeteilt. Bei einer Auslosung im EBU-Hauptsitz in Genf loste man letzte Woche das Land von Abba (1974) in die erste Qualifikationsrunde am 6. Mai 2014 zu. Jan-Teigen-Land (1978) startet dementsprechend im zweiten Semi am 8. Mai. Damit soll eine gleichmäßige Auslastung der Halle erreicht werden: das dänische Fernsehen erwartet in Kopenhagen besonders starke Besucherströme aus den beiden skandinavischen Nachbarnationen. Diese Form der Vorauslosung kam bereits 2013 in Malmö zur Anwendung, wo man Dänemark und Norwegen aus dem gleichen…
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Emme­lie de Forest can­celt Deutschlandtour

Ob da bei irgendwelchen Fans 'Only Teardrops' fließen? Nach einer Meldung des Internetportals regioactive sagt die diesjährige Gewinnerin des Eurovision Song Contest, Emmelie de Forest, ihre Tourneetermine in Deutschland und Dänemark ab - angeblich aus terminlichen Gründen. "Der Kalender sei voll mit Songwriter-Sessions und Fernsehauftritten auf der ganzen Welt," zitiert regioactive aus einer Pressemeldung von Emmelies Team. „Ich hatte mich sehr auf die Tour gefreut, aber wir mussten eine Entscheidung fällen," so die Sängerin. Bereits gekaufte Karten (als ob!) werden zurückerstattet. Oh, und wo wir gerade bei Eurovisions-Hasbeens sind: nun wissen wir endlich, warum Amaury Vassili (FR 2011) bei seinem Auftritt…
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Vi maler Byen rød: MGP-Event im B&W Grand Ballroom

Heute Vormittag erst gab das dänische Fernsehen bekannt, dass der Eurovision Song Contest 2014 in der ehemaligen Werfthalle B&W Grand Ballroom im Kopenhagener Stadtteil Frederiksholm stattfinden wird. Intern muss die Entscheidung jedoch schon bereits seit einigen Tagen stehen: quasi zur Aufwärmung für den festlichen Event findet in der gleichen Halle nämlich am 3. Mai 2014, also nur eine Woche vor dem Finale, ein nostalgisches Melodi Grand Prix 1957-2014 Konzert mit etlichen dänischen Eurovisionsteilnehmern statt, für das bereits Karten erworben werden können. Zum Preis von 998 Kronen (zirka 135 €) erwarten den Fan ein Willkommensdrink, ein "leckeres Grand-Prix-Büffet" und "delikate Desserts",…
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Über die Brü­cke gehn: ESC 2014 in Kopenhagen

Das neue Jahr hat begonnen: pünktlich zum Start der Grand-Prix-Saison gab das dänische Fernsehen Dansk Radio (DR) heute Morgen den Austragungsort des Eurovision Song Contest 2014 bekannt: den B&W Grand Ballroom in der Hauptstadt Kopenhagen, nur wenige Kilometer Luftlinie von der Malmö Arena entfernt, in der Emmelie de Forest diesen Mai den Sieg klar machte. Die am anderen Ende der Öresundbrücke direkt gegenüber Dänemarks bekanntester Touristenattraktion, der Kleinen Meerjungfrau, gelegene ehemalige Werfthalle bietet derzeit lediglich 2.000 Sitzplätze (plus 8.000 Stehplätze im Außenbereich), soll aber noch umfangreich umgebaut werden. Die deutlich größere Boxen Arena in Herning (Kapazität zirka 15.000 Besucher), ebenfalls…
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ESC 2014: frü­hes­ter Song Con­test seit 1998

Wie die EBU gestern bekannt gab, wird das Finale des nächsten Eurovision Song Contest am 10. Mai 2014 stattfinden, eine Woche früher als ursprünglich geplant. Die beiden Qualifikationsrunden sind dementsprechend für den 6. und 8. Mai 2014 terminiert. Die Entscheidung über den Austragungsort ist noch immer nicht gefallen, laut Jan Ola Sand soll die Vorverlegung um eine Woche eine "maximale Flexibilität" hinsichtlich der möglichen Veranstaltungshallen ermöglichen. Das spricht nach Fan-Spekulationen für die Boxen Arena in Herning, einer der vier sich noch im Rennen befindlichen Bewerber für die Austragung des ESC 2014. Dort tritt am 15. Mai nämlich André Rieu auf,…
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Emme­lie de Forest steigt auf Platz 5 der deut­schen Charts ein

Mittlerweile scheinen es die Plattenfirmen mit der zeitnahen Bereitstellung der digitalen Downloads zu kapieren: insgesamt 13 von 26 Eurovisionstiteln steigen in die offiziell am Freitag erscheinende deutsche Top 100 ein. Erwartungsgemäß führt Eurovisionssiegerin Emmelie de Forest die Liste an: ihr gelang mit 'Only Teardrops' der höchste Neueinstieg auf Rang 5. Damit überrundet sie sogar Cascadas beste Platzierung noch um eine Position. 'Glorious' war bereits letzte Woche im Vorfeld des Song Contest auf #78 in die Charts zurückgekehrt. Die weiteren Neueinsteiger: auf #24 Margaret Berger, auf #39 ByeAlex, der die deutschen Douze Points erhielt, sowie zehn Plätze tiefer Anouks sterbende Vögel. Kleine…
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Über die Brü­cke gehn: Däne­mark gewinnt beim ESC 2013

Sehr praktisch für alle nach Malmö angereisten Fans, die ihr aktuelles Hotelzimmer einfach für nächstes Jahr wieder buchen können: die als Favoritin gesetzte Emmelie de Forest gewann heute Nacht in Malmö, Schweden, den Eurovision Song Contest 2013. Es geht 2014 also nur einmal über den Øresund ins direkt gegenüberliegende Kopenhagen. Die dänische Waldfee konnte mit einem der erträglichsten Beiträge in der an qualbringender Songgrütze nicht armen Eurovisionsgeschichte unseres nördlichen Nachbarlandes und einer deutlich von den letzten zwei Siegertiteln inspirierten Präsentation reihum Punkte einsammeln und die nur zeitweilig nahe kommende Konkurrenz aus Aserbaidschan deutlich abhängen. Nun bleibt zu hoffen, dass die…
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Ers­tes ESC-Semi 2013: Gonor­rhoe im Disneyland

Ers­tes ESC-Semi 2013: Gonor­rhoe im Disneyland

Tack Sverige! Die zahlreichen Änderungen, die das schwedische Fernsehen unter Federführung von Christer Björkman in diesem Jahr am Song Contest vornahm, trafen gerade unter den Fans ja eher auf Ablehnung. Nach dem heutigen ersten Semiabend muss ich jedoch sagen: aus Sicht des TV-Zuschauers sind zumindest die Entscheidungen für eine kleinere Halle mit Stehplätzen im Innenraum, die technische Abrüstung (keine Bühnen-LEDs) und die Rückkehr zu "nur" noch einer Moderatorin goldrichtig. Atmosphärisch deutlich dichter, fast schon intim die Fernsehbilder aus Malmö, die Künstler wirkten nicht mehr verloren auf der Bühne oder vom Hintergrund erschlagen, wie es in den letzten Jahren meist der…
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Fünf­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: ers­tes Semi, die Chancen

Heute ging es richtig los in Malmö: das Pressezentrum eröffnete mit einer Pressekonferenz der EBU, die erwartungsgemäß alle ihre von den Fans teilweise heftig kritisierten Entscheidungen zu den Regeländerungen beim Contest als sinnvoll und gelungen bezeichnete und ansonsten ausführlich ihre brandneue Eurovisions-App für iPhones und Android-Handys bewarb (zu der ich nichts weiter sagen kann, weil bei mir der Anmeldeprozess nicht klappte, man zum Voten per App aber ohnehin ein PayPal-Konto braucht, das ich weder habe noch will und ich auf fesselnde News vom eurovision.tv-Team auf meinem Smartphone verzichten kann). Gegen Mittag starteten dann die zweiten Probendurchläufe für die Teilnehmer des…
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Ers­ter Pro­ben­tag in Mal­mö: Goli­ath im Lampenladen

Es ist, folgt man den Liveblogs aus Malmö, der meistdiskutierte Auftritt am heutigen ersten Probentag und wird ohne jede Frage auch am Semi-Dienstag beim Fernsehzuschauer visuell am stärksten hängen bleiben: der Shrek-Moment, wenn der ukrainischstämmige Igor Vovkovinksy, mit 2 Meter 34 einer der größten Menschen der Welt, die vergleichsweise zerbrechliche Zlata Ognevich auf seinen gigantischen Händen auf die Bühne trägt und mittig auf einem stilisierten Felsen abstellt, wo sie dann armrudernd für den Rest ihrer drei Minuten versucht, den Gesetzen der Schwerkraft zu trotzen und nicht herunter zu fallen. Das Land bleibt also seinem Hang zu spektakulären Inszenierungen treu, wofür ich…
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Däne­mark: ich glaub, ich steh im Wald! (DK 2013)

Kann bitte mal irgendjemand die Däninnen mit der Existenz von Shampoo vertraut machen? Wie bereits die Vorjahresvertreterin Soluna Samay sieht auch die diesjährige MGP-Siegerin Emmelie de Forest aus, als habe sie ihre Haare mit ranzigem Rindertalg gewaschen. Ist das so ein Wikingerding? Immerhin passt es ins Bild, denn auch musikalisch sind sie die Innovationsfreudigsten nicht, die Dänen. Zehn Titel beinhaltete die heutige Melodi Grand Prix, und neun mal hörten wir mehr oder minder klassischen Eurovisionsschlager in variablen Geschwindigkeiten und musikalischen Färbungen. Einzige Ausnahme: eine sterbenslangweilige Gitarrenballade des dänischen Vertreters von 2009, Brinck. Der kam aber ebenso wenig ins Superfinale wie der…
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ESC-Fina­le 2012: An ever­las­ting Pie­ce of Art

ESC-Fina­le 2012: An ever­las­ting Pie­ce of Art

Europa altert - und der Eurovision Song Contest reflektiert das. Musste die EBU noch 1990 eine Altersuntergrenze von 16 Jahren einführen, um den Wettbewerb nicht zur Mini Playback Show verkommen zu lassen, so schienen sich die Teilnehmerländer dieses Jahrgangs einen Wettstreit um den ältesten Grand-Prix-Partizipanten zu liefern. Nicht nur die Jugos schickten mit dem serbischen Balkanballadenkönig Željko Joksimović (40) und der mazedonischen Nina Hagen, Kaliopi (46), lebenserfahrene Barden. Gleich der erste Starter des Abends riß die bisherige, vom kroatischen Gerontorapper 75 Cents gelegte Meßlatte: das Vereinigte Königreich entsandte nämlich den sich nach einem schon lange verschiedenen deutschen Komponisten nennenden, mittlerweile…
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He wants you as a new Recruit: 2. Pro­ben IL, SM, CYDK

Und mit einer kleinen Horrorschau endet der nachmittägliche Überblick über den heutigen Probentag. Das bezieht sich im Falle Israels weniger auf den Song oder die Performance von 'Time', sondern auf deren Leadsänger Ran Shem-Tov. Für sein Äußeres kann der Mann ja nix, aber für seine sich im Interview mit dem eurovision.tv-Team zeigende Arroganz gegenüber den restlichen Festivalteilnehmern schon. Jesus, ist der Mann unsympathisch! Fast schon wieder lustig hingegen der zu Tode gelangweilte Gesichtsausdruck der Keyboarderin von Izabo, Shiri Hadar, bei der zweiten Kameraprobe. Dennoch ist die Nummer gut und gehört ins Finale. Hat seine Hausaufgaben nicht gemacht: Ran (IL) (mehr …)
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Käpt’n Iglo sinkt: 1. Pro­be Dänemark

Die schlechte Nachricht vorneweg: auch in Baku trägt Soluna Samay die aus der dänischen Vorentscheidung bekannte, fremdschämpeinliche Kapitänsuniform mit Seemannsmütze und Epauletten in solch einer Überbreite, wie noch nicht mal Alexis Colby sie in den schlimmsten Achtzigern sich zu tragen getraut hätte. Sie singt, begleitet unter anderem von einer üppig bebusten Cellistin Kontrabassistin, mit der Klampfe in der Hand und mit etwa dem gleichen Stimmunfang gesegnet wie ihre schwedische Vorgängerin Anna Bergendahl, ihr superseichtes 'Should've known better', während auf dem Bühnenhintergrund ein Potpourri der Osloer Eurovisionsbälle und Moskauer Unterwasser-Sauerstoffblasen läuft. 'Beg, steal and borrow', Soluna? Nach wie vor hasse ich…
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DK 2012: Nimm mich mit, Kapi­tän, auf die Reise!

Es gibt ein Wiedersehen mit Anna Bergendahl beim Eurovision Song Contest 2012. Gut, in Dänemark nennt sie sich Soluna Samay. Und zur Tarnung verkleidet sie sich mit einer albernen Kapitänsuniform - im Zusammenhang mit dem Drama der vor Italien leckgeschlagenen MS Costa Cordalis vielleicht keine all zu geschmackvolle Idee. Aber wir reden hier von Dänemark, da ist Geschmack ohnehin kein Maßstab. 'Should've know better' lautet der Titel ihres Beitrags. Und der beschreibt exakt das Dilemma des heutigen Abends: natürlich hätte ich es wissen können, dass sich das Anschauen des Melodi Grand Prix nicht lohnt, weil dieses selbstverständlich ausschließlich mit grausamer…
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Per­len der Vor­ent­schei­dung: von popo­wa­ckeln­den Polizisten

Die Vorentscheidungssaison 2012 läuft auf vollen Touren: Zypern ist im Discoschlampenmodus, Dänemark wild zum Sieg entschlossen, Litauen setzt auf Masse und Irland findet keine Gegner für Jedward. Aber das Wichtigste zuerst: Gerüchten zufolge heißt der Beitrag der bei der österreichischen Vorentscheidung erneut antretenden, grandiosen Bauerndiscoburschen Trackshittaz: 'Woki mit Deim Popo'. Und klingt so (Achtung, miserable Soundqualität, aber die Trash-Perle entschädigt dafür): httpv://youtu.be/mIDbTbA3-O4 Kann das mal bitte jemand deutsch untertiteln? Ich versteh nur Popo! (AT) Ich nehme meine geäußerten Zweifel, ob Lukas Plöchl & Co. nochmals so ein Brett wie 'Oida taunz!' hinlegen könnten, offiziell zurück. Spitze, Jungs! Sie reihen sich damit ein…
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Being strong, being tough, never ten­der, always rough (DK 2011)

Sind die Dänen eigentlich alle lobotomiert und kastriert? Denn genau so klingen ihre Eurovisionsbeiträge. Immer. Der diesjährige macht da keine Ausnahme: seichtes, saft- und kraftloses Geseire von ein paar wohlfrisierten jungen Herren mit dem sensationellen Bandnamen A Friend in London. Versehen mit einem Rettet-die-Erde-Text, für den selbst Bernd Meinunger sich zu Tode schämen würde. Aber was reg ich mich eigentlich auf - von Dänen erwarte ich doch schon gar nichts anderes mehr. httpv://www.youtube.com/watch?v=aGVZktHLZhk Wir gehen Hand in Hand in den neuen Morgen... (mehr …)
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Däne­mark 2010: Een beetje

Von allem ein bisschen, aber nichts richtig: die Dänen schicken mal wieder bis zur Hirnstarre langweiligen Durchschnitt. Auf Thomas G:son ist anscheinend auch kein Verlass mehr. Ein G:son, das war früher mal ein echtes Qualitätssiegel und stand für flotte, oft lateinamerikanisch angehauchte Eurovisions-Disco-Schlager mit garantierter Rückung vor dem letzten Refrain - meiner Grand-Prix-Lieblingsgattung. Das von ihm mitverfasste 'In a Moment like this' hingegen entpuppt sich als mut- und kraftlose Mixtur aus einem Teil Pophymne, einem Teil Radio-Softrock und zwei Teilen Langweilerballade, vorgetragen von der Drittbesetzung eines viertklassigen Musicals. Vor und hinter der Schämwand: Schantall & Nevergood (mehr …)
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Däne­mark: Ich wär’ so gern bei Boyzone

Es ist immer wieder ein trauriges Schauspiel, wenn in die Jahre gekommene ehemalige Boyband-Mitglieder glauben, ihr nicht vorhandenes künstlerisches Potenzial durch das Komponieren sterbenslangweiliger Schnarchballaden unter Beweis stellen zu müssen, mit denen sie dann die Welt behelligen. Gary Barlow von Take That ist so ein Beispiel, aber auch Ronan Keating von Boyzone, der gerne das Grand-Prix-Umfeld nutzt, seine überflüssigen Narkosesongs unters Volk zu streuen. So auch dieses Jahr: seine Komposition 'Believe again', dargeboten von einem Stück Totholz dem dänischen Sänger Niels Brinck, gewann beim Melodi Grand Prix und darf nun in Moskau für gesunden Minutenschlaf sorgen. Die fleischgewordene Langeweile (mehr …)
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Däne­mark 2008: Dänen lügen nicht

Auf eine Kombination aus Roger Cicero (DE 2007, optisch) und Tanel Padar (EE 2001, musikalisch) setzt Dänemark diesmal. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur zwei Stimmen zum einzigen guten Beitrag im Finale des Melodi Grand Prix setzte sich soeben der optisch sehr ansprechende Simon Mathew mit dem schrecklichen Schunkelschlager 'All Night long' durch - vermutlich eine Reminiszenz an die Trinkgewohnheiten der Nordländer, was auch den Sieg dieses extrem einfach strukturierten Lieds erklärt. "Ja, ja, ich bin ein amerikanischer Spion!": Simon erinnert ein wenig an den jungen Horst Buchholz in Billy Wilders großartiger Komödie "Eins, zwei, drei" (mehr …)
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<span class="caps">ESC</span> Semi 2007: Wo ist Andorra?

ESC Semi 2007: Wo ist Andorra?

Natürlich hätte ich auf die Enttäuschung vorbereitet sein müssen. Schließlich bin ich lange genug Fan, um zu wissen, dass die fiesen, geschmacksgestörten Televoter im Semifinale immer die besten Songs aussortieren. Ganze 28 Länder traten in diesem Jahr in der Qualifikationsrunde gegeneinander an, so viele wie noch nie seit der Einführung der Semis. Lediglich zehn Slots für das Finale am Samstag gab es, aber 16 von mir favorisierte Titel, die unbedingt hätten weiterkommen müssen! Selbst unter Zuhilfenahme der Finger konnte ich mir also ausrechnen, dass ein Gutteil meiner Lieblinge auf der Strecke bleiben werden. https://www.youtube.com/watch?v=E7C_k3jeqH0 Auch wusste ich aus den Vorjahren,…
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Zwei­ter Super­sams­tag 2007

Zwei­ter Super­sams­tag 2007

Ein weiterer Supersamstag mit drei neuen Eurovisionsbeiträgen - und was für eine Ausbeute! Drei mal hoch amüsanter Trash: so macht Grand Prix richtig Spaß! Schwuppendisco par excellence: DQ (DK) Zunächst in der Vorrunde rausgeflogen, dann als Wildcard von den dänischen Radiohörern wieder reingewählt, konnte Peter Andersen alias DQ im Finale mit 'Drama Queen' überzeugen. Endlich ist der Grand Prix Eurovision ganz bei sich angekommen: mit einer farbenprächtigen, flitterglitternden Dragqueen nebst dem dazugehörigen Trash-Disco-Schlager - alles wie frisch aus dem Bühnenprogramm jedes beliebigen Provinz-CSDs eingeflogen! Herrlich! Guter Schanker & die Tiefen Ausschnitte (NO) Ja, genau so muss ein spanischer Beitrag daherkommen! Heißblütige Latinorhythmen,…
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<span class="caps">ESC</span> Semi 2004: Take my Shoes and go straight

ESC Semi 2004: Take my Shoes and go straight

Wer nicht zu den allereingefleischtesten Eurovisionsfans gehört, für den könnte der Begriff "Semi" bis heute Neuland sein. Kein Wunder: die deutschen Medien - inklusive der ARD - schweigen diese Neuerung beharrlich tot. Seit dem massenhaften Zustrom osteuropäischer Länder mussten bislang jedes Jahr etliche Antrittswillige aussetzen, was in den regelmäßig betroffenen Ländern zu einem starken Rückgang des öffentlichen Interesses führte. Als Abhilfe schuf die EBU 2004 ein brandneues Vorsortierfahren: die Qualifikationsrunde a.k.a. Semi, durch das alle durchmussten, die 2003 schlechter als Platz 10 abgeschnitten hatten. Mit Ausnahme der Big Four: Frankreich, Großbritannien, Spanien und Deutschland, die aufgrund ihrer Finanzkraft und Zuschauermassen stets…
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<span class="caps">ESC</span> 2001: …is always repea­ting itself

ESC 2001: …is always repea­ting itself

Seit jeher bekenne ich mich, wie der geneigte Leser sicher ahnt, als eiserner Verfechter des hundertprozentigen Televoting, eben weil es ein demokratisches Verfahren ist. Und zwar auch dann, wenn ich, wie in diesem Jahr, selbst unter den Ergebnissen zu leiden habe wie ein Hund. Gleich drei der besten Eurovisionsbeiträge aller Zeiten bot dieser Jahrgang auf: gerade mal einer davon schaffte es unter die ersten Drei. Die ersten beiden Plätze des Zuschauerrankings belegen unterdessen Spitzenpositionen in meiner persönlichen Haßlieder-Liste. Kehrseite der Medaille: seit sich der Contest, eben auch dank des Televoting, von einer nur noch von Schwulen verfolgten Randveranstaltung wieder zu einem Massenevent entwickelte, stimmt leider auch…
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